Es ist eine der ersten Erfolgsgeschichten des Kinojahres 2026: Der Thriller „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ mit „Euphoria“-Star Sydney Sweeney und Amanda Seyfried (die demnächst im Musical-Epos „The Testament Of Ann Lee“ zu sehen ist) lockte bislang über 1,2 Millionen Menschen in die Kinos.
Ganz gleich, ob ihr die von „Brautalarm“-Regisseur Paul Feig inszenierte Bestseller-Adaption bereits gesehen habt und euch ungeduldig darauf freut, sie eurer Sammlung einzuverleiben, oder ob ihr sie später nachholen möchtet: Schon jetzt könnt ihr konkrete Heimkino-Pläne rund um den Hitfilm machen. Denn „The Housemaid“ erscheint am 1. Mai 2026 auf DVD, Blu-ray sowie 4K-Disc – und Vorbestellungen sind jetzt möglich!
Bei JPC* könnt ihr sogar ein 4K-Steelbook von „The Housemaid“ ordern. Und wenn ihr den Kinofilm mit seiner Vorlage vergleichen wollt: Unter anderem bei Amazon ist auch die Romanvorlage von Freida McFadden* verfügbar!
Darum geht es in "The Housemaid"
Millie (Sydney Sweeney) ist pleite und verzweifelt. Daher ist sie völlig aus dem Häuschen, als sie von Nina (Amanda Seyfried) und Andrew (Brandon Sklenar) Winchester angeheuert wird. Dass Nina irregulär von großäugiger Spitzenlaune zu garstig-zorniger Paranoia springt und Andrew in Millie lüsterne Gefühle weckt, lässt zwar alle Alarmglocken schrillen – zumal auch der Gärtner Enzo (Michele Morrone) richtig unheimlich ist.
Doch Millie hat keinerlei Alternativen zu dieser Stelle als Haushälterin. Und irgendwie ist sie zu stur, um die Flinte ins Korn zu werfen. Also beißt sie sich durch die anstrengenden Interaktionen mit der verzogenen Winchester-Tochter Cecilia (Indiana Elle) und versucht zudem, den Umgang mit der launischen Nina zu lernen. Aber das Leben im Haus der Winchesters wird von Tag zu Tag unberechenbarer...
Trash, vergeigter Edel-Thriller oder wissender Edel-Trash?
Weltweit nahm „The Housemaid“ bereits mehr als das Zehnfache seines 35-Millionen-Dollar-Budgets ein – und eine Fortsetzung ist seit Wochen abgemachte Sache (mehr dazu). Doch während sich das zahlende Publikum freudig auf die Romanverfilmung stürzt, spaltet sie die schreibende Zunft. Auch innerhalb der FILMSTARTS-Redaktion sorgt „The Housemaid“ für Uneinigkeit.
FILMSTARTS-Autor Oliver Kube etwa vergab laue 2/5 Sterne und bemängelt: „Statt sich konsequent auf den überbordenden Trash-Faktor der Vorlage einzulassen, versucht Paul Feig, aus dem Ausgangsmaterial einen Edel-Thriller à la 'Gone Girl' zu formen.“ Kollege Pascal Reis reagierte dagegen wesentlich wärmer auf den Film und bezeichnet ihn als „ein richtig fieses Vergnügen.“
Weiter schreibt er: „Besonders schön ist, dass sich Paul Feig ('Brautalarm') sich bei 'The Housemaid' der Wirkung seiner überraschenden Wendungen vollkommen bewusst ist. Jede neue Enthüllung steigert die Spannung und sorgt dafür, dass die Handlung explosiver wird.“ Auch der Verfasser dieses Heimkino-Tipps zählt sich zur Pro-Fraktion und war schon vom Auftakt an auf einer Wellenlänge mit Feigs Annäherung an diesen Stoff.
Als Seyfried ihrer verdatterten Szenenpartnerin mit weit aufgerissenen Augen die Tür öffnet und ihr kurz danach ein schmuckes, kontinentales Frühstück kredenzt, begleitet von funkelnden Blicken, manisch-strahlendem Lächeln und überflüssigem „So frühstückt man in Europa!“-Kommentar, habe ich mich diebisch kichernd in meinen Kinosessel geworfen. Und dann stolziert Seyfried alias Nina durch das große, mit glatten Flächen und spitzen Winkeln übersäte Haus und tönt mit theatralischem Sarkasmus, wie leicht man dort einen fatalen Unfall haben könnte:
Feig, Seyfried, Sweeney und die für das Skript verantwortliche „The Boys“-Autorin Rebecca Sonnenshine haben eine Gaudi mit Genreerwartungen, falschen Fährten, überdeutlicher Exposition und reißerischem Storytelling, das an Kitsch grenzt. „The Housemaid“ beginnt, wie Feigs sich kontinuierlich ins Abstruse steigernde, parodistische Thriller-Farce „Nur ein kleiner Gefallen“ endet – und hat später den Schneid, das bis dahin kichernd vorbereitete Leid seiner Figuren so schmerzlich auszuloten, dass man ein schlechtes Gewissen (aber nur ein kleines, schlechtes Gewissen) bekommen könnte, weil man sich so vorfreudig in die Lachnesseln gesetzt hat.
Es ist vielleicht eine sehr spezielle, ironische Edel-Trash-Wellenlänge, auf der „The Housemaid“ operiert. Aber eine, die aktuell trotzdem ein Millionenpublikum erreicht. Eine nochmal deutlich stärkere (und anspruchsvollere, trotzdem zugleich erfolgreichere) Achterbahnfahrt der Tonalitäten haben wir euch wiederum im folgenden Artikel genauer vorgestellt:
Verstörend und tief traurig: Diesen bahnbrechenden Klassiker mit Jack Nicholson sollte jeder Filmfan gesehen haben – jetzt neu im Heimkino*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.