Wisst ihr noch, welcher Film der allererste war, den ihr im Kino gesehen habt? Ich habe mich lange mit dieser Frage herumgeplagt – und irgendwann hat sie so sehr an mir genagt, dass ich mir sämtliche Kinostarts des in Frage kommenden Zeitraums angesehen habe, um auf diese Weise mein frühestes Leinwand-Erlebnis zu ermitteln. Dabei kam heraus, dass ich meinen Kino-Einstand relativ spät erlebt habe – nämlich im Alter von sieben Jahren. Gesehen habe ich einen gänzlich in Vergessenheit geratenen Fantasy-Spaß: „Ein Fall für die Borger“!
Und damit bin ich sicher nicht der Einzige: Zwar floppte die Verfilmung des 1952 erschienenen Kinderbuches „Die Borger“ von Mary Norton an den Kinokassen, doch durch seine Veröffentlichung auf VHS und spätere TV-Ausstrahlungen erlangte er schließlich doch noch große Beliebtheit. Doch worum geht’s eigentlich?
Im Mittelpunkt des von Peter Hewitt („Bill & Ted’s verrückte Reise in die Zukunft“) inszenierten Abenteuers steht die winzige Familie Clock (u. a. Jim Broadbent und der spätere „Harry Potter“-Star Tom Felton in seiner ersten Kinorolle), die als sogenannte „Borger“ unentdeckt unter den Dielen der Lenders lebt und sich ihren bescheidenen Haushalt aus „geborgten“ Alltagsgegenständen wie Knöpfen oder Sicherheitsnadeln zusammenstellt.
Ihr friedliches Dasein gerät jedoch in Gefahr, als der habgierige Anwalt Ocious P. Potter („Flintstones“-Star John Goodman) das Einfamilienhaus abreißen will, um es durch einen teuren Apartment-Komplex zu ersetzen. Daraufhin starten die kleinen Untermieter mit Unterstützung von Peter (Bradley Pierce), dem Sohn der Lenders, einen trickreichen Guerilla-Kampf gegen den übermächtigen Gegner und den von ihm beauftragten Kammerjäger Jeff (Mark Williams)...
Diese Borger-Filme und -Serien gibt es noch!
Der vielfach für seine kreative Effektarbeit gelobte und in einer weiteren Nebenrolle mit dem späteren „Dr. House“-Darsteller Hugh Laurie besetzte Film war übrigens weder die erste noch die letzte Umsetzung des Stoffes:
Bereits 1992 gab es eine britische TV-Serie namens „The Borrowers“, in der Ian Holm (Bilbo Beutlin aus den „Herr der Ringe“-Filmen) die Hauptrolle übernahm. 2010 entstand unter der Ägide des berühmten Studio Ghibli eine Anime-Version („Arrietty - Die wundersame Welt der Borger“), und nur ein Jahr später erschien der Fernsehfilm „Die fantastische Welt der Borger“ mit Christopher Eccleston („Thor - The Dark Kingdom“).
Wenn ihr Kinder der 90er seid, ist die Wahrscheinlichkeit übrigens hoch, dass ihr auch den folgenden Film gesehen habt:
Jedes Kind der 90er ist mit diesem Film groß geworden – doch 36 Jahre später erinnern sich nur wenige daran!*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.