TV-Tipp: Ein packender Serienkiller-Thriller mit "Alien"-Star Sigourney Weaver in einer ihrer besten Rollen!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Mittlerweile hat „Copykill“ satte 30 Jahre auf dem Buckel. Das merkt man dem clever Spannung aufbauenden und auch atmosphärisch exquisiten Film allerdings überhaupt nicht an. Nicht zuletzt, weil der hochkarätige Cast absolut erstklassig agiert.

3sat zeigt „Copykill“ am heutigen 10. April 2026 um 22.35 Uhr und FILMSTARTS-Autor Oliver Kube empfiehlt euch dringend einzuschalten.

Alternativ können Abonennt*innen den FSK-16-Titel aktuell ohne Aufpreis bei Disney+* und Amazon Prime Video sowie im Programm von Netflix streamen.

Eine Atmosphäre der Angst

Das Schweigen der Lämmer“, „Sieben“, „Barton Fink“, „Mann beißt Hund“, „Serial Mom“, „Basic Instinct“ und „Summer Of Sam“ – die 1990er haben viele der besten Filme mit Serienkiller*innen überhaupt hervorgebracht. Nach Ansicht des Autors dieser Zeilen muss auch „Copykill“ (Originaltitel: „Copycat“) von „Verlockende Falle“-Regisseur Jon Amiel dringend dazu gezählt werden. Und das nicht nur dank der spannend aufgebauten Story, der klugen Charakterisierung der Figuren und des düsteren Szenarios, sondern auch und gerade aufgrund hochwertiger schauspielerischer Leistungen.

Für mich gibt Sigourney Weaver hier neben „Alien“ und „Der Eissturm“ eine ihrer besten, weil emotional vielschichtigsten Vorstellungen. Mit unter anderem der immer exzellenten Holly Hunter („Das Piano“), Will Patton („Armageddon“), Dermot Mulroney („Die Hochzeit meines besten Freundes“) sowie dem sich brillant psychopathisch gebenden Jazz- und Popsänger Harry Connick Jr. („Independence Day“) hat sie zudem eine beachtlich prominente Reihe ebenfalls top agierender Co-Stars an ihrer Seite.

Was „Copykill“ zusätzlich zur aufregenden und mit diversen, selbst für ein in diesem Sujet erfahrenes Publikum selten voraussehbaren Wendungen versehenen Killerjagd so interessant macht, ist ein sonst kaum verwendeter Ansatz. Denn wie in unserer FILMSTARTS-Kritik beschrieben, stehen die Morde, ihre Planung und Durchführung hier längst nicht allein im Mittelpunkt der Handlung. Dieser wird häufig von der Atmosphäre der Angst und den Möglichkeiten, sie zu bekämpfen beziehungsweise sie zu überwinden, eingenommen – enorm effektiv begleitet vom Score des „Sinister“-Komponisten Christopher Young. So präsentiert sich „Copykill“ nicht nur als packender Spannungsfilm, sondern auch als stimmiges Psychodrama.

Copykill
Copykill
Starttermin 26. Oktober 1995 | 2 Std. 04 Min.
Von Jon Amiel
Mit Sigourney Weaver, Holly Hunter, Dermot Mulroney
Pressekritiken
4,2
User-Wertung
3,7
Filmstarts
3,5
Auf Disney+ streamen

"Copykill": Das ist die Story

Die in San Francisco lebende Dr. Helen Hudson (Sigourney Weaver) ist eine berühmte Psychologin. Sie gilt als Expertin auf dem Gebiet der Serienkiller und ist erfolgreiche Autorin zahlreicher Bestseller zum Thema. Eines Tages droht sie dann allerdings selbst zum Opfer des brutalen Daryll Lee Cullum (Harry Connick Jr.) zu werden, dem sie nur knapp entkommen kann. Traumatisiert zieht Hudson sich komplett aus der Öffentlichkeit zurück und verkriecht sich in ihrem Apartment.

Fortan sind ihr PC und ihr Assistent (John Rothman, „Ausnahmezustand“) ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Sogar die Anfrage der Cops Monahan (Holly Hunter) und Goetz (Dermot Mulroney), ihnen bei einer Mordserie zu helfen, lehnt sie ab. Als sich dann jedoch die Leichen in der Stadt häufen, begreift Hudson, dass auch sie selbst wieder in Gefahr sein könnte. Mordet der Täter doch nach einem Muster, das ihr nur allzu bekannt vorkommt…

Kürzlich kam neuer Schwung in die Gerüchte um ein „Alien“-Comeback von Sigourney Weaver. Im folgenden Artikel lest ihr alles, was dazu bisher bekannt ist:

Nach "Alien: Earth": Sigourney Weaver will neuen "Alien"-Film drehen – und es gab bereits erste Gespräche!

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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