Timothée Chalamet ist zurzeit in aller Munde. Kein Wunder: Wenn er sich nicht gerade mit Opernhäusern und Ballettkompanien auf der ganzen Welt anlegt, ist der 30-Jährige einer der meistgefeierten Hollywood-Stars unserer Zeit – der für seine furiose Performance in „Marty Supreme“ (der von FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher die seltene Höchstwertung von fünf Sternen spendiert bekam!) als heißer Anwärter auf den Oscar als Bester Hauptdarsteller gilt.
Da ist es für Fans natürlich interessant zu erfahren, welche Filme dem „Dune“-Star besonders am Herzen liegen. Tatsächlich hat Chalamet schon mehrmals Einblick in seinen Kinogeschmack gegeben und über ganz verschiedene Werke geschwärmt – von Lars von Triers zweiteiligem Sex-Epos „Nymphomaniac“ über „I Am Love“ seines „Call Me By Your Name“-Regisseurs Luca Guadagnino bis hin zu Éric Rohmers Nouvelle-Vague-Klassiker „Meine Nacht bei Maud“. In diesem Artikel soll es allerdings um jenen Film gehen, den Chalamet einmal als seinen definitiven Favoriten bezeichnet hat: „James White“ aus dem Jahr 2014.
In einem Interview, das Regisseur und Schauspieler Xavier Dolan („Mommy“) für das Magazin VMan mit Chalamet geführt hat, gab der gebürtige New Yorker zu Protokoll: „Mein absoluter Lieblingsfilm ist ‚James White‘ von Josh Mond. Er ist für mich der ultimative Beweis für wahre Filmkunst, weil ich gar nicht mehr sagen konnte, wo das Handwerk eigentlich aufhört – es fühlte sich einfach so an, als würde man der Reise eines echten Menschen zusehen. Josh hat ein Gespür dafür, was es bedeutet, heute am Leben zu sein.“
Das ist "James White"
„James White“ dreht sich um einen ziellosen New Yorker Mittzwanziger (gespielt von Christopher Abbott), der sein Leben zwischen exzessiven Partynächten und der emotionalen Last der Krebserkrankung seiner Mutter (Cynthia Nixon) zu navigieren versucht. Seine Premiere feierte das Drama auf dem renommierten Sundance Film Festival, wo es mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde – doch obwohl die Fachpresse überwiegend begeistert war (davon zeugt etwa ein Score von 92 Prozent bei der US-Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes), blieb dem Langfilmdebüt von Josh Mond ein deutscher Kinostart verwehrt.
Hierzulande lief er lediglich auf einzelnen Festivals, darunter dem Filmfest Hamburg, wo übrigens auch der Autor dieser Zeilen ihn gesehen hat – und ihm im Gegensatz zu Chalamet rein gar nichts abgewinnen konnte. Wenn ihr euch euer eigenes Bild machen wollt, ist das mittlerweile Gott sei Dank ohne Weiteres möglich – schließlich könnt ihr „James White“ zurzeit beim Amazon-Prime-Video-Channel Sooner streamen:
Josh Mond drehte seinen nächsten Spielfilm übrigens erst zehn Jahre später: „It Doesn't Matter“, der erneut mit Christopher Abbott in der Hauptrolle aufwartete. Seine Weltpremiere feierte der Film zwar bereits 2024 bei den Filmfestspielen von Cannes, ist jedoch bis heute international weder regulär in den Kinos noch bei einem großen Streaming-Anbieter erschienen.
Wenn ihr wissen wollt, wie Timothée Chalamets Karriere ihren Anfang nahm, dann lest doch direkt im folgenden Artikel weiter:
Heute ist er einer der größten Hollywood-Stars seiner Generation: Habt ihr den kleinen Jungen aus "Law & Order" erkannt?*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.