In der vergangenen Nacht war es endlich so weit: Die Oscars wurden zum 98. Mal verliehen und viele Filmfans rund um den Globus fieberten dem Ereignis entgegen. Dabei gingen die diesjährigen Academy Awards sogar schon lange vor der Verleihung in die Geschichtsbücher ein: Mit sage und schreibe 16 Nominierungen stellte „Blood & Sinners“ einen neuen Rekord auf!
Ryan Cooglers Blues-getriebene Melange aus Südstaaten-Epos und Horror-Spektakel, die ihr aktuell übrigens im Abo bei WOW* (auch via Amazon Prime Video*!) streamen könnt, musste sich am Ende zwar in den beiden Hauptkategorien geschlagen geben. Doch obwohl Paul Thomas Anderson und „One Battle After Another“ als Bester Regisseur und Bester Film prämiert wurden, sorgte auch „Blood & Sinners“ für Gesprächsstoff.
Alle Gewinner der Oscars 2026: Das ist der beste Film des JahresRegisseur Coolger wurde nicht nur in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch ausgezeichnet, zudem gab es auch den Goldjungen für die Beste Musik. Noch viel spannender ist allerdings, dass der zunächst haushohe Favorit Timothée Chalamet („Marty Supreme“) tatsächlich noch einmal verdrängt wurde – und am Ende Michael B. Jordan für seine Doppelrolle in „Blood & Sinners“ ausgezeichnet wurde. Geradezu historisch ist allerdings die vierte Sparte, in der das bildgewaltige Blutsauger-Abenteuer prämiert wurde:
"Blood & Sinners" und Autumn Durald Arkapaw schreiben Oscar-Geschichte
Denn Oscar Nummer 4 gab es für die Beste Kamera, in Person von Autumn Durald Arkapaw. Und in einer Welt, in der Chancengleichheit herrscht, wäre das auch nicht weiter der Rede wert. Gerade in Anbetracht der Historie, die die Oscars eben mitbringen, könnte die gestrige Nacht jedoch eine Wende bedeuten – und die Türen für viele Filmschaffende öffnen.
Denn so unglaublich es scheinen mag: In fast 100 Jahren wurden erst vier Frauen (!) in der Kategorie Beste Kamera nominiert. Und Arkapaw ist nun sogar die allererste Frau, die jemals in dieser Rubrik mit dem Oscar bedacht wurde – nachdem Rachel Morrison („Mudbound“, 2018), Ari Wegner („The Power Of The Dog“, 2021) und Mandy Walker („Elvis“, 2022) noch leer ausgingen. Darüber hinaus ist sie die erste Person of Colour, die den Preis erhielt.
Dementsprechend gerührt zeigte sich die 46-jährige Kalifornierin auch. Ihre Auszeichnung könne die Leben vieler Mädchen verändern und als Inspiration für junge Kamerafrauen dienen, so die frischgebackene Preisträgerin. Arkapaw führte übrigens auch schon bei Cooglers „Black Panther: Wakanda Forever“ die Kamera und wird demnächst auch bei dessen „Akte X“-Reboot für die Bilder verantwortlich zeichnen.
In der gestrigen Oscarnacht wurden aber auch noch weitere außergewöhnliche Geschichten geschrieben. Eine solche könnt ihr hier nachlesen:
Nach über 40 Jahren Wartezeit: Dank Gruseliger Horror-Rolle gibt es einen neuen Oscar-Rekord*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.