Der erfolgreichste Kino-Film aller Zeiten von Amazon: So viel hat "Der Astronaut - Project Hail Mary" bisher eingespielt
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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Dystopien wie in „Fahrenheit 451“, Mysterien wie in „Inception“, Sci-Fi und fremde Welten wie in „Dune“: Spannende Realitätsfluchten faszinieren Annemarie.

Die aktuellen Kino-Charts werden in Deutschland und den USA ganz klar von einem Film dominiert: „Der Astronaut - Project Hail Mary“ mit Ryan Gosling und Sandra Hüller. Mit dem Sci-Fi-Abenteuer hat Amazon MGM aufs richtige Pferd gesetzt.

Ein Highschool-Lehrer (Ryan Gosling) bricht zur Menschheitsrettung auf und alle wollen es sehen: Auch in der zweiten Spielwoche fährt das Sci-Fi-Abenteuer „Der Astronaut – Project Hail Mary“ mit der wohl schönsten Bromance des Kinojahres starke Zahlen ein. In Deutschland strömten am vergangenen Wochenende noch einmal knapp 230.000 Besucher*innen für die Adaption des Romans von „Der Marsianer“-Autor Andy Weir ins Kino. Für Produktionsstudio Amazon MGM dürften aber vor allem die weltweiten Zahlen für „Der Astronaut“ von Interesse sein.

Denn nachdem der Science-Fiction-Blockbuster dem Studio bereits den besten Start einer hauseigenen Filmproduktion seit der Firmenfusion von Amazon und MGM Anfang 2022 beschert hatte, ist „Der Astronaut - Project Hail Mary“ jetzt sogar der erfolgreichste Film überhaupt für Amazon MGM. Und dabei ist die Kinoauswertung von „Der Astronaut“ noch nicht einmal beendet! Aktuell steht das Weltraum-Abenteuer bei 300,8 Millionen US-Dollar Einnahmen an den weltweiten Kinokassen.

"Der Astronaut" hat trotzdem noch einen weiten Weg vor sich

Damit hat „Der Astronaut“ die weltweiten Einnahmen von „Creed III: Rocky’s Legacy“, dem bisherigen Rekordhalter für die Amazon MGM Studios, jetzt schon überrundet. Das Boxer-Drama mit Michael B. Jordan in der Hauptrolle konnte zum Ende seiner Spielzeit 276,1 Millionen US-Dollar Einnahmen an den weltweiten Kinokassen für sich verbuchen. Damit ist „Der Astronaut“ jetzt schon klar erfolgreicher – bringt aber auch ein deutlich höheres Budget mit, muss also insgesamt mehr einspielen, um rentabel zu sein.

Hatte „Creed III“ Produktionskosten von geschätzten 75 Millionen Dollar, bringt es „Der Astronaut“ auf ein kolportiertes Budget von saftigen 200 Millionen Dollar. Nach der groben Faustregel, bei der ein Film rund das 2,5-fache seines Budgets einspielen muss, um profitabel zu sein, hat „Der Astronaut“ also durchaus noch einiges an Weg für sich, um bei den somit angepeilten 500 Millionen Dollar Einspielergebnis zu landen.

Außer Acht zu lassen ist in diesem Fall aber nicht die Tatsache, dass „Der Astronaut“ beim Streamingdienst Amazon Prime Video landen wird, womöglich erst als VoD und später im Abo, und dort weiter Geld machen bzw. Watchtime generieren wird. Auch Merchandise rund um das beliebte Alien Rocky wird Geld in die Kassen spülen. „Der Astronaut“ ist also nicht allein auf Erfolg an den Kinokassen angewiesen.

Deutsche Kino-Charts: "Der Astronaut" vor "Horst Schlämmer"

Dass er diesen trotzdem hat, ist nicht von der Hand zu weisen, und über die Osterfeiertage dürften – vor allem auch durch die starken Kritiken für den Film und die gute Mundpropaganda – wohl noch so einige einen Besuch von „Der Astronaut“ einplanen. In Deutschland dürfte die bisherige Gesamtbesucherzahl von 585.000 Kinogänger*innen dann noch einmal ordentlich wachsen.

Während Der Astronaut - Project Hail Mary laut der Zahlen von The Spot aktuell den ersten Platz in den deutschen Kino-Charts belegt, hat sich auf dem zweiten Platz eine deutsche Produktion breitgemacht: Der Neustart „Horst Schlämmer sucht das Glück“ mit Hape Kerkeling in seiner titelgebenden Kultrolle lockte bislang rund 187.000 Menschen in die Kinos.

Horst Schlämmer sucht das Glück
Horst Schlämmer sucht das Glück
Starttermin 26. März 2026 | 1 Std. 33 Min.
Von Sven Unterwaldt
Mit Hape Kerkeling, Tahnee Schaffarczyk, Meltem Kaptan
User-Wertung
2,6
Filmstarts
3,0
Vorführungen (702)

Die Top-3 der deutschen Kinocharts schließt der Pixar-AnimationsfilmHoppersab, dem weitere 170.000 verkaufte Tickets dazu verhalfen, Besuchermillionär zu werden. Auf den Plätzen 4 und 5 platzierten sich die Colleen-Hoover-Verfilmung Für immer ein Teil von Dir - Reminders Of Him(106.000 Tickets) und der Jason-Statham-Actioner Shelter (78.000 Tickets).

Die „Der Astronaut“-Regisseure Phil Lord und Christopher Miller waren übrigens einmal an einem „Star Wars“-Projekt beteiligt, das dann aber in die Hände von Hollywood-Veteran Ron Howard gelegt wurde. Warum diese Entscheidung womöglich doch nicht richtig war, erfahrt ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen:

Wegen "Der Astronaut": Spätestens jetzt werden sich Kathleen Kennedy und die "Star Wars"-Verantwortlichen in den Hintern beißen

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