Wer Werke wie „Die Unbestechlichen“, „Insider“ oder „Spotlight“ mag, dem kann der Verfasser dieses Artikels den auf realen Begebenheiten aufbauenden „The Report“ nur wärmstens empfehlen. In der Hauptrolle des von „Das Bourne Ultimatum“- und „Contagion“-Drehbuchautor Scott Z. Burns geschriebenen und inszenierten Thrillerdramas erwartet euch „Star Wars“-Bösewicht Adam Driver mit einer seiner besten Leistungen.
„The Report“ feiert am heutigen 14. Februar 2026 um 22.00 Uhr auf One deutsche Free-TV-Premiere. Eine Wiederholung folgt am 15. Februar um 23.15 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen der Flatrate-Abos von Amazon Prime Video und MagentaTV streamen.
Ein wichtiger Film
Der 2019 veröffentlichte „The Report“ befasst sich mit den Ermittlungen zu Foltermethoden der CIA bei Verhören nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Der Film basiert auf dem realen, umfangreichen Bericht eines Mitarbeiters des U.S. Senats zu diesen Fällen und einem Artikel der Journalistin Katherine Eban aus dem Magazin Vanity Fair.
Beträchtliche Teile der Handlung des unter anderem mit dem „Cinema For Peace“-Award ausgezeichneten „The Report“ finden in einem fensterlosen Kellerraum statt, in dem sich Adam Drivers Figur durch mehr als sechs Millionen Seiten Berichte und Formulare arbeiten muss. Das klingt erst einmal wenig spannend, oder? Ist es aber doch. Denn Regisseur Scott Z. Burns schafft es, darum eine konsequent beklemmend-bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, in der die Details der Ermittlungen nach und nach ein immer klarer werdendes Bild ergeben.
Wie unser Autor Markus Tschiedert in der starke 4 von 5 Sterne vergebenden FILMSTARTS-Kritik anmerkt, erinnert „The Report“ formal und in Bezug auf seine Stimmung an Genre-Beiträge aus der Hochzeit des politischen Paranoia-Kinos in den 1970ern („Die Unbestechlichen“ oder „Zeuge einer Verschwörung“), in denen häufig hoffnungslos unterlegene Protagonisten an der Übermacht des Staates oder sonstiger dunkler Mächte zerschellten. Trotz eines kräftigen Anflugs differenzierten Optimismus ist das Ganze um keinen Deut weniger kraftvoll als die Vorbilder. Wie die meisten neueren Enthüllungsfilme („Spotlight“, „Die Verlegerin“) kann „The Report“ aber doch in erster Linie als Plädoyer für mehr Rechtschaffenheit und die Widerstandskraft des Einzelnen in der Demokratie durchgehen und inspirieren.
Adam Driver ist mit seiner Mimik und Körpersprache, die blankes Entsetzen, aber auch ungebrochenen Willen, trotz aller Anfeindungen das Richtige zu tun, ausstrahlt, einfach großartig. Unterstützt wird er dabei von unter anderem Annette Bening („American Beauty“), Jon Hamm („Mad Men“), Ted Levine („Das Schweigen der Lämmer“), „Dexter“-Star Michael C. Hall, Tim Blake Nelson („O Brother, Where Art Thou?“), Corey Stoll („House Of Cards“) und Maura Tierney aus „Twisters“.
Das Drama wurde von den Amazon Studios für den hauseigenen Streaming-Services Prime Video produziert. Da man aber seine enormen Qualitäten erkannte, kam „The Report“ dankenswerterweise vor dem Start auf der Plattform zumindest noch kurz in die Kinos. Danach war er allerdings jahrelang exklusiv für Prime-Abonnent*innen zu sehen. Wer den Film auf diesem Weg noch nicht genießen konnte, sollte die heutige Möglichkeit unbedingt wahrnehmen.
Darum geht es in "The Report"
Infolge der Anschläge vom 11. September 2001 greift der US-Geheimdienst CIA verstärkt auf extreme Verhörtechniken zurück, die die Grenze zur Folter routinemäßig überschreiten. Um den Drahtziehern des Terrorkomplotts auf die Spur zu kommen und eventuelle weitere Anschläge zu verhindern, werden ethische Grundsätze des Rechtsstaates immer öfter aus den Augen verloren beziehungsweise bewusst ignoriert.
Als sich Berichte über derlei Praktiken häufen, beauftragt Senatorin Dianne Feinstein (Annette Bening) den Senats-Mitarbeiter Daniel Jones (Adam Driver), einen gigantischen Berg an Akten und Unterlagen zu durchforsten und Beteiligte zu befragen, um die geheimgehaltenen, von den Vorgesetzten der Agent*innen aber wohl zumindest inoffiziell sanktionierten Methoden ans Licht zu bringen und sie zu stoppen.
Jones Arbeit wird allerdings nicht nur von der CIA, sondern auch vom Weißen Haus massiv behindert und sabotiert. Eine Offenlegung dieses die eigenen Gesetze brechenden Verhaltens der USA soll scheinbar mit allen erdenklichen Mitteln verhindert werden…
Kürzlich wurden die Dreharbeiten zu einem neuen Militärdrama mit Adam Driver abgeschlossen. Was wir bisher zu „Alone At Dawn“ von Regisseur und Oscargewinner Ron Howard („A Beautiful Mind“) wissen, haben wir im folgenden Artikel für euch zusammengefasst:
Vom Regisseur von "A Beautiful Mind": Netflix-Star dreht mit zwei Hollywood-Größen Militär-Drama für Amazon*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.