Wer kennt es nicht? Mit dem Anlaufen der Credits springen viele Kinogänger*innen sofort aus ihren Sitzen! Aber wenn Marvel-Filme uns eine Sache gelehrt haben, dann, dass man bis zum Ende des Abspanns sitzen bleiben sollte. So ehrt man nicht nur die Arbeit der an der Entstehung des Films beteiligten Personen, sondern verpasst auch keine eventuell nachgeschobene Szenen, die etwas über kommende Filme und Projekte verraten.
Auch bei „Der Super Mario Galaxy Film“ solltet ihr nicht sofort aus dem Saal stürmen – schließlich verabschiedet euch der turbulente Animationsspaß gleich mit zwei weiteren Szenen. Und diese geben sogar einen Ausblick auf die Zukunft der Reihe.
Bekommen wir ein "Star Fox"-Spin-off?
In der Mid-Credit-Szene sehen wir zunächst Bowser und seinen Sohn Bowser Jr., die vom nihilistischen Stern aus „Der Super Mario Bros. Film“ malträtiert werden. War dieser im Vorgänger-Abenteuer noch gemeinsam mit Luigi im Schloss von Bowser gefangen, hat er es nun selbst zum Wärter geschafft. Die Freude an der mentalen Qual scheint er auch im neuen Job nicht verloren zu haben. Das ist nicht mehr als ein kurzer Gag, aber zugleich auch ein herrlich fieses Comeback einer der schrägsten Figuren aus „Der Super Mario Bros. Film“.
Viel spannender gestaltet sich jedoch der zweite Teil der Mid-Credit-Szene, in dem es ein Wiedersehen mit Weltraum-Pilot Fox McCloud (im Original von Glen Powell gesprochen) gibt. Dieser wurde als Belohnung für die Rettung der Sternenprinzessin Rosalina mit den nötigen Materialien versorgt, um in seine Heimatdimension zurückzukehren. Wir sehen ihn in seinen Arwing steigen und in die Ferne entschwinden – ob er es jemals nach Hause schaffen wird, ist dabei eine Geschichte, die in einem folgenden Film erzählt werden könnte.
Ganz unwahrscheinlich ist ein „Star Fox“ Solofilm dabei nicht, schließlich handelt es sich wie auch bei Mario um eine beliebte Nintendo-Figur mit einer reichen Hintergrundgeschichte. Die Abenteuer von Fox McCloud, Falco Lombardi und dem Mechaniker Slippy Toad wurden schließlich nicht nur in den Games, sondern auch in Comics fortgeführt. Und ein intergalaktisches Solo-Abenteuer, das vielleicht einen bisschen ernsteren Ton anschlägt als die Mario-Filme, wäre durchaus eine willkommene Erweiterung des Nintendo-Universums.
Wer ist die geheimnisvolle Fremde in der Post-Credit-Szene?
Zudem gibt es noch eine Post-Credit-Szene, in der wir in jene Hubwelt zurückkehren, in der Toad und Prinzessin Peach auf Don Banano getroffen sind. Und tatsächlich scheint der diebische Affe nichts aus seiner vorherigen Abreibung gelernt zu haben – und vergreift sich diesmal an einem Whittle-Touristen. Doch der Langfinger kann gestoppt werden – und zwar von einer weiteren bekannten Nintendo-Figur: Prinzessin Daisy. Die royale Hoheit feiert hier endlich ihr Leinwand-Debüt.
Ähnlich wie auch Prinzessin Peach herrscht auch Daisy über ein Land der Super-Mario-Welt – und gab bereits auf dem Gameboy ihr Debüt. Denn tatsächlich spielt der Klassiker „Super Mario Land“ nicht im Pilz-Königreich, sondern in Sarasaland (ebenfalls ein Land der Pilz-Welt), über das Daisy regiert. Dieses besteht aus den vier Königreichen Birabuto, Muda, Easton und Tschai. Es ist also gut möglich, dass uns ein weiterer „Super Mario“-Film an diese exotischen Orte entführt.
Wenn ihr wissen möchtet, was FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen vom „Der Super Mario Galaxy Film“ hält, dann schaut doch einfach in unsere Videokritik: