Wurde das Monster im "Stranger Things"-Finale wirklich schon in Staffel 1 angeteast?! Die Macher klären auf
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Vom Spurenverwischen mit Dexter bis zu Weltraum-Abenteuern mit Picard. Markus hat ein Herz für Serien aller Art – und schüttet es gern in Artikeln aus.

Zuletzt machte ein vermeintliches Easter Egg aus der ersten „Stranger Things“-Staffel die Runde, das bereits vor Jahren den Abgrund aka die Dimension X angeteasert haben soll. Doch das dementierten die Masterminds hinter der Netflix-Serie nun.

Netflix

Die allerletzte Szene von „Stranger Things“ hatten die Macher des Netflix-Hits zumindest ungefähr von Anfang an im Kopf. Der Weg zum emotionalen „Dungeons & Dragons“-Abschied formte sich aber erst nach und nach. Auch im Interview mit FILMSTARTS verrieten Matt und Ross Duffer, dass sie erst mit der zweiten Staffel ihres Serien-Phänomens damit begonnen hatten, die ganze Mythologie der Mystery-Geschichte wirklich auszuarbeiten und zu vertiefen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf erschien es eher unwahrscheinlich, dass ein frühes Detail schon etwas vorwegnahm, was wir dann erst in Staffel 5 so richtig zu Gesicht bekommen würden – auch wenn es natürlich denkbar ist, dass den Duffers einzelne Elemente tatsächlich schon vorschwebten oder sie sich zumindest im Nachhinein Details früherer Folgen herauspickten, um nachträglich noch mehr Querverweise einzubauen. Doch beides ist bei einer vermeintlichen Foreshadowing-Szene aus Staffel 1 nicht der Fall, wie die Brüder jetzt klarstellten.

Kein Mind Flayer in "Stranger Things: Staffel 1"

In der finalen Season von „Stranger Things“ wird enthüllt, dass das Upside Down im Grunde gar keine eigene Parallelwelt, sondern nur eine Brücke zur finsteren Dimension X aka dem Abgrund ist. Aus dieser stammt offenbar der seit Staffel 2 bekannte Gedankenschinder alias Mind Flayer, der seitdem plant, mithilfe von Bösewicht Vecna (Jamie Campbell Bower) seine Welt mit der unseren zu vereinen.

Tatsächlich ist der Mind Flayer im Abgrund auch in physischer Form zugegen, wobei er zunächst als knorriges, verästeltes Gebilde getarnt ist (bevor er dann in der letzten Folge sein wahres Wesen offenbart). Und findigen Fans ist nach der Abschlussseason aufgefallen, dass genau solch ein Gebilde bereits in der allerersten Staffel auftauchte – auf einem Poster in Mikes (Finn Wolfhard) Zimmer:

Dabei handelt es sich um eine der vielen Referenzen auf die Popkultur der 80er Jahre, gehört das Plakat doch zum Fantasy-Kultfilm „Der dunkle Kristall“, den die Puppen-Gurus Jim Henson und Frank Oz 1982 in die Kinos brachten. Die Ähnlichkeit zwischen dem Poster-Motiv und dem Look in „Stranger Things“ ist jedenfalls frappierend – allerdings völlig zufällig!

„Ich sollte aufhören, das zu sagen und anfangen, mir das als Verdienst anrechnen zu lassen“, erklärte Matt Duffer augenzwinkernd, als er im „Happy Sad Confused“-Podcast von Josh Horowitz zugab, dass es sich bei der Parallele lediglich um einen Zufall handelt. Hier könnt ihr euch das komplette aufschlussreiche Interview mit den Duffer-Brüdern anschauen:

„Ich weiß wirklich nicht, wie viel davon vielleicht unterbewusst passiert, da all das und auch ,Der dunkle Kristall‘ ein großer Teil unserer Kindheit war“, ergänzte Matt Duffer im weiteren Gespräch dann noch. „Zieht man also vielleicht etwas daraus, ohne es zu realisieren? Vielleicht. Wir lieben natürlich ,Der dunkle Kristall‘ und haben oft auf dieses Poster gestarrt. Es ist nicht undenkbar, es war allerdings nicht so, dass wir uns zusammengesetzt und gesagt haben: ,Lasst es uns so gestalten wie bei ,Der dunkle Kristall‘‘. Der Gedanke war einfach nur: Wie würde der Mind Flayer aussehen, wenn man ihn nach oben falten würde? Und das haben unsere Konzeptkünstler dann ausgearbeitet.“

Man sieht also: Nicht alles ist bei Filmen und Serien immer so geplant, wie es den Anschein hat. Am Skript zum „Stranger Things“-Finale wurde etwa sogar noch gefeilt, als es sich schon im Dreh befand. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Dreharbeiten zum großen "Stranger Things"-Finale starteten ohne ein fertiges Drehbuch

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