„Beverly Hills Cop III“ hat keinen besonders guten Ruf. Der 1994 erschienene dritte Teil der Action-Reihe mit Eddie Murphy („Nur 48 Stunden“) gilt vielen Fans als zahmster und unambitioniertester Ableger, dem der Biss und die Lockerheit der Vorgänger fehlen. Trotzdem lohnt sich ein erneuter Blick – nicht wegen der Story oder der Gags, sondern wegen eines Details, das selbst eingefleischte Fans oft übersehen haben. Denn mitten im Film taucht für einen kurzen Moment eine echte Hollywood-Legende auf.
Gemeint ist niemand Geringeres als George Lucas. Der „Star Wars“-Schöpfer ist in „Beverly Hills Cop III“ tatsächlich zu sehen – allerdings nur für ein paar Sekunden. Der Auftritt findet im Wonder World Park, dem fiktiven Freizeitpark, der den zentralen Schauplatz des Films bildet, während Axel Foley versucht, die bewaffneten Schergen des Schurken Ellis de Wald abzuhängen. Dafür flüchtet er sich in eines der vielen Fahrgeschäfte und drängelt sich vor einen Herren, den erfahrene Cineasten sofort als George Lucas identifizieren können. Hier ist die Szene:
"Beverly Hills Cop III" mag der schwächste Teil sein, hat aber die besten Cameos
Dass George Lucas ausgerechnet in „Beverly Hills Cop III“ auftaucht, ist kein Zufall. Regisseur John Landis („Blues Brothers“) war bekannt dafür, Kollegen kleine Auftritte zu ermöglichen. In dem Film gibt es auch Auftritte vom „Gremlins“-Macher Joe Dante oder der Stop-Motion-Legende Ray Harryhausen! Aber Lucas ist klar der prominenteste unter den Gaststars beim dritten Kinofilm rund um Axel Foley.
Landis und Lucas kannten sich seit Jahrzehnten und bewegten sich im selben Hollywood-Umfeld, das in den 1970er- und 1980er-Jahren das Blockbuster-Kino entscheidend geprägt hat. Der Cameo ist daher weniger ein Gag für das breite Publikum als ein stilles Augenzwinkern innerhalb der Branche. Einer der letzten großen Cameos fand übrigens nicht im Kino, sondern im Streaming statt. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem FILMSTARTS-Artikel:
"The White Lotus": Diesen überraschenden Cameo-Auftritt eines Oscar-Preisträgers in Staffel 3, Folge 2 habt ihr bestimmt verpasstLucas' Auftritt ist bewusst unscheinbar – und wirkt gerade deshalb bemerkenswert. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern geht im Trubel des Films beinahe unter. Hinzu kommt, dass er selbst nur selten vor der Kamera zu sehen war. Anders als viele Regisseur*innen, die sich gern sichtbar in ihren Filmen verewigen, hielt er sich meist im Hintergrund. Seine wenigen Cameos sind deshalb für Filmfans besonders interessant, weil sie eher Ausnahmen als Gewohnheit darstellen. In „Beverly Hills Cop III“ passt diese Zurückhaltung perfekt zur Art des Auftritts: kurz, beiläufig und leicht zu übersehen.
Wer also das nächste Mal über „Beverly Hills Cop III“ stolpert, sollte die Augen offen halten. Manchmal sind es nicht die Actionsequenzen oder Pointen, die in Erinnerung bleiben, sondern diese kaum wahrnehmbaren Augenblicke, in denen sich Filmgeschichte ganz nebenbei ins Bild schleicht.
Für George Lucas selbst waren Cameos schon immer ein wichtiger Bestandteil seiner Karriere. Bereits während er noch Chef bei „Star Wars“ war, gab es einige bekannte Namen und Stimmen zu entdecken, die sich in seiner weit, weit entfernten Galaxis versteckt haben – darunter sogar ein echter Hollywood-Megastar, den ihr garantiert nicht erkannt habt. Mehr dazu im folgenden FILMSTARTS-Artikel:
Dieser legendäre Hollywood-Megastar versteckt sich in "Star Wars" – und ihr habt es garantiert nicht bemerkt!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.