Vampir-Horror, Südstaaten-Drama, Fantasy und Musical – Elemente all dieser Genres vereint „Blood & Sinners“, einer DER Überraschungsfilme des vergangenen Jahres. Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler löste mit seinem von der Presse und vom Publikum frenetisch gefeierten Blockbuster einen regelrechten Hype aus, der sich auch am Erfolg an den weltweiten Kinokassen ablesen ließ – vor allem in den USA.
Dort war „Sinners“ (so der globale Verleihtitel) mit einem Box-Office von 280 Millionen US-Dollar der umsatzstärkste Horror-Release des Jahres. Insgesamt lag das Einspielergebnis bei über 360 Millionen – Platz 19 im Gesamtranking der global erfolgreichsten Filme 2025. Ein gigantischer Erfolg für einen Horrorfilm! Hauptdarsteller Michael B. Jordan glänzt darin in einer erinnerungswürdigen Doppelrolle, die ihm viel Kritikerlob einbrachte. Dabei war der gesamte Entstehungsprozess von „Blood & Sinners“ von einer komplizierten, langen Vorarbeit geprägt – und einem entscheidenden Telefonat zwischen Coogler und Jordan.
"Das klingt ziemlich interessant"
Coogler spielte bereits seit Jahren mit dem Gedanken, einen in den 30ern angesiedelten Film zu realisieren, der Horror mit gesellschaftspolitischen Aspekten vermengt (Stichwort: Rassentrennung). Als Inspiration diente ihm die Lebensgeschichte seines verstorbenen Onkels James aus Mississippi. Und für die Hauptrolle der Zwillingsbrüder Smoke und Stack wollte der 39-jährige Filmemacher unbedingt Jordan gewinnen, mit dem Coogler in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet hat (u.a. „Black Panther“, „Creed – Rocky’s Legacy“).
Im Podcast Good Hang (die entsprechende Stelle findet ihr bei etwa 38 Minuten und 30 Sekunden) der Schauspielerin und Produzentin Amy Poehler erinnerte sich Coogler an diese frühe Phase in der Entstehung des Films. Demnach habe er zuerst gezögert seinen Lieblingsdarsteller zu kontaktieren, weil er das Drehbuch erst fertigstellen wollte. „Ich wollte nicht sagen: ‚Hey, ich habe da was‘, und ihn dann auf das Skript warten lassen“, so der Regisseur. Er habe dadurch ständige Nachfragen wie ‚Hey, wie weit bist du?‘ vermeiden wollen.
Kurz darauf (im Januar 2024) kam es dann doch zu jenem entscheidenden Telefonat, in dem der Filmemacher Jordan das außergewöhnliche Konzept und die unkonventionelle Story von „Blood & Sinners“ vorstellte. „Ich sagte zu ihm: ‚Pass auf, ich arbeite gerade an etwas. Es geht um Zwillinge, es spielt in einer historischen Epoche, Vampire sind auch dabei.‘“ Die unmittelbare Reaktion des Schauspielers sorgte bei Coogler zunächst für nachhaltige Verunsicherung: „Ich erinnere mich noch genau daran, weil er plötzlich für lange Zeit ganz still war. Ich dachte: ‚Oh Mist, habe ich ihn verloren?‘ Und dann sagte er: ‚Mann, weißt du was, das klingt ziemlich interessant.‘“
Anschließend stellte Coogler das Drehbuch fertig und legte es Jordan vor, der sich begeistert zeigte. Der Rest ist, man muss es so formulieren, fast schon Geschichte: Wenige Monate später, im April 2024, fiel die erste Klappe für „Blood & Sinners“, einem der bislang größten Horror-Hits in diesem Jahrzehnt, der auch uns von FILMSTARTS komplett begeistert hat. In unserer Liste der besten Filme 2025 findet ihr „Blood & Sinners“ so auch ganz weit vorne:
Die besten Filme 2025: Ein Action-Meisterwerk knapp vor gleich 3 (!) Horror-Highlights