Auch wenn sich die Fan-Theorie, dass „Stranger Things“ noch eine geheime Zusatzfolge bekommen wird, einige Tage lang hartnäckig hielt, haben die hinter dem globalen Phänomen stehenden Brüder Matt und Ross Duffer unmissverständlich klar gemacht, dass die Geschichte der Serie endgültig abgeschlossen wurde.
Zwar wird es demnächst noch den animierten Ableger „Stranger Things: Tales From ‘85“ geben, der die Story-Lücke zwischen den Staffeln 2 und 3 füllen wird, eine direkte „Stranger Things“-Fortsetzung soll es hingegen nicht geben. Stattdessen sollen wir in einem sich ebenfalls in Arbeit befindlichen Live-Action-Spin-off laut den Duffers neue Figuren und eine neue Mythologie in einem anderen Jahrzehnt kennenlernen.
Und doch glaubten viele nach der letzten „Stranger Things“-Folge, dass hier womöglich noch eine andere neue Serie in die Wege geleitet wird, die uns zumindest von zwei der altbekannten Figuren weitere Abenteuer bescheren könnte. Dieser Hoffnung haben die „Stranger Things“-Masterminds jedoch eindeutig den Wind aus den Segeln genommen...
Kein Montauk-Spin-off mit Hopper und Joyce
Im großen „Stranger Things“-Finale schmieden Hopper (David Harbour) und Joyce (Winona Ryder) den Plan, die Kleinstadt Hawkins hinter sich zu lassen und ins einige Hundert Kilometer entfernte Montauk zu ziehen, da Hopper dort eine besser bezahlte Stelle als Polizeichef antreten könnte.
Und bei dem Ortsnamen sind einige Zuschauer und Zuschauerinnen direkt hellhörig geworden, rankt sich um das Städtchen doch schon seit Jahrzehnten eine Verschwörungstheorie. Diese auf den Sci-Fi-Roman „The Montauk Project“ zurückgehende Theorie besagt, dass die US-Regierung auf dem Luftwaffenstützpunkt Camp Hero in Montauk Geheimversuche zu psychologischer Kriegsführung und Zeitreisen durchgeführt hat. Und das wäre in der Tat eine denkbare Grundlage für eine neue „Stranger Things“-Serie, in der Hopper und Joyce erneut ominösen Experimenten und übernatürlichen Phänomenen auf den Grund gehen könnten.
Doch daraus wird leider nichts. Wie Matt Duffer im Interview mit Collider klarstellte, gibt es keinerlei Pläne für ein Montauk-Spin-off von „Stranger Things“, auch wenn der Autor und Regisseur bereits im Vorfeld befürchtete, dass das Publikum genau das vermuten könnte: „Ross wollte die Montauk-Sache einbringen. Und genau das wollte ich dabei nicht: dass die Leute denken, dass es ein Spin-off in Montauk geben wird. Nein, aber eigentlich finde ich es wirklich süß. Ich bin froh, dass wir es haben.“
Montauk verweist auf die Ursprünge von "Stranger Things"
Statt um einen Teaser für ein kommendes „Stranger Things“ handelt es sich bei der Erwähnung von Montauk nämlich vielmehr um ein Easter Egg, das ganz auf die Anfänge der Serie verweist. Denn bei der Entwicklung ihres Konzepts ließen sich die Duffers tatsächlich stark von der Montauk-Verschwörungstheorie inspirieren. Ursprünglich firmierte „Stranger Things“ sogar unter dem Arbeitstitel „Montauk“ und sollte gar dort gedreht werden. Doch dann entschied man sich doch lieber dafür, den fiktiven Ort Hawkins zu kreieren.
Wir werden also leider nicht zu sehen bekommen, was Hopper und Joyce in Montauk so erwartet. Wie hingegen das tatsächlich kommende Spin-off trotz eines Neuanfangs mit der Hauptserie verknüpft sein könnte, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Es wird offene Fragen beantworten": "Stranger Things"-Macher geben Ausblick auf das Spin-off des Netflix-Hits