Stan Lee ist eine Marvel-Legende, aber sein Lieblings-Superheld stammt von DC: Es ist weder Batman noch Superman!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

Der Comic-Schöpfer Stan Lee ist die Marvel-Ikone schlechthin! Im Marvel Cinematic Universe hat er vor seinem Tod deshalb mehr als 20 (!) Cameo-Auftritte absolviert. Gerade deshalb verwundert die Wahl seines persönlichen Lieblings nur umso mehr …

Stan Lee war – nur mit einer kurzen Unterbrechung – mehr als 30 Jahre lang der wichtigste kreative Kopf und Chefredakteur von Marvel Comics. Dass es heutzutage derart viele ikonische Superheld*innen gibt, verdanken wir zu einem guten Teil seiner ganz besonderen Hingabe an seinen Job. Gemeinsam mit weiteren Legenden wie Steve Ditko oder Jack Kirby schuf er bahnbrechende Charaktere wie Spider-Man, Iron Man, Thor, den Hulk, die Fantastischen Vier oder Scarlet Witch. Er wusste besser als jeder andere, was genau ein guter Charakter an sich haben muss, um ein möglichst großes Publikum zu erreichen.

Trotz seines so umfangreichen wie einflussreichen Marvel-Vermächtnisses hatte Stan Lee einen persönlichen Lieblingscharakter, der gerade nicht von Marvel, sondern von der größten Konkurrenz DC Comics stammt. Allerdings ist es keiner der üblichen Verdächtigen wie Batman oder Superman, sondern erstaunlicherweise eine Figur aus der zweiten Reihe: Lobo! Auf der Fan Expo Canada 2012 zögerte das Comic-Genie nicht, zuzugeben, dass sein Lieblings-Superheld von DC stamme, selbst wenn „man ihn wohl nicht wirklich als Helden“ bezeichnen könne.

Lobo kommt noch dieses Jahr ins Kino

Lobo wurde 1983 von Roger Slifer und Keith Giffen erschaffen. Bei der Figur handelt es sich um einen Außerirdischen, der für die totale Ausrottung seiner eigenen Rasse durch einen von ihm selbst entwickelten biologischen Kampfstoff verantwortlich ist. Seitdem wurde er zum interstellaren Söldner und Kopfgeldjäger. Ursprünglich wurde er als Parodie auf die „düsteren und gewalttätigen“ Antihelden geboren, die zu dieser Zeit besonders in Mode waren, darunter etwa Marvel-Charaktere wie Wolverine oder der Punisher. Aber dann gefiel er den Verantwortlichen (und Fans) so gut, dass er zu einer eigenständigen Comic-Figur ausgebaut wurde.

Leider ist Stan Lee bereits 2018 im Alter von 95 Jahren verstorben. Deshalb wird er den ersten Leinwandauftritt seines Lieblings nicht mehr selbst erleben – denn der ist tatsächlich nur noch wenige Wochen entfernt: Bereits am 25. Juli 2026 startet „Supergirl“ (Trailer siehe oben) in den deutschen Kinos – und zwar mit Lobo, der in dem DC-Blockbuster von Craig Gillespie sein Live-Action-Debüt geben wird.

Jason Momoa als Lobo

Schon im Jahr 2023 – bevor er überhaupt von DC-Movies-Mastermind James Gunn für die Rolle angefragt wurde – kommentierte Jason Momoa („Aquaman“) auf YouTube, dass er schon seit langer Zeit ein Fan des Charakters sei: „Ich sammle Comics zwar nicht mehr so sehr wie früher, aber er war schon immer mein Favorit. Ich wollte Lobo schon immer spielen, weil ich mir dachte: ‚Hallo? Es ist die perfekte Rolle‘. Also, hört zu: Wenn sie mich anrufen und mich bitten, ihn zu spielen, ist das ein verdammtes Ja.“

Zu diesem Zeitpunkt beklagte er sich noch, keinen Anruf erhalten zu haben, betonte aber, dass er offen für jedes Angebot sei: „Wenn sie mich jemals anrufen und fragen, ob ich ihn spiele oder zum Vorsprechen komme, werde ich da sein.“ Inzwischen ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen …

Und was Stan Lees umfangreiches Vermächtnis angeht – offenbar kommt da bald noch etwas besonders Abgefahrenes auf uns zu:

Nach mehr als 55 Jahren: Horrorfilm von FSK-18-Splatter-Ikone und Marvel-Legende Stan Lee (!) soll endlich gedreht werden

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Ein thematisch ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer Schwesternseite Sensacine erschienen.

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