Mit „Terminator Zero“ erhielt der legendäre, auch mit Zeitreisen ausgetragene Krieg zwischen Menschen und Maschinen 2022 auf Netflix eine neue Note. Die Anime-Serie von Autor Mattson Tomlin („The Batman 2“) spielt in einem alternativen Japan des Jahres 1997, wo Roboter bereits allgegenwärtig sind. Dort könnte ein Genie eine KI entwickeln, die noch mächtiger als Skynet ist. Der Widerstand in der Zukunft schickt eine Soldatin in der Zeit zurück, um das zu verhindern. Doch auch ein Terminator reist in die Vergangenheit...
Bereits im August 2024 erschienen die acht Episoden auf Netflix und seitdem war es verdächtig ruhig um die Serie. Es war daher bereits zu befürchten, dass sie abgesetzt wurde. Da Animationsprojekte oft länger in der Entstehung brauchen und die Arbeit komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden kann, bewahrten sich Fans allerdings weiterhin ein wenig Hoffnung. Doch jetzt stellte Macher Mattson Tomlin klar, dass es nicht weitergeht.
Zu teuer für viel zu wenig Publikum
Im Rahmen einer Frage-und-Antwort-Runde auf X (ehemals: Twitter) verriet Tomlin, dass die Serie abgesetzt wurde und begründete dies direkt: „Unterm Strich haben [die Serie] einfach nicht annähernd genug Leute gesehen.“ Das belegen auch die offiziellen Zahlen, die sogar desaströs sind. Laut Netflix kamen im gesamten Erscheinungsjahr 2024 weltweit nur 4,8 Millionen Views für „Terminator Zero“ zusammen. 2025 gab es noch einmal 800.000 Views. Die Serie war nach Erscheinen gerade einmal zwei Wochen in den globalen Top 10.
Tomlin zeigt deswegen auch Verständnis für die Absetzung und macht dem Streamingdienst keinen Vorwurf. Der sei ein „guter Partner“ gewesen, habe die Serie wirklich „großartig unterstützt“ und ihm kreative Freiheit gewährt. Doch das Problem sei einfach: „Die Serie war teuer und sehr zeitaufwendig. Der einzige Weg, wie sie das hätten rechtfertigen können, wäre gewesen, wenn das Publikum eingeschaltet hätte – und das ist einfach nicht passiert.“
Netflix bot sogar ein Finale an, doch der Macher lehnte ab
Dabei sei Netflix sogar noch mit einem Angebot auf ihn zugekommen. Ursprünglich hatte Tomlin nämlich einen Plan für insgesamt fünf Staffeln – mit einem großen, gigantischen Serienfinale. Dieses sei „etwas Besonderes“ gewesen und sogar Teil des Pitches, wegen dem er überhaupt erst das Projekt machen durfte. Daher hätte es Netflix angeblich gerne noch gesehen.
Laut Tomlin habe ihm der Streamingdienst angeboten, noch zwei oder vielleicht sogar drei Episoden zu machen, um die Geschichte abzuschließen. Doch der Autor, der laut eigener Aussage bereits alle Drehbücher für eine zweite Staffel geschrieben und „so gut wie die gesamte dritte Staffel entworfen“ habe, lehnte ab: „Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte, die ich erzählen wollte, viel länger ist, und das Finale der ersten Staffel endete eigentlich an einem guten Punkt.“
Fans machte er immerhin die Hoffnung, dass er eines Tages auf X in einem „langen Thread“ den Plan für die gesamten fünf Staffeln und die Darstellung des Zukunftskriegs enthüllen werde.
Nach "Terminator"-Enttäuschungen: James Cameron soll es richten
„Terminator Zero“ ist nicht der erste Flop, den das vor allem eng mit den ikonischen Performances von Arnold Schwarzenegger in den ersten Filmen verbundene Franchise zuletzt zu verkraften hatte. Auch im Kino misslang zuletzt jeder neue Anlauf zumindest finanziell. Sowohl „Terminator: Genisys“ als auch „Terminator: Dark Fate“, die jeweils mit der Hoffnung gestartet wurden, neue Filmreihen zu begründen, blieben an den Kassen hinter den Erwartungen zurück.
So hofft man, dass es jetzt James Cameron persönlich richten wird. Der „The Terminator“- und „Terminator 2: Tag der Abrechnung“-Regisseur will eine Story für einen möglichen siebten „Terminator“-Teil entwickeln und am Ende auch inszenieren. Ob es dazu kommen wird, steht in den Sternen, weil der Filmemacher gerade parallel eine ganze Reihe verschiedener Projekte vorbereitet. Aus denen wird er sich dann aber wahrscheinlich nur eins oder zwei aussuchen, bevor er anschließend wieder für „Avatar 4“ und „Avatar 5“ tief in die Welt von Pandora eintauchen dürfte.
Was Cameron aber für „Terminator 7“ plant, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Ich möchte neues Zeug machen": James Cameron arbeitet an "Terminator 7" – aber ohne einen wichtigen Mitstreiter