Es ist eine alte Kinoweisheit, dass in den ersten Monaten des Jahres meist nur die liegengebliebenen Horror-Filme, die dann in der Regel auch wenig bis gar nichts taugen, in die Kinos kommen. In diesem Jahr gab es aber nicht nur mit dem Publikums-Megahit „Scream 7“ eine Ausnahme. Ausgerechnet im Wettbewerb der Berlinale haben wir mit „Nighborn“ unsere erste große Horror-Entdeckung des Jahres gemacht! Der so fiese wie blutige und schwarzhumorige Baby-Horror von „Hatching“-Regisseurin Hanna Bergholm begeistert mit einem vom Nachwuchs völlig überforderten Ruper Grint (Ron Weasly aus den „Harry Potter“-Filmen) in der Hauptrolle.
Jetzt ist auch klar, wo ihr „Nightborn“ in Deutschland im Kino schauen könnt – nämlich bei den Fantasy Filmfest Nights! Weil es bis zum offiziellen deutschen Kinostart am 6. August noch solange hin ist, gibt es aktuell noch nicht mal einen Trailer, aber vielleicht können wir euch den Film mit dem Fazit meiner offiziellen FILMSTARTS-Kritik zu „Nightborn“ ja schmackhaft machen: „Eine grandios garstige und ungemein unterhaltsame Horror-Groteske, die mehr noch als der sich verschärfende Klimawandel und die aus dem Ruder laufende weltpolitische Lage dafür sorgen wird, dass so manch eine(r) den eigenen Kinderwunsch noch einmal überdenkt.“
Ein Toronto-Tipp als Eröffnungsfilm
„Obsession - Du sollst mich lieben“ (Trailer siehe oben) zählt zu den Filmen, über die beim letztjährigen Toronto Filmfestival alle diskutiert haben – und jetzt kommt er endlich auch nach Deutschland! Eine passendere Wahl als Eröffnungsfilm könnte man sich kaum vorstellen, schließlich bleiben so im Anschluss noch drei weitere Festivaltage, um das Gesehene zu diskutieren (und zu verarbeiten). Schließlich ist bereits die Prämisse der blutigen Manosphere-Groteske eine pure Provokation des eigentlich für seine Internet-Sketchshow „That’s a Bad Idea“ bekannten Curry Barker, der hier Drehbuch und Regie gemeinsam verantwortet:
Die verzweifelte Sehnsucht eines jungen Mannes nach seiner platonischen Liebe setzt einen unheilvollen Zauber frei. Als Romantiker zerbricht Bear (Michael Johnston) den mysteriösen „One Wish Willow“, um das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen. Doch der erfüllte Wunsch hat eine düstere Kehrseite: Nikki (Inde Navarrette) entwickelt eine unkontrollierbare Fixierung, bis sie schließlich zu Bears Schatten wird. Was wie eine Fantasie erscheint, wird zum Albtraum, in dem sie ihre Identität verliert und deutlich wird, dass manche Wünsche einen hohen Preis fordern …
Snuff-Schocker
Sein Echtzeit-Grusel-Horror „The Silent House“ bekam in Rekordschnelle ein Hollywood-Remake mit Marvel-Star Elizabeth Olsen. Bei den Fantasy Filmfest Nights läuft mit „The Whisper“ nun der neue Schocker des uruguayischen Horror-Spezialisten Gustavo Hernández:
Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater suchen die Geschwister Lucía (Ana Clara Guanco) und Adrián (Marcelo Michinaux) Zuflucht in einer abgelegenen Villa. Durch eine versteckte Mikro-Kamera an einer Katze stößt Lucía jedoch auf eine verstörende Entdeckung: Die Nachbarn scheinen Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein, das Mädchen entführt, um brutale Snuff-Filme zu produzieren. Als die Geschwister zu viel erfahren, geraten auch sie ins Visier der Gruppe. Während Lucía alles daransetzt, ihren Bruder zu schützen, holt sie eine dunkle Familiengeschichte ein …
Klassisches Abenteuerkino der epischen Sorte
Nicht nur im Fußball zahlt Saudi-Arabien Wahnsinnspreise. Mit einem gigantischen Blockbuster-Budget von 150 Millionen Dollar hat sich auch „Planet der Affen“-Mastermind Rupert Wyatt in die Wüste locken lassen, um dort mit Stars wie „Captain America“-Darsteller Anthony Mackie und Oscargewinner Ben Kingsley („Iron Man 3“) eine alte Legende als moderner Blockbuster zu adaptieren. Nach Ende der Dreharbeiten lag „Desert Warrior“ allerdings erst einmal vier Jahre lang rum, bis er endlich fertiggestellt wurde.
Oft nicht das beste Zeichen, aber wir haben „Desert Warrior“ bereits bei seiner Weltpremiere beim Red Sea International Film Festival gesehen – und fanden ihn zumindest für Fans klassischer Historien-Epen, von denen es ja leider nicht mehr allzu viele gibt, durchaus sehenswert. So lautet das Fazit der offiziellen FILMSTARTS-Kritik von Michael Meyns zu „Desert Warrior“: „Vor allem im letzten Drittel findet das bildgewaltige Wüstenabenteuer dann aber doch noch zu einer epischen Größe und überzeugt so zumindest auf den letzten Metern noch als eindrucksvoller Abenteuerfilm.“
Termine für die Fantasy Filmfest Nights 2026
Festivalpässe für die Fantasy Filmfest Nights 2026 könnt ihr euch aktuell noch unter diesem Link für 150 Euro pro Person sichern. In Hamburg und Berlin sind sie bereits ausverkauft. Bei Interesse an Dauerkarten für die übrigen Städte ist also unbedingt Eile geboten.
Der Vorverkauf für Einzelkarten beginnt dann, wenn auch das ganze Programm feststeht. Und hier sind die Termine für die kommende Festivalausgabe:
- 16. - 19. April: Berlin (Zoo Palast), Hamburg (Savoy), Köln (RESIDENZ), Nürnberg (Cinecitta’)
- 23. – 26. April: Frankfurt (Harmonie), München (City Kinos), Stuttgart (das Metropol)
Die Fantasy Filmfest Nights sind mittlerweile eine von drei Ausgaben von Deutschlands größtem und bekanntestem Genre-Festival. Hier werden an vier Tagen Filme gezeigt. Die Fantasy Filmfest White Nights (zwei Tage) finden in der Regel im Januar statt. Das eigentliche Fantasy Filmfest (acht Tage) im Herbst. FILMSTARTS ist Medienpartner.