Jedes Kind der 90er ist mit diesem Film groß geworden – doch 36 Jahre später erinnern sich nur wenige daran!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 36 Jahren wurde eine absolut Hit-Serie im Kino fortgesetzt – ging dort aber ziemlich unter. Erst mit seiner Veröffentlichung auf VHS mauserte sich das Abenteuer zum Hit. Heute ist es trotzdem längst vergessen!

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Ein gemeinsames Geburtsjahr garantiert noch lange keinen identischen Erinnerungsfundus. Und doch gibt es gerade unter Millennials erstaunlich viele kulturelle Schnittmengen – besonders, wenn es um Filme geht. Wer in den 1990er-Jahren aufgewachsen ist, kam etwa an Disney-Zeichentrick-Klassikern wie „Der König der Löwen“ oder „Die Schöne und das Biest“ nicht vorbei. Das alljährliche Wiedersehen von „Kevin – Allein zu Haus“ wiederum gehörte für die meisten Kinder der 90er zu Weihnachten wie Lametta und Lebkuchen.

Neben diesen Evergreens existiert jedoch noch eine zweite Kategorie: Filme, die man mit Sicherheit irgendwann einmal gesehen hat – im Kino, im Fernsehen oder auf VHS –, die sich aber mit den Jahren still aus dem Bewusstsein verabschiedet haben. So ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr in eurer Kindheit irgendwann einmal „Balto“, „Däumeline“ oder „FernGully“ gesehen habt – aber wann habt ihr zuletzt an einen dieser Titel gedacht?

Ganz ähnlich verhält es sich mit „DuckTales: Der Film – Jäger der verlorenen Lampe“ (1990), dem Kinofilm zur gleichnamigen TV-Serie. Bei mir lief die 79 Minuten schmale „Indiana Jones“-Parodie tatsächlich rauf und runter – schließlich hatten mir Lustige Taschenbücher und Micky-Maus-Hefte bereits das Lesen beigebracht und ich war verrückt nach einfach allem, was mit Entenhausen zu tun hatte.

Ducktales: Der Film - Jäger der verlorenen Lampe
Ducktales: Der Film - Jäger der verlorenen Lampe
Starttermin 2. August 1990 | 1 Std. 14 Min.
Von Bob Hathcock, Gaëttan Brizzi, Paul Brizzi
Mit Alan Young, Russi Taylor, Terence McGovern
User-Wertung
3,2
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Im „DuckTales“-Universum erleben aus den Comics bekannte Figuren wie Dagobert Duck, seine Großneffen Tick, Trick und Track oder der glücklose Erfinder Daniel Düsentrieb sowie ein paar „neue“ Figuren wie Haushälterin Frieda mitsamt Enkelin Webby regelmäßig Abenteuer rund um den Globus. So auch in der Leinwand-Version, deren Titel natürlich nicht von ungefähr Bezug auf den Spielberg-Klassiker „Jäger des verlorenen Schatzes“ nimmt: Hier begibt sich die Enten-Crew auf die Suche nach einer sagenumwobenen magischen Lampe, die ihrem Besitzer Wünsche erfüllen soll.

Im Kino ein Flop, im Kinderzimmer ein Hit

„DuckTales: Der Film“ war an den Kinokassen kein Erfolg beschieden: Bei einem Budget von 20 Millionen US-Dollar konnte er lediglich 18,1 Millionen einspielen. Offenbar funktionierte das Format auf dem kleinen Bildschirm deutlich besser. Folgerichtig fand der Film dann auch erst mit seiner Veröffentlichung auf Videokassette ein größeres Publikum, wo er sich über die Jahre einen festen Platz im Kinderzimmer-Regal sichern konnte. Um sich langfristig im kulturellen Gedächtnis halten zu können, war das allerdings trotzdem nicht genug – womöglich, weil es sich letztendlich doch um nicht viel mehr handelte als die Verlängerung einer TV-Serie...

Um einen weiteren in Vergessenheit geratenen Disney-Zeichentrickfilm dreht sich der nachfolgende Artikel:

Kinder der 90er haben "Bernard und Bianca im Känguruland" gesehen

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