Von „Nosferatu - Der Untote“ über „The Toxic Avenger“ bis hin zu „Frankenstein“: Allein 2025 gab es zahlreiche Beispiele, die veranschaulichten, dass die in den 2000ern so richtig auf Touren gekommene Welle an Horror-Remakes in Hollywood bis heute nicht zum Erliegen gekommen ist. Zugleich stellen die erwähnten Filme unter Beweis, wie unterschiedlich Neuverfilmungen doch sein können.
Remakes wird oft bereits vorab mit Skepsis begegnet. Doch auch wenn wir in der Vergangenheit zahlreiche lauwarme Aufgüsse allseits beliebter Klassiker ertragen mussten, verbergen sich unter den zahllosen 1:1-Kopien und ideenlosen Neuerfindungen auch einige nennens- sowie vor allem sehenswerte Ausnahmen. Eine solche gab es im vergangenen Dezember etwa in den deutschen Kinos zu sehen – und ab dieser Woche nun auch im Heimkino: „Silent Night, Deadly Night“ erscheint am 26. März auf DVD und Blu-ray!
Das Remake des gleichnamigen, hierzulande auch als „Stille Nacht - Horror Nacht“ bekannten Weihnachts-Slashers von 1984 ist bereits digital im Streaming (u.a. bei Amazon Prime Video*) verfügbar und erscheint im Laufe der Woche also endlich auch auf Scheibe. Und wir finden: Nachdem das kreative Festtags-Gemetzel im Kino noch ein Stück weit unterging, lohnt sich das Nachholen für Fans zünftiger Old-School-Schlachtplatten spätestens jetzt! Natürlich erscheint der Film – wie auch schon im Kino – komplett ungekürzt, freigegeben ab 18 Jahren.
"Silent Night, Deadly Night": Wendungsreicher Splatter-Horror
Nachdem Regisseur Mike P. Nelson bereits die „Wrong Turn“-Reihe mit „The Foundation“ ein Stück weit neu erfand, wagte er sich mit seinem neuen Film an einen echten Klassiker des Slasher-Kinos – und ehrt diesen nicht nur mit ikonischen Kills (inklusive Schlitten-Enthauptung und Hirschgeweih-Spieß!) sowie mit dem einen oder anderen Twist, den man so nicht unbedingt kommen sieht. „Darüber hinaus stellt er die Story aber komplett auf den Kopf – und das auf ziemlich clevere Weise“, hält FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner Kritik fest, in der er am Ende gute 3,5 von 5 möglichen Sternen vergab.
Inhaltlich dürfen sich Fans des berühmten Vorbilds aber zumindest soweit auf Altbekanntes einstellen, bis Nelson das Ganze gekonnt unterwandert. Im Zentrum steht so auch diesmal wieder Billy Chapman (grandios besetzt mit „Halloween Ends“-Hauptdarsteller Rohan Campbell), der im Kindesalter mitansehen musste, wie seine Eltern einem brutalen, als Weihnachtsmann verkleideten Killer zum Opfer fielen. Viele Jahre später hört der mittlerweile erwachsene Billy immer noch eine Stimme, die ihm jeden Dezember aufs Neue befiehlt, nun selbst Leute um die Ecke zu bringen, die ihm zufolge einen Platz auf der Unartigen-Liste verdient haben. Und er tut alles dafür, um die Stimme nicht zu enttäuschen...
Richtiges Weihnachts-Feeling mag zum Heimkino-Start Ende März vielleicht nicht unbedingt aufkommen, doch wie wir spätestens seit „Halloween“ wissen und auch „Thanksgiving“ unter Beweis stellte, funktionieren gute Gruselgeschichten das ganze Jahr über – auch wenn ihr Titel womöglich etwas anderes suggeriert!
Ihr habt ein Faible für Horror-Kino fernab der Norm? Dann könnte auch die verrückte Genre-Melange etwas für euch sein, um die es im nachfolgenden Artikel geht:
Neu im Heimkino: Diesen irren Mix aus Vampir-Horror und Martial-Arts-Kracher kennt ihr bestimmt noch nicht!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.