Ein bisschen Gehirnkitzel gefällig? Dann ist der Trailer zum ASMR-Horror "Spoiling You" genau richtig!
Dobrila Kontic
Dobrila Kontic
-Freie Autorin
Zu Dobrilas Lieblingsfilmen gehört Düster-Melancholisches ("Donnie Darko") bis Dystopisches ("Children Of Men"), aber schwarzhumorigen Komödien und Satiren kann sie auch viel abgewinnen.

Ein Riesenfan trifft endlich auf die ASMR-Creatorin, deren Videos er täglich verschlingt – und ein soundzentrierter Albtraum beginnt. Schaut hier in den Trailer zu „Spoiling you“:

Flüstertöne, Geraschel, Knistern, ein gewisses Knacken – bei vielen Menschen lösen solche Geräusche wohlige Schauer aus oder gar das, was inzwischen als ASMR bekannt ist: eine autonome sensorische Meridianreaktion, die mit einem Kribbeln entlang Nacken und Wirbelsäule einhergeht.

Auf Webvideos, die solche Reaktionen triggern sollen, hat sich Content Creatorin Miss Mutter (Megan Tremethick) spezialisiert. Kostümiert als Putzfrau im Anime-Stil führt sie ihre nach Erholung suchenden Zuschauer durch bunte Videos, in denen sie mit ihren Händen ein allerlei an entspannenden Geräuschen auslöst.

Dabei ist Miss Mutter so einnehmend, dass ihr größter Fan Drew (Stephen Kerr) alles dafür geben würde, sie persönlich zu treffen. Bei einem Preisausschreiben wird ihm der Wunsch erfüllt und Drew soll erfahren, wer und was wirklich hinter Miss Mutter steckt.

Was steckt tatsächlich hinter Miss Mutter (Megan Tremethick)? British Horror Studio
Was steckt tatsächlich hinter Miss Mutter (Megan Tremethick)?

Unabhängig und ambitioniert

Hinter „Spoiling You“ steckt die aus Cornwall stammende Schauspielerin und Regisseurin Megan Tremethick, die sich mit eigens produzierten Horror-Kurzfilmen einen Namen gemacht hat, bevor sie ihr Spielfilmdebüt angegangen ist. „Spoiling You“ ist von keinem großen Studio produziert, sondern wurde unter anderem durch eine Kickstarter-Kampagne finanziert.

In der Kampagnen-Beschreibung nennt Tremethick auch ihre Inspirationen, die im japanischen Psycho-, Mystery- und Sci-Fi-Horror liegen. So heißt es dort etwas ausladend, „Spoiling You“ verbinde „die trügerische Ruhe von Takashi Miikes „Audition“ mit dem emotionalen Drama und der unheimlichen Stille von Kiyoshi Kurosawas „Pulse“. Es spiegelt auch die Faszination der dämonischen Frauen aus Yoshiaki Kawajiris „Wicked City“ und die psychologischen Verzerrungen von Satoshi Kons „Perfect Blue“ wider, mit einer Anspielung auf die erschreckende Sozialkritik von Sion Sonos „Suicide Circle“.“

Inwiefern „Spoiling You“ diesen Vorbildern nahekommt oder gar eigene Besonderheiten zu bieten hat, konnten bislang nur die Besucher des Romford Horror Festival in London feststellen. Dort wurde der Film zu Beginn dieses Jahres uraufgeführt und mit zwei Preisen ausgezeichnet: als bestes Regiedebüt und für den besten Soundtrack.

Ob und wann der Film vielleicht einen regulären Kino-Start erhält, steht noch nicht fest. Aber fürs Erste reiht sich „Spoiling You“ in die Trailerschau zu außergewöhnlichen neuen Horrorfilmen ein, die Lust auf mehr machen – hier ein weiterer:

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