Knallharte Action heute im TV: DC- & "Fast & Furious"-Superstar in seinem besten Solo-Kracher
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Krachende Schießereien, gigantische Explosionen und ein Held, der den Bösewichten volle Kanne einschenkt: Was gibt es zum abendlichen Relaxen vor dem Bildschirm Besseres als einen deftigen Action-Reißer? Heute könnt ihr so einen im Free-TV sehen.

Mal ehrlich, wer von euch schon etwas älteren Filmfans hätte vor 20 Jahren gedacht, dass der damals noch hauptberuflich als Wrestler tätige John Cena mal zu einem der Topstars in Hollywood avancieren könnte? Nur weil man im Ring 17 Mal WWE-Weltmeister geworden ist, heißt das ja nicht automatisch, dass die Eroberung der großen Leinwand einem Kinderspiel gleichkommt.

Aber der Mann aus West Newbury in Massachusetts hat genau das geschafft und ist unter anderem dank großer Parts in Mega-Franchises wie der „Fast & Furious“-Saga oder als auf den DC-Comics basierender Superheld „Peacemaker“ im Kino und im Streaming ein echter Publikumsliebling geworden. Am späteren Abend könnt ihr den Titel im Free-TV sehen, mit dem Cena seine Schauspielkarriere begann und der nach unserer Meinung noch immer der wohl beste Film mit ihm als unumstrittenem Star der Chose ist:

The Marine“ läuft am heutigen 7. April 2026 um 22.30 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt am 8. April um 23.50 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Klopper aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+* streamen. Wer diese Termine verpasst und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann ansonsten auf Video-on-Demand ausweichen:

Härte und Humor

Die wenigsten Einzelgänge der Zweite-Reihe-Akteur*innen des mittlerweile doch recht großen „Fast & Furious“-Ensembles sind wirklich bemerkenswert. Oder kennt ihr einen Film mit Jordana Brewster, Michelle Rodriguez, Ludacris oder Tyrese Gibson in der Hauptrolle, den ihr als rundum gelungen bezeichnen würdet?

Auch „The Marine“ mit Ex-Wrestler John Cena (er gibt den Bruder von Vin Diesels Dom Toretto in den Auto-Spektakeln) ist alles andere als ein Meisterwerk. Dafür ist schon die Handlung viel zu platt. Im direkten Vergleich zu den meisten der anderen Cena-Solostreifen wie „Zwölf Runden“, „Freelance“, „Ricky Stanicky“ oder dem unsäglichen „Chaos auf der Feuerwache“ bietet „The Marine“ aber absolut solide Unterhaltung.

Wie in der von unserem Action-Experten Björn Becher verfassten, 3 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik analysiert, hatte Cena schauspielerisch hier durchaus noch einiges zu lernen. So war von dem augenzwinkernden Charisma und dem sympathisch selbstironischen Charme, den er etwa in der DC-Kultserie „Peacemaker“ so locker und leicht versprüht, noch nichts zu sehen. Dafür ist das Ganze aber nicht nur mit erfrischend wenig CGI und dafür viel handgemachten Set-Pieces gedreht, sondern hat auch ein angenehmes Tempo und bietet vor allem eine Qualität, die vielen anderen Beiträgen zum Hauruck-Sujet allzu oft abgeht:

„The Marine“ nimmt sich, seine Geschichte, die Figuren und das ganze Drumherum, trotz knackiger Härte und deftiger Gewalt, nie wirklich todernst. Die größten Trümpfe von Regisseur John Bonito („Carjacked“) sind dabei die Darsteller der Bösewichte: der hünenhafte Anthony Ray Parker aus „Matrix“, Ex-Profi-Footballer Damon Gibson, „Spartacus“-Recke Manu Bennett und vor allem „Terminator 2“-Fiesling Robert Patrick. Sie spielen ihre Charaktere allesamt sehr geschickt zwischen extrem gefährlich anmutenden Psychopathen und lächerlichen Witzfiguren. Das macht Spaß und ist exakt die Art von Humor, die ein solcher Film braucht.

The Marine
The Marine
Starttermin 13. Oktober 2006 | 1 Std. 33 Min.
Von John Bonito
Mit John Cena, Robert Patrick, Kelly Carlson
Pressekritiken
2,0
User-Wertung
2,0
Filmstarts
3,0
Auf Disney+ streamen

Also schaltet „The Marine“ doch einfach mal ein und schaut, ob ihr euch nicht auch sehr schnell auf die Wellenlänge des unterhaltsamen Reißers einpegeln könnt.

"The Marine": Das ist die Story

Um einige in der Klemme steckende Kameraden zu retten, missachtet Marinesoldat John Triton (John Cena) bei einem Kampfeinsatz während des Irakkriegs die Befehle seiner Vorgesetzten. Seine Freunde überleben zwar, aber Triton wird nun wegen Insubordination unehrenhaft aus dem Dienst entlassen. Ähnliches passiert ihm bei seinem nächsten Job als Sicherheitsmann in einem Büro: Wegen Anwendung roher Gewalt darf der Muskelprotz auch hier schnell wieder seinen Spind ausräumen und nach Hause gehen.

Um den ganzen Ärger zu vergessen, will Triton mit seiner Gattin Kate (Kelly Carlson aus „Nip/Tuck“) erst einmal für ein paar Tage zum Abschalten in die Berge fahren. Allerdings sucht sich das Paar auf dem Weg dorthin den falschen Truck-Stop für einen Zwischenhalt aus. Dort tanken nämlich auch der nach einem blutigen Juwelenraub flüchtige Gangster Rome (Robert Patrick) und sein Team.

Als dann auch noch ein paar Cops auftauchen, kommt es zu einem deftigen Feuergefecht. Am Ende türmen Rome und seine Schergen mit Kate als Geisel. Dabei begehen sie den für sie folgenschweren Fehler, Triton am Leben zu lassen. Der heftet sich nämlich nach einer kurzen Regenerationsphase an ihre Fersen und macht den Gangstern auf ihrer Flucht durch die Sümpfe die Hölle heiß.

Ihr wollt wissen, was John Cena als Nächstes macht? Dann schaut fix noch in den folgenden Artikel rein:

Ein Netflix-Film über ein Problem, das jeder kennt: John Cena schnappt sich eine der Hauptrollen!

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