Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass „Twisters“-Regisseur Lee Isaac Chung aufgrund kreativer Differenzen aus dem geplanten Prequel zu „Ocean’s Eleven“ ausgestiegen ist. Mit Margot Robbie und Bradley Cooper als Gaunerpärchen in den Hauptrollen soll der Film die Eltern von George Clooneys Danny Ocean aus der Original-Reihe sowie damit natürlich auch von Sandra Bullocks Debbie Ocean aus dem Spin-off „Ocean’s 8“ in den Mittelpunkt stellen. Inhaltlich steht eine Diebestour rund um den Grand Prix in Monaco in den 1960er-Jahren im Fokus der Erzählung.
Nach dem Ausstieg des eigentlich eingeplanten Regisseurs stand direkt ein generelles Fragezeichen hinter dem Projekt. Denn mittlerweile wird bekanntlich mit George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon „Ocean's 14“, also ein richtiges Sequel zur Original-Reihe, entwickelt. Braucht es da überhaupt noch einen zweiten „Ocean's“-Film? Einige Hollywood-Insider spekulierten daher, dass das Prequel, welches zu einem Zeitpunkt angekündigt wurde, als noch niemand mit einer weiteren Fortsetzung rechnete, eingestampft wird. Doch dem ist nicht so.
Bradley Cooper soll "Ocean's"-Prequel jetzt selbst machen
FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt brachte in unserem Artikel über den Ausstieg von Chung bereits eine Möglichkeit ins Spiel: Womöglich könnte ja Bradley Cooper die Regie übernehmen. Damit hat er einen guten Riecher bewiesen. Denn der Hollywood-Experte Matthew Belloni berichtet jetzt, dass genau dies der Plan ist. Bradley Cooper werde sich nicht nur um die Regie, sondern auch das Drehbuch kümmern. Ein entsprechender Vertrag ist zwar noch nicht unterzeichnet, aber es klingt so, als wäre das nur Formsache. Das Ziel sei es sogar, noch 2026 zu drehen – was durchaus eine Überraschung ist (dazu später gleich noch mehr).
Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Bradley Cooper selbst ursprünglich auch nur als Ersatz zur Schauspielrolle in dem Projekt kam. Ursprünglich war Ryan Gosling für die männliche Hauptrolle vorgesehen, stieg dann aber aus. Für Cooper, der bereits „A Star Is Born“, „Maestro“ sowie den am 19. März 2026 in den deutschen Kinos startenden „Is This Thing On?“ inszenierte, wäre es die vierte Regie-Arbeit.
Es würde dazu führen, dass die beiden Stars des Prequels eine große Macht auf sich vereinen würden. Denn Margot Robbie produziert den Film mit ihrer eigenen Firma und hat so auch schon eine große kreative Kontrolle.
Kommen jetzt 2027 zwei "Ocean's"-Filme?
Belloni ist einer der am besten vernetzten Insider Hollywoods – und in der Branche so angesehen und gefürchtet, dass sein Podcast sogar in Seth Rogens Satire-Serie „The Studio“ eine Rolle spielt. Daher gehen wir davon aus, dass seine Informationen sehr fundiert sind. Sollte das Prequel trotz der Verzögerungen mit dem Regie-Wechsel noch 2026 gedreht werden, entstehen in diesem Jahr dann voraussichtlich zwei Filme aus ein und derselben Reihe. Auch „Ocean's 14“ soll nämlich 2026 gedreht werden.
Damit kämen beide für einen Kinostart 2027 in Betracht. Will Warner wirklich beide Filme innerhalb eines Jahres ins Rennen schicken? Das klingt sehr ungewöhnlich. Aber womöglich geht man davon aus, dass sie mit komplett unterschiedlicher Besetzung und den sich massiv unterscheidenden Settings (1960er-Jahre vs. Gegenwart) verschieden sind, um das zu rechtfertigen. Es bleibt auf jeden Fall interessant, wie es mit der Reihe fast ein Jahrzehnt nach dem bislang letzten Film, dem Spin-off „Ocean's 8“ von 2018, weitergeht.
Auch zu einer noch größeren Marke aus dem Hause Warner gab es gerade Neuigkeiten. Was bei DC passiert ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Vorbereitung für "Justice League"? Weiterer DC-Held neben Superman in "Man Of Tomorrow"