Ein früher Durchbruch als Schauspieler in Hollywood hat nicht zwangsläufig und allein mit Talent zu tun – häufig braucht es gute Kontakte, genügend finanziellen Rückhalt oder auch einfach das nötige Quäntchen Glück, um endlich für die eine türöffnende Rolle gecastet zu werden. Pedro Pascal, nun seit Jahren ein gefeierter Serien- und Filmstar, der es inzwischen ins Star Wars-Franchise („The Mandalorian“) und ins Marvel Cinematic Universe (als Mr. Fantastic in „The Fantastic Four: First Steps“) geschafft hat, kann davon ein Liedchen singen.
Denn bevor Pascal in seiner Rolle als Oberyn Martell in der vierten Staffel von „Game of Thrones“ 2014 endlich seinen Durchbruch erlebte, musste er sich etliche Jahre mit gelegentlichen TV-Auftritten über Wasser halten und kam dabei mehr schlecht als recht über die Runden. So war er in kleinen Rollen in Krimiformaten wie „New York Cops – NYPD Blue“, „Without a Trace – Spurlos verschwunden“, „Law & Order“ zu sehen – und, siehe Foto, in einer Folge der bis heute heißgeliebten Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“.
Twentieth Century Fox Television
Freundlich und kurzlebig: Pedro Pascal im Buffyverse
Pedro Pascals Auftritt in „Buffy – Im Bann der Dämonen“ findet in der ersten Episode der vierten Staffel statt: Nachdem Buffy (Sarah Michelle Gellar) im vorangegangenen Staffelfinale ihre High School und Sunnydale erneut gerettet hat, fängt sie ein Studium am örtlichen College an. Wie die meisten Erstsemester ist sie hoffnungslos überfordert: Ihre Mitbewohnerin im Studentenwohnheim ist seltsam, ein Professor putzt sie in der Vorlesung runter und überhaupt fühlt sich das Campusleben ungewohnt für Buffy an.
Doch als sie am Abend den freundlichen, ebenfalls überforderten Eddie (Pedro Pascal) kennenlernt, der sich auf dem Weg zu seinem Wohnheim verirrt hat, findet Buffy gleich einen Draht zu ihm und fühlt sich nicht mehr ganz so fehl am Platz. Schade nur, dass Eddie kurz nach diesem Kennenlernen von einer Horde Vampiren überfallen wird und dann später selbst zum Blutsauger mutiert, den Buffy erlegen muss. Die Lebenserwartung von Jugendlichen in Sunnydale, einer am Höllenschlund erbauten Stadt, ist nun mal eher gering…
"Der Grund, warum ich durchhalten und nicht aufgeben konnte."
Gerade mal 24 Jahre alt war Pedro Pascal, als diese Folge von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ 1999 ausgestrahlt wurde. Und obwohl damals noch viele solcher kleinen TV-Auftritte vor ihm lagen, sollte dieser eine besonderen Wert für ihn erlangen. Als er 2024 den Screen Actors Guild Award für seine Rolle in der Zombie-Serie „The Last Of Us“ gewann, verriet er dem Magazin Entertainment Tonight, weshalb ihm der Job bei „Buffy“ an einem besonders prekären Punkt in seinem Leben wohl die Schauspielkarriere gerettet hat:
„Meine Einstiegsphase dauerte etwa 15 Jahre. Und ich spreche hier davon, zum Arzt gehen zu können, krank zu werden, operiert zu werden – na ja, meine Miete zu bezahlen. Als ich weniger als sieben Dollar auf meinem Konto hatte, kam eine Tantieme aus „Buffy – Im Bann der Dämonen“ rein und rettete mir den Tag. Das ist wirklich der Grund, warum ich durchhalten und nicht aufgeben konnte.“
Buffy sei Dank, dass Pascal weitermachen konnte! Hier könnt ihr Pascals denkwürdige Worte und einige seiner Erinnerungen an den Dreh der „Buffy“-Episode sehen:
Obwohl sich viele „Buffy“-Fans darauf gefreut haben, wird aus dem geplanten Reboot der Serie leider nichts. Hier erfahrt ihr mehr dazu:
Fans können es nicht fassen: "Buffy"-Legende Sarah Michelle Gellar enthüllt bittere Wahrheit über geplanten Reboot