Die „Fallout“-Serie erzählt zwar eine eigene Geschichte (die zeitlich nach den zu Grunde liegenden Videospielen angesiedelt ist), fängt aber die Welt und den Vibe der Vorlage sehr werkgetreu ein. Das zeigt sich nicht nur an der Detailverliebtheit und offensichtlichen Easter Eggs, sondern auch bei der einen oder anderen Personalie, die auf das Gaming-Franchise verweist.
Einen solchen Fall bot vergangene Woche erst Folge 6 aus Staffel 2, als „Hellboy“-Star Ron Perlman einen kurzen Auftritt als Supermutant hatte, der dem gepfählten Ghul (Walton Goggins) das Leben rettet. Perlman hat nämlich in allen Hauptteilen der „Fallout“-Reihe (mit Ausnahme von „Fallout 4“) das Intro eingesprochen und somit den wahrscheinlich bekanntesten Satz aus dem Sci-Fi-Universum geprägt, der es auch in die Serie geschafft hat: „Krieg. Krieg ist immer gleich.“ (bzw. „War. War never changes.“ im Original). Obendrein hat er der Figur Butch Harris in „Fallout“ und einem Nachrichtensprecher in „Fallout 4“ seine Stimme geliehen.
Auf Ron Perlman folgt Clancy Brown
Ganz so umfangreich fällt die Beteiligung des neuesten Cameos in der „Fallout“-Serie zwar nicht aus, aber auch dieser ist wieder eine subtile Hommage an die Games. So sehen wir in einer der letzten Szenen von Folge 7 aus Staffel 2, wie Cooper Howard in einem Flashback dem letzten US-Präsidenten die Kalte-Fusions-Technologie überreicht, in der Hoffnung, dass sie bei ihm in guten Händen ist:
Amazon Prime Video
Gespielt wird dieser Präsident von dem unter anderem auch aus Film-Highlights wie „Die Verurteilten“ und „Starship Troopers“ (und Original-Sprecher von Mr. Krabs aus „SpongeBob Schwammkopf“) bekannten Clancy Brown – und auch der hat eine einschlägige „Fallout“-Vergangenheit.
So sprach er im allerersten „Fallout“-Spiel aus dem Jahr 1997 den Charakter Rhombus, seines Zeichens Anführer der Paladine und Ritter eines Zweigs der Stählernen Bruderschaft. Fast 30 Jahre später kehrt Clancy Brown dank der Serienadaption nun zum „Fallout“-Franchise zurück. Auch wenn diese Referenz wohl den wenigsten aufgefallen sein dürfte, ist es doch ein netter Fingerzeig für alle anderen. Ob das Finale der zweiten Staffel noch mal ein ähnliches Easter Egg bereithält, erfahren wir dann nächsten Mittwoch, wenn die achte und letzte Folge der zweiten „Fallout“-Season bei Amazon Prime Video erscheint.
Und falls ihr euch schon immer gefragt hat, warum der Ghul eigentlich so viel älter ist als die anderen Hauptfiguren der „Fallout“-Serie, empfehlen wir euch einen Blick in den folgenden Artikel:
Warum ist eine der Hauptfiguren aus "Fallout" schon fast 300 (!) Jahre alt? Die Ghule im Sci-Fi-Hit erklärt