Der Hauptdarsteller: Steve McQueen, Star solch legendärer Filme wie „Die glorreichen Sieben“, „Papillon“, „Bullitt“ und „Gesprengte Ketten“. Der Regisseur: Henry Hathaway, seines Zeichens Spezialist für raue Unterhaltung – wie den Thriller „Niagara“ mit Marilyn Monroe, den Film noir „Feind im Dunkel“ mit der späteren Comedy-Königin Lucille Ball und den Western „Der Marshal“ mit John Wayne.
Eine gewinnende Kombination – sollte man denken. Trotzdem dürfte es schwer fallen, Filmfans zusammenzutrommeln, denen „Nevada Smith“ ein Begriff ist. Falls ihr die aufwändige McQueen-Hathaway-Zusammenarbeit nachholen möchtet (oder zu ihren Fans gehört und noch einmal erleben wollt): Heute Abend, am 24. Januar 2026, zeigt der rbb „Nevada Smith“ ab 22 Uhr – selbstredend ohne Werbeunterbrechungen! Alternativ könnt ihr den Western via Amazon Prime Video als VOD beziehen:
Darum geht es in "Nevada Smith"
Max Sand (Steve McQueen) ist der Sohn einer indigenen Mutter und eines weißen Farmers. Als eines Tages drei Revolverhelden die Familie in der Abgeschiedenheit Nevadas überfallen, kommen Max' Eltern ums Leben. Das erfüllt den jungen Mann mit der Sehnsucht nach Rache.
Die Möglichkeit, diese zu üben, kommt er näher, als er den Waffenschmied Jonas Cord (Brian Keith) kennenlernt und von ihm den Umgang mit Schusswaffen beigebracht bekommt. Daraufhin begibt sich Max Schritt für Schritt auf die Suche nach den Mördern seiner Eltern – teils unter dem Decknamen Nevada Smith, um sich inkognito in die neue Gang eines der Täter zu schleusen...
Ein über 30 Jahre alter Teenager und Dutzende an prächtigen Drehorten
„Nevada Smith“ ist lose von dem Roman „Die Unersättlichen“ inspiriert und stellt quasi ein Prequel zu ihm und seiner 1964 erschienenen Leinwandadaption dar. Hathaway verlangt seinem Publikum jedoch allerhand Wohlwollen bezüglich des Castings ab: In der Romanvorlage wird erklärt, dass Max 16 Jahre alt war, als seine Eltern ermordet wurden – McQueen war jedoch während der Dreharbeiten zu „Nevada Smith“ bereits 35 Jahre alt und strahlte zwar ungeheuerliche Coolness aus, nicht aber die Jugendlichkeit eines (eingangs) völlig unschuldigen Greenhorns.
Der Schwerpunkt dieses Westerns liegt aber eh nicht auf Wirklichkeitsnähe, sondern darauf, eine Selbstfindungserzählung mit einer abenteuerlichen Auseinandersetzung mit Selbstjustiz zu verschränken. Emotionale Tiefe verleiht McQueen seiner Titelrolle zwar nicht, er macht allerdings eine kernige Figur und fühlt sich in den schroffen Actioneinlagen sichtbar heimisch. Überschattet wird McQueen jedoch von den absurd-prachtvollen Landschaftsaufnahmen, für die Hathaway keine logistischen Mühen scheute:
Um an diese exzellenten Bilder von „The Wild Bunch“-Kameramann Lucien Ballard zu gelangen, zog die „Nevada Smith“-Filmcrew über 40 mal um! Die nahezu vier Dutzend Drehorte, die während der Arbeiten an dieser Vier-Millionen-Dollar-Produktion abgeklappert wurden, erstrecken sich vom mit prächtigen Kiefern übersäten Inyo National Forest über den Südwesten Nevadas bis hin zum Hochgebirge Sierra Nevada und den Sümpfen von Krotz Springs in Louisiana.
Und wenn ihr nach diesem optisch beeindruckenden US-Trip Lust auf noch mehr Westernkino versprüht, folgt doch auch diesem Heimkino-Tipp:
Neu im Heimkino: Quentin Tarantino feiert diesen Western vom Regisseur eines legendären Clint-Eastwood-Klassikers!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.