Angefangen bei der ikonischen „James Bond“-Reihe über die „Bourne“-Filme mit Matt Damon bis hin zum aktuellen Prime-Video-Hit „Reacher“: Es ist wahrlich nichts Neues, dass Buchreihen als Grundlage für große Action-Unterhaltung herhalten und das durchaus zu Erfolg führen kann. Dass nun eine Adaption der einst von Autor Don Pendleton erfundenen „The Executioner“-Romane kommen soll, ist dennoch besonders. Vor allem aus einem Grund – der auf den Namen Shane Black hört.
Wie der Hollywood Reporter zunächst exklusiv berichtete, soll Shane Black daran arbeiten, die Pulp-Bücher fürs Kino aufzubereiten – und dafür einmal mehr mit seinem langjährigen Partner, dem legendären Hollywood-Produzenten Joel Silver zusammenarbeiten.
Silver ist bekannt dafür, Klassiker wie „Stirb langsam“, „Demolition Man“ und „Matrix“ auf den Weg gebracht zu haben und arbeitete im Laufe der Jahre immer wieder mit den ganz Großen des Action-Kinos – nicht zuletzt auch mit Black. Joel Silver produzierte so etwa auch schon die von Shane Black geschriebenen Kultfilme „Lethal Weapon“, „Last Action Hero“ und „Last Boy Scout“ sowie auch „Kiss Kiss Bang Bang“ und „The Nice Guys“, bei denen Black Regie führte.
Shane Black macht "The Executioner"
War die Rechtslage um die „Executioner“-Buchreihe lange Zeit kompliziert, konnte sich Sony Pictures nun die gesamte Marke einverleiben – und plant nun natürlich, aus dieser möglichst viel zu machen. Und mit dem auf schlagfertige Dialoge, coole Helden und satte Action spezialisierten Shane Black hat man sich zweifelsohne den perfekten Mann für dieses Unterfangen geangelt. Bereits bestätigt ist, dass er als Drehbuchautor fungieren wird – doch sei es durchaus denkbar, dass er am Ende auch auf dem Regiestuhl Platz nimmt.
Bei den „Executioner“-Büchern handelt es sich um eine insgesamt mehr als 450 (!) Geschichten umfassende Reihe, die von 1969 bis 2020 auf beeindruckend konsequente und konstante Weise fortgeführt wurde. Im Zentrum steht dabei der hochdekorierte Vietnamkriegs-Veteran und ehemalige Sniper Mack Bolan, der es als Ein-Mann-Armee mit der Mafia, Terroristen, dem KGB, Cyber-Kriminellen und jeder Menge weiteren Verbrechern aufnimmt.
Der Titelheld ist eine knallharte Killermaschine und ein amerikanischer Held, wie er im Buche steht – der keinen Feind scheut, immer die richtige Taktik für seine Missionen parat hat und dabei auch seine hünenhafte Physis einsetzt. Auch wenn er gerne drauf los ballert, entwickelt die Waffe auf zwei Beinen mit seiner muskulösen Statur die Kraft einer regelrechten Naturgewalt – und erinnert so durchaus auch an den von Alan Ritchson gespielten Jack Reacher. Auch wenn dessen jüngsten Auftritte eher moderne Thriller-Kost bieten, während Mack Bolan eher für reißerische Männer-Abenteuer steht.
Inwiefern Shane Black jenen Zeitgeist nahtlos übernimmt oder die ursprünglichen Geschichten doch ein wenig der heutigen Zeit anpasst, bleibt abzuwarten. Auch wer den titelgebenden Henker in „The Executioner“ spielen soll, ist noch nicht bekannt.
Stallone, Reynolds, & McQueen wollten auch schon Mack Bolan spielen
In Hollywood versuchten sich schon viele daran, „The Executioner“ ins Kino zu bringen. Doch sowohl William Friedkins geplante Verfilmung mit „Rambo“-Star Sylvester Stallone als auch die Versuche mit Burt Reynolds („Ein ausgekochtes Schlitzohr“) und Steve McQueen („Bullitt“) scheiterten. Jetzt aber soll es endlich so weit sein – und ist ein erster Film erfolgreich, dürften wohl schon bald Pläne für ein riesiges Franchise geschmiedet werden. Erst einmal gilt es aber, das (erste von möglicherweise vielen) Projekt auch tatsächlich auf die Beine zu stellen.
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