76 Jahre, über 60 Filme, 21 (!) Oscar-Nominierungen: Diese Hollywood-Legende hält einen Rekord, den ihr so schnell niemand streitig machen kann
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Mit insgesamt 21 Oscar-Nominierungen ist eine Schauspielerin die absolute Rekordhalterin – und das mit so großem Abstand, dass es noch sehr, sehr lange dauern wird, bis ein anderer Star auch nur in ihre Nähe kommt. Hier erfahrt ihr, um wen es geht.

LEONINE

Am morgigen Sonntag, den 15. März 2026, werden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 98. Mal die Oscars verliehen. In den Schauspiel-Kategorien zählen u. a. Timothée Chalamet („Marty Supreme“), Leonardo DiCaprio („One Battle After Another“), Jessie Buckley („Hamnet“) und Delroy Lindo („Blood & Sinners“) zu den großen Favoriten. Eines ist dabei klar – für diese wie auch für die kommenden Oscar-Zeremonien: Der Nominierungsrekord einer legendären Schauspielerin wird noch sehr, sehr lange unangetastet bleiben.

Bei den gewonnenen Oscars hat zwar bislang Katharine Hepburn („Rat mal, wer zum Essen kommt“) die Nase vorn – mit insgesamt vier Trophäen (allesamt als Beste Hauptdarstellerin) ist die 2003 verstorbene Hollywood-Legende seit mittlerweile 45 Jahren die einsame Rekordhalterin. Nominiert wurde sie allerdings „nur“ 12 Mal – und damit 9 Mal weniger als Meryl Streep! Ganze 21 Mal konnte die 76-Jährige bereits auf einen Academy Award hoffen, was sie zur unangefochtenen Spitzenreiterin macht.

Meryl Streep bekam schon für ihre zweite Filmrolle eine Oscar-Nominierung

Nachdem sie ihre ersten Schritte im Theater gemacht hatte, gab Streep im Jahr 1977 ihr Kinodebüt – mit einer Nebenrolle im Drama „Julia“. Bereits für ihre zweite Leinwand-Rolle in Michael Ciminos Vietnamkriegs-Epos „Die durch die Hölle gehen“ bekam sie ihre erste Oscar-Nominierung. Während der Film selbst zum großen Gewinner der Verleihung wurde, musste sich die damals etwa 30-jährige Jungschauspielerin aber Jane Fonda („Coming Home“) geschlagen geben.

Die durch die Hölle gehen
Die durch die Hölle gehen
Starttermin 8. März 1979 | 3 Std. 04 Min.
Von Michael Cimino
Mit Robert De Niro, Christopher Walken, Meryl Streep
Pressekritiken
5,0
User-Wertung
4,3
Filmstarts
5,0

Nur ein Jahr später durfte Streep den begehrten Goldjungen aber erstmals in den Händen halten: Für ihre Rolle im Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer konnte sie sich 1980 u. a. gegen ihre Leinwandpartnerin Jane Alexander durchsetzen. Von da an stand die in New Jersey geborene US-Amerikanerin fast jährlich auf der Nominiertenliste ...

... und 1983 wurde sie dann auch erstmals als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Prämiert wurde sie für die Titelrolle in der Literaturverfilmung „Sophies Entscheidung“, zu ihren Konkurrentinnen zählten Stars wie Jessica Lange („Frances“) oder Sissy Spacek („Vermisst“).

Alle weiteren Nominierungen zu nennen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Zu den Filmen, die Streep in den folgenden Jahren und Jahrzehnten erneut zur Oscar-Anwärterin machten, zählen Titel wie „Jenseits von Afrika“, „Die Brücken am Fluss“ oder „Der Teufel trägt Prada“. Im Jahr 2012 wurde sie dann schließlich dank ihrer Darstellung der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher in „Die Eiserne Lady“ zur dreifachen Oscar-Preisträgerin.

Darum wird Meryl Streeps Rekord noch lange unangestastet bleiben

Streeps bis dato letzte Nominierung liegt acht Jahre zurück – 2018 ging sie mit Steven Spielbergs Journalismus-Drama „Die Verlegerin“ ins Oscar-Rennen. Doch selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass die „Mamma Mia!“-Mimin nie wieder für den noch immer wichtigsten Filmpreis der Welt in Frage kommt, wird ihr Rekord noch lange bestehen bleiben. Denn den zweiten Platz teilt sich Katharine Hepburn nur mit Jack Nicholson, der mittlerweile 88 Jahre alt ist und vor mittlerweile 16 Jahren zuletzt vor die Kamera trat.

Mit jeweils 11 (Bette Davis) bzw. 10 (Laurence Olivier) Nominierungen folgen auf der Liste der meistnominierten Schauspieler*innen zwei weitere bereits verstorbene Kino-Ikonen, und auch von den neunfach nominierten Stars sind zwei – Spencer Tracy und Paul Newman – nicht mehr am Leben. Dass es Denzel Washington (71 Jahre alt) und Al Pacino (85) noch gelingt, zu Streep aufzuschließen, ist wiederum mehr als unwahrscheinlich.

Eine berühmte Schauspiel-Kollegin, die auch schon einmal gegen Meryl Streep verloren hat, ging bei den Oscars übrigens bereits acht (!) Mal leer aus – was sie ebenfalls zur Rekordhalterin macht, allerdings einer traurigen. Um wen es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

43 Jahre Karriere, 61 Filme, 8 Oscar-Nominierungen – und bis heute kein Gewinn: Dieser Hollywood-Superstar ging bei jeder Verleihung leer aus!
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