Fangen wir doch der Einfachheit halber gleich mit dem besten Argument an, weshalb sich viele von euch am späteren Abend „Der gute Hirte“ anschauen werden: seinem Cast. Es ist schon fantastisch, wer hier alles vor der Kamera stand, nämlich insgesamt sieben Oscar-Gewinner*innen. Habt ihr sie im Trailer schon alle identifizieren können? Falls nicht, werden wir sie etwas weiter unten in diesem Text komplett aufzählen. Und der Rest der Besetzung ist auch alles andere als frei von prominenten Namen. Jetzt kommen aber erst einmal die Zahlen und Fakten zur Ausstrahlung des auch noch von einem der größten Schauspieler der Kinohistorie inszenierten Films:
„Der gute Hirte“ läuft am heutigen 28. Januar 2026 um 23.15 Uhr auf ZDFneo. Eine Wiederholung folgt in den frühen Morgenstunden des 29. Januars um 4.50 Uhr. Falls ihr diese Termine verpassen solltet, bleiben euch als Alternative aktuell nur haptische Bildträger. Denn streamen kann man den FSK-12-Titel hierzulande derzeit nicht – weder im Rahmen eines Flatrate-Abos noch als Video-on-Demand. Blu-ray und DVD sind allerdings erhältlich und bieten auch noch Bonusmaterial in Form einiger aus der Kinofassung herausgeschnittener Szenen:
Stars wo ihr nur hinschaut
Ein Film, in dem die Haupt- und wichtigsten Nebenrollen mit Matt Damon (Oscar für sein Drehbuch zu „Good Will Hunting“), Angelina Jolie (Oscar für „Durchgeknallt - Girl Interrupted“), Robert De Niro (Oscars für „Der Pate II“ und „Wie ein wilder Stier“), Joe Pesci (Oscar für „GoodFellas“), William Hurt (Oscar für „Kuss der Spinnenfrau“), Timothy Hutton (Oscar für „Eine ganz normale Familie“) und Eddie Redmayne (Oscar für „Die Entdeckung der Unendlichkeit“) besetzt sind, sorgt natürlich für haushohe Erwartungen.
Zumal mit unter anderem Alec Baldwin („Jagd auf Roter Oktober“), Tammy Blanchard („Sybil“), Billy Crudup („Almost Famous“), John Turturro („The Big Lebowski“), Michael Gambon („Gosford Park“), Lee Pace („Der Hobbit“), Gabriel Macht („Suits“) und dem deutschen Star Martina Gedeck („Das Leben der Anderen“) noch jede Menge weitere mimische Großkaliber vor der Kamera standen.
Dass Robert De Niro obendrein noch auf dem Regiestuhl Platz nahm, war zunächst gar nicht geplant. Denn Drehbuchautor Eric Roth (Oscar für „Forrest Gump“) hatte sein Skript in den 1990ern eigentlich für Francis Ford Coppola (Oscar für „Der Pate II“) geschrieben, der unbedingt wieder mit De Niro arbeiten wollte. Als Coppola nach Jahren des Zögerns jedoch von der Inszenierung Abstand nahm, weil er keine emotionale Bindung zu den Hauptfiguren finden konnte, wurde John Frankenheimer („Der Gefangene von Alcatraz“) verpflichtet. Coppola blieb als ausführender Produzent an Bord.
2002 befand sich der Film unter Frankenheimer endlich in der Vorproduktion, als der Regisseur den Folgen eines Schlaganfalls erlag. De Niro hatte zu diesem Zeitpunkt bereits so viel Zeit und Gedanken in seine Rolle als verschwörerischer Geheimdienstler investiert, dass er den Film nicht mit Frankenheimer sterben lassen wollte. Zudem arbeitete der „Taxi Driver“-Superstar schon mit Autor Roth an einem möglichen Sequel. So übernahm er schließlich selbst die Inszenierung. „Der gute Hirte“ wurde nach „In den Straßen der Bronx“ seine zweite und bis heute letzte Regiearbeit.
Das Ergebnis der Bemühungen von De Niro und seiner vielen prominenten Kolleg*innen ist zwar kein wirklich schlechter Film, aber längst nicht das, was sein Personal vor wie hinter der von Robert Richardson (Oscar für „JFK - Tatort Dallas“) bedienten Kamera versprach. Der 80 Millionen Dollar teure Film spielte nur wenig mehr als sein Budget wieder ein und erntete auch bei der Presse lediglich durchwachsene Resonanz.
Die durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen vergebende FILMSTARTS-Kritik lag da voll im Trend. Die fast drei Stunden Laufzeit ziehen sich mitunter arg – auch weil kaum eine nennenswerte Story vorhanden ist. So heißt es bei uns dementsprechend: „Das Agenten-Thrillerdrama erstirbt trotz fabelhafter Bilder in gediegener Langeweile und kann mit seinem lethargischen Hauptcharakter keinen Kontakt zum Publikum bekommen.“
Vielleicht hätte die zweifellos interessante Entstehungsgeschichte der CIA besser mit Hilfe einer faktenreichen Dokumentation geschildert werden sollen als mit einem Charakterporträt ohne echte Dramatik, Spannung oder Emotionen. Allein technisch exzellentes Filmemachen und ein Haufen großer Stars reichen hier nicht aus, um das Publikum wirklich zu faszinieren. So ist „Der gute Hirte“, wie es in der FILMSTARTS-Kritik heißt, leider „einfach eine Enttäuschung“.
Darum geht es in "Der gute Hirte"
1939: Poesie-Liebhaber Edward Wilson (Matt Damon) besucht die renommierte Yale University in New Haven, Connecticut, und tritt dort der Studentenverbindung Skull & Bones bei. Diese ist berühmt als eine Art Brutkasten der politischen und wirtschaftlichen Elite der USA. Dort wird Wilson von dem mächtigen General und Yale-Alumni Bill Sullivan (Robert De Niro) für das Office Of Strategic Services (OSS) rekrutiert, aus dem bald darauf der US-Auslandsnachrichtendienst CIA hervorgeht.
Über die Jahre verändert die Arbeit als Geheimagent und Spion Wilsons Wesen stark. Der einst so offene und gerechtigkeitsliebende Mann vertraut irgendwann niemandem mehr – nicht einmal seiner Familie. Ehefrau Margaret (Angelina Jolie) hatte er ohnehin nur aus einer Art verdrehtem Pflichtbewusstsein heraus geheiratet, weil sie von ihm schwanger war. Als er unter enormem Druck nach einer undichten Stelle innerhalb der CIA sucht, wird schließlich sogar das Verhältnis zu seinem geliebten Sohn Edward Jr. (Eddie Redmayne) durch die stetig in Wilson wachsende Paranoia immer angespannter...
Wollt ihr wissen, wie der Stand um ein neues Abenteuer mit Matt Damons populärster Spionagefigur ist? Dann schaut flott in den folgenden Artikel rein:
"Es ist eine knifflige Sache": "The Rip"-Star Matt Damon spricht über Zukunft von "Bourne" – und welcher Punkt dafür entscheidend ist!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.