"Ich möchte neues Zeug machen": James Cameron arbeitet an "Terminator 7" – aber ohne einen wichtigen Mitstreiter
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Seit Jahren plant „Avatar 3: Fire And Ash“-Macher James Cameron einen neuen „Terminator“-Film. Jetzt hat er wohl die richtige Story, die aber ohne das Gesicht der Reihe auskommen muss.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Dass James Cameron noch mal einen „Terminator“-Film machen will, ist bekannt. Doch die reale Entwicklung in der Welt stellte ihn zuletzt vor Probleme. 2023 verriet er so, dass er erst einmal abwarten will, wie der Fortschritt der Künstlichen Intelligenz verläuft. Schließlich möchte er keinen Science-Fiction-Film machen, der sich direkt veraltet anfühlt. Auch vor wenigen Monaten gestand er noch Probleme mit dem Drehbuch ein. Er sei an einem Punkt, an dem es ihm schwerfalle, Science-Fiction zu schreiben: „Ich nicht weiß, was ich schreiben soll, das nicht von den realen Ereignissen überholt wird. Wir leben gerade in einem Science-Fiction-Zeitalter.“

Doch mittlerweile scheint er das Problem gelöst zu haben. In einem Interview mit dem Hollywood Reporter verriet Cameron, dass er sich in wenigen Monaten, wenn sich die Aufregung über „Avatar 3“ gelegt habe, so richtig in das Drehbuch zum siebten „Terminator“-Film stürzen werde.

Auch wenn Cameron auf die Frage, ob er eine Prämisse für „Terminator 7“ gefunden hat, mit einem „Ich arbeite daran“ noch ausweichend antwortet, ist das wohl der Fall. Der Hollywood Reporter will aus Camerons Grinsen bei der Antwort entnommen habe, dass die grobe Story für das nächste Kapitel der Sci-Fi-Reihe steht.

Kein Arnold Schwarzenegger mehr in "Terminator"

Ein wenig ließ sich Cameron auch schon zu seinem Projekt entlocken. So verriet er, wen wir nicht sehen werden: Arnold Schwarzenegger!

„Ich kann mit Sicherheit sagen, dass er nicht [dabei] sein wird. Es ist Zeit für eine neue Generation von Figuren. Ich hatte darauf bestanden, dass Arnold in ‚Terminator: Dark Fate‛ involviert sein musste, und es war ein großartiger Abschluss für ihn in der Rolle des T-800. Es braucht eine breitere Interpretation von Terminator und der Idee eines Zeitkriegs und Superintelligenz. Ich möchte neues Zeug machen, das die Leute sich noch nicht vorstellen.“

Es wäre übrigens der allererste „Terminator“-Film, bei dem James Cameron involviert ist, der ohne Auftritt von Arnold Schwarzenegger auskommt. Auch „Terminator: Die Erlösung“ hatte – abgesehen von einem CGI-Double – keine Arnie-Präsenz. An dem Film wirkte aber Cameron ebenfalls nicht mit.

Keine Wiederholung, sondern "neues Zeug" für "Terminator 7"

Das „neue Zeug“, welches er in seiner Aussage auch erwähnt, ist ihm sehr wichtig, wie er auch im Vergleich zu einem anderen Franchise erklärt, dass er mitgeprägt hat. Die Serie „Alien: Earth“ sei zwar „eine Menge Spaß“, aber lehne sich doch zu stark an Ridley Scotts „Alien“ und seinen eigenen „Aliens“ an. „Das ist nicht das, was ich machen werde“, erklärt er zu seinen „Terminator 7“-Plänen. Er wolle nichts machen, was schon mal getan wurde. Das interessiere ihn nicht. Er wolle künstlerisch nicht in einer Komfortzone agieren: „Die Dinge, die dir am meisten Angst machen, sind genau die Dinge, die du tun solltest.“

Auch wenn Cameron, weil er darauf angesprochen wird, nur die „Alien“-Serie erwähnt, kann man das durchaus auch als Kritik am jüngsten Kinofilm des Franchise, „Alien: Romulus“, deuten. Während es schließlich bislang ein Markenzeichen der Sci-Fi-Reihe um die Xenomorphe war, dass sich jeder Teil – oft sogar ziemlich radikal – neu erfand, war diese der erste Film, der auf Nummer sicher ging und sich darauf konzentrierte, bekannte und beliebte Elemente zu wiederholen.

Das dürfen wir von James Camerons nächstem „Terminator“-Film nicht erwarten – sofern er am Ende wirklich kommt. Denn auch wenn sich der Filmemacher als Nächstes auf dieses Sequel konzentrieren will, hat er doch laut eigener Aussage knapp ein Dutzend möglicher Projekte vor der Brust, die er angehen will. Sicher ist nur, dass er als Nächstes eine kurze Auszeit von seiner „Avatar“-Reihe nehmen wird. Deren dritter Teil, „Avatar: Fire And Ash“, läuft jetzt in den deutschen Kinos. Was die Kritik, inklusive uns, zu dem Film zu sagen hat, könnt ihr dem folgenden Artikel entnehmen:

Das gab es bei James Cameron noch nie: Die Kritiken zu "Avatar 3: Fire And Ash" sprechen eine deutliche Sprache

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