"Er hat mein Leben verändert": Pedro Pascal und Jenna Ortega lieben dieses epische Meisterwerk über alles
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 43 Jahren ist ein je nach Schnittfassung fünf- bzw. dreistündiges Familien-Epos erschienen, mit dem eine Regie-Legende ihren womöglich größten Film realisierte. Auch Pedro Pascal und Jenna Ortega zählen das Meisterwerk zu ihren Favoriten!

Für Fans ist es immer wieder interessant zu erfahren, welche Filme den von ihnen geschätzten Stars besonders am Herzen liegen. Ein Werk wurde sogar von gleich zwei aktuell besonders erfolgreichen Schauspieler*innen zu einem ihrer absoluten Lieblingsfilme auserkoren: „Fanny und Alexander“!

Fanny und Alexander
Fanny und Alexander
Starttermin 8. Oktober 1983 | 2 Std. 51 Min.
Von Ingmar Bergman
Mit Pernilla Allwin, Bertil Guve, Kristina Adolphson
User-Wertung
2,8

Bei dem Film handelt es sich um eine späte Regiearbeit des großen schwedischen Kino-Autoren Ingmar Bergman („Das siebente Siegel“). Nachdem er wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung (der sich später als ungerechtfertigt herausstellte) für einige Jahre nach Deutschland ausgewandert war und dort Filme wie „Das Schlangenei“ realisierte, kehrte der „Persona“-Schöpfer Anfang der 1980er-Jahre in sein Heimatland zurück – und widmete sich dort dem womöglich größten Projekt seiner Karriere.

Für „Fanny und Alexander“ wurde Bergman ein für damalige Verhältnisse riesiges Budget von 35 Millionen Schwedischen Kronen (damals etwa 14 Millionen D-Mark) zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld schuf er ein Epos von monumentalen Dimensionen: eine weitverzweigte, autobiografisch gefärbte Familiengeschichte, die sich über mehrere Jahre und zahlreiche Schauplätze erstreckt.

Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Fanny (Pernilla Alwin) und Alexander Ekdahl (Bertil Guve), die in einer wohlhabenden Theaterfamilie im Uppsala des frühen 20. Jahrhunderts aufwachsen. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters heiratet ihre Mutter (Ewa Fröling) den strengen Bischof Edvard Vergérus (Jan Malmsjö) – und für die Kinder beginnt eine Zeit der Unterdrückung, Angst und inneren Flucht in die Fantasie.

Ein Oscar, 100 Prozent auf Rotten Tomatoes und viele berühmte Fans

Bergman konzipierte den Film ursprünglich als 326-minütige Fernsehserie, die in fünf Teilen im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Später kam „Fanny und Alexander“ in einer auf rund drei Stunden eingekürzten Kinofassung auch auf die Leinwand. Auf diese Weise qualifizierte er sich auch für die Oscars, wo er als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde – übrigens als dritter Bergman-Film nach „Die Jungfrauenquelle“ und „Wie in einem Spiegel“. Weitere Goldstatuen gab es für Kamera, Ausstattung und Kostüme.

100 Prozent auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes belegen, dass es sich bei „Fanny und Alexander“ um ein absolutes Meisterwerk handelt. Wenig überraschend hat er auch zahlreiche prominente Fans. Die Oscar-Gewinner Bong Joon-ho („Parasite“) und Barry Jenkins („Moonlight“) zählen ihn zu ihren Haupteinflüssen, ebenso wie „Nosferatu“-Macher Robert Eggers. Auch die japanische Regie-Legende Akira Kurosawa („Die sieben Samurai“) war ein erklärter Bewunderer des Films.

"Fanny und Alexander" hat Jenna Ortegas Leben verändert

Und dann sind da noch Pedro Pascal und Jenna Ortega! Pascal, durch insgesamt vier Filme im Kino (u.a. „The Fantastic Four: First Steps“) sowie die zweite Staffel von „The Last Of Us“ in diesem Jahr so omnipräsent wie wohl kein anderer Schauspieler, zählte „Fanny und Alexander“ gegenüber Letterboxd als einen seiner vier Lieblingsfilme auf.

Und auch Ortega nannte ihn als allererstes, nachdem das Magazin Elle sie nach Filmen fragte, die einen besonders starken Eindruck auf die gemacht haben: „Ich habe gerade ‚Fanny und Alexander‘ gesehen, und er hat mein Leben verändert“, so der „Wednesday“-Star. In welcher Version die beiden ihn gesehen haben, ist nicht bekannt – in Deutschland ist zurzeit leider nur die kürzere Kino-Schnittfassung erhältlich, u.a. im Abo von Amazon Prime Video:

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Ingmar Bergman um einen der wichtigsten Filmemacher der Kinogeschichte. Doch auch wenn er vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen wurde, stößt man bei näherer Beschäftigung mit dem „Szenen einer Ehe“-Regisseur schnell auf tatsächlich problematische Aspekte. Stellan Skarsgård („Dune“), der 1983 mit Bergman zusammengearbeitet hat, nennt ihn sogar einen Nazi! Was dahintersteckt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

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