Selbst wenn sie längst nicht mehr so oft vorkommen wie noch zu ihrer Hochzeit in den 1960er-Jahren, sind Gothic-Horror-Filme – gerne auch mit Rache-Plot – natürlich weiterhin keine Seltenheit. Trotzdem fällt „Mārama“ (siehe Trailer oben) von Taratoa Stappard aus dem Rahmen: Ja, die Handlung spielt im Viktorianischen England, und ja, im Mittelpunkt steht ein Rachefeldzug. Zugleich dürfte die Protagonistin allerdings die Māori sein, die in diesem Genre eine zentrale Rolle spielt.
1859 begibt sich die Māori-Lehrerin Mary Stevens (Ariāna Osborne) nach Erhalt eines mysteriösen Briefes auf die Suche nach familiären Wahrheiten. Das Herrenhaus ihrer neuen Anstellung in Yorkshire birgt jedoch dunkle Geheimnisse. Sie stößt auf gestohlene Māori-Schätze und die Geister ihrer Ahnen, während sie gespenstige Visionen und fremde Erinnerungen vor wachsende Herausforderungen stellen …
Ist das noch mein Baby?
In seinem Sci-Fi-Horror-Thriller „Imposters“ nimmt sich der Regisseur und Autor Caleb Phillips („Brothers In Arms“) eines besonders fiesen Dilemmas an: Nachdem ein Paar sein Baby verloren hat, erfährt die Mutter Marie (Jessica Rothe) von einer Möglichkeit, es doch noch zurückzubekommen. Allerdings hegt Vater Paul (Charlie Barnett) schnell den Verdacht, dass das Baby, das sie bekommen haben, gar nicht ihr Sohn ist …
Das gab es noch nie: Zum ersten Mal zeigt das Fantasy Filmfest im Programm eine komplette Serie! Wobei: Die drei Folgen dauern zusammengenommen gerade einmal 56 Minuten – und beim Filmfest in Locarno, wo „Silence“ im vergangenen Herbst seine Weltpremiere gefeiert hat, haben vermutlich viele gar nicht gemerkt, dass sie da gerade eine Mini-Serie und keinen Film schauen. Das Konzept der Serie des auf völlig abgefahrenen Surrealismus spezialisierten „La Pietà“-Masterminds Eduardo Casanova lässt jedenfalls sofort aufhorchen. Es geht nämlich um die parallel erzählten Geschichten zweier Vampirinnen, die Jahrhunderte auseinander jeweils mit den Auswirkungen einer Pandemie zu kämpfen haben – einmal mit der Pest und einmal mit AIDS …
(Aufgrund der kurzen Dauer der Serie werden dazu auch noch Kurzfilme von Eduardo Casanova gezeigt.)
Termine für die Fantasy Filmfest Nights 2026
Festivalpässe für die Fantasy Filmfest Nights 2026 könnt ihr euch aktuell noch unter diesem Link für 150 Euro pro Person sichern. Allerdings hat die Historie gezeigt, dass diese in vereinzelten Städten sehr schnell ausverkauft sein können. Bei Interesse ist also – gerade in Hamburg und Berlin – unbedingt Eile geboten.
Der Vorverkauf für Einzelkarten beginnt dann, wenn auch das ganze Programm feststeht. Und hier sind die Termine für die kommende Festivalausgabe:
- 16. - 19. April: Berlin (Zoo Palast), Hamburg (Savoy), Köln (RESIDENZ), Nürnberg (Cinecitta’)
- 23. – 26. April: Frankfurt (Harmonie), München (City Kinos), Stuttgart (das Metropol)
Die Fantasy Filmfest Nights sind mittlerweile eine von drei Ausgaben von Deutschlands größtem und bekanntestem Genre-Festival. Hier werden an vier Tagen Filme gezeigt. Die Fantasy Filmfest White Nights (zwei Tage) finden in der Regel im Januar statt. Das eigentliche Fantasy Filmfest (acht Tage) im Herbst. FILMSTARTS ist Medienpartner.