81 Jahre, 102 Filme, 8 Oscar-Nominierungen: Einer der größten Stars aller Zeiten stellte sogar einen Rekord auf
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Er wurde für acht Oscars nominiert, ging aber jedes Mal leer aus. Vor 23 Jahren erhielt er immerhin eine Statue für sein Lebenswerk. Hier erfahrt ihr, um welche Hollywood-Legende es geht.

Warner Bros. / PLAION PICTURES

Bis zu seinem ersten Oscar hat Leonardo DiCaprio einen langen Weg zurücklegen müssen. Bereits 1994 konnte er zum ersten Mal auf eine der begehrten Goldstatuen hoffen (für „Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa“), doch erst 22 Jahre und 5 Nominierungen später hielt er dank seines physischen Einsatzes in „The Revenant – Der Rückkehrer“ seinen ersten Academy Award in den Händen.

Über die Jahre wurde es schon zu einer Art Running Gag, dass DiCaprio ständig nominiert wurde, aber jedes Mal leer ausging. Doch das ist noch gar nichts gegen die Oscar-Historie von Peter O'Toole – der wurde nämlich insgesamt acht Mal nominiert, ohne ein einziges Mal zu gewinnen.

8 Oscar-Nominierungen in 44 Jahren – und kein einziger Gewinn!

Peter O'Toole wurde 81 Jahre alt und spielte in seiner 53-jährigen Karriere in mehr als 100 Filmen mit. Acht Mal hatte er in dieser Zeit die Chance auf einen Oscar als Bester Hauptdarsteller – zum ersten Mal im Jahr 1963, kurz nach dem Beginn seiner Leinwand-Karriere. Bei seiner ersten Hauptrolle handelte es sich nämlich direkt um die Titelfigur in einem der berühmtesten Filme aller Zeiten: „Lawrence von Arabien“.

Lawrence von Arabien
Lawrence von Arabien
Starttermin 15. März 1963 | 3 Std. 36 Min.
Von David Lean
Mit Peter O'Toole, Alec Guinness, Omar Sharif
Pressekritiken
4,8
User-Wertung
4,4
Filmstarts
5,0

Das von David Lean inszenierte Monumental-Epos war mit sieben gewonnenen Preisen (darunter Bester Film und Beste Regie) der große Gewinner der 35. Oscar-Verleihung. Doch ausgerechnet Peter O'Toole stand am Ende mit leeren Händen da – gewonnen hatte damals Gregory Peck („Wer die Nachtigall stört“).

Drei Jahre später stand der Ire erneut auf der Nominiertenliste – wieder für ein Historien-Epos: „Becket“, in dem er den englischen König Heinrich II. verkörperte. Die Verfilmung des gleichnamigen Bühnenstücks von Jean Anouilh zählte mit insgesamt zwölf Nominierungen zu den großen Favoriten, konnte aber lediglich eine Trophäe für das Beste adaptierte Drehbuch gewinnen. Bester Hauptdarsteller wurde Rex Harrison („My Fair Lady“).

So ging es in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten immer weiter – denn O'Toole wurde noch sechs Mal erfolglos nominiert:

Einen kleinen Trost für diese Verlustserie gab es immerhin im Jahr 2003, denn da bekam O'Toole einen verdienten Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Seine Dankesrede leitete er mit den Worten ein: „Der ewige Zweite? [Anm.: O'Toole verwendete die schwer ins Deutsche übertragbare Redewendung ‚Always a bridesmaid, never a bride‘] Von wegen! Mein Oscar bleibt bei mir, bis dass der Tod uns scheidet.“

O'Toole war übrigens bis zu seinem Tod im Jahr 2013 als Schauspieler aktiv und feierte vor allem mit historischen Stoffen weitere Erfolge, darunter „Troja“ (siehe Titelbild dieses Artikels) an der Seite von Brad Pitt oder die Hit-Serie „Die Tudors“. Sein allerletzter Film – der in Kasachstan produzierte Action-Thriller „The Whole World At My Feet“ – erschien zwei Jahre später posthum.

Mit einer Schauspielerin teilt sich Peter O'Toole übrigens seinen Negativrekord, wenngleich sie zumindest noch eine Chance auf ihren großen Moment hat. Oder wird auch sie irgendwann mit einem Ehren-Oscar vertröstet ? Im nachfolgenden Artikel erfahrt ihr, um welche Hollywood-Ikone es geht:

43 Jahre Karriere, 61 Filme, 8 Oscar-Nominierungen – und bis heute kein Gewinn: Dieser Hollywood-Superstar ging bei jeder Verleihung leer aus!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren