"Ich habe im Kino noch nie so viel gelacht": Keanu Reeves ist ein riesiger Fan dieser Kult-Komödie
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.

„John Wick“-Darsteller Keanu Reeves ist nicht nur einer der größten Actionstars, er lacht auch gern – vor allem im Kinosaal. Ganz besonders hat es ihm ein mittlerweile 55 Jahre alter Komödien-Klassiker angetan.

Heutige Zuschauer*innen denken bei dem Namen Keanu Reeves vor allem an Actionfilme. Schuld daran ist vor allem das „John Wick“-Franchise, in dem der 61-Jährige bereits vier Mal als der titelgebende Auftragskiller zu sehen war. Doch auch wenn Reeves zusätzlich in Genre-Klassikern wie „Gefährliche Brandung“, „Speed“ sowie natürlich der „Matrix“-Reihe auftrat, verfügt seine Karriere noch über ein zweites Standbein: die Komödie!

Erst am vergangenen Freitag ist auf AppleTV die unter der Regie von Jonah Hill entstandene Hollywood-Satire „Outcome“ mit Reeves in der Hauptrolle erschienen, vergangenes Jahr überzeugte der Kanadier in „Good Fortune“. Und bereits seinen großen Durchbruch hatte der Schauspieler Ende der 1980er-Jahre einer Komödie zu verdanken: „Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit“.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass auch einer der absoluten Lieblingsfilme von Keanu Reeves dieser Gattung angehört. Als die Filmplattform Letterboxd ihn nach seinen vier Favoriten fragte, nannte er David Lynchs surrealistischen Schwarz-Weiß-Albtraum „Eraserhead“, den ersten „Star Wars“-Blockbuster, Abel Gances Stummfilm-Epos „Napoleon“ – und Harold und Maude“ aus dem Jahr 1971, in dem es um einen 18-Jährigen (Bud Cort) geht, der sich in eine 59 Jahre ältere Frau (Ruth Gordon) verliebt.

Harold und Maude
Harold und Maude
Starttermin 19. April 1974 | 1 Std. 31 Min.
Von Hal Ashby
Mit Ruth Gordon, Bud Cort, Vivian Pickles
Pressekritiken
3,3
User-Wertung
4,1
Filmstarts
5,0

Die von Hal Ashby („Das letzte Kommando“) inszenierte schwarzhumorige Tragikomödie gilt längst als Kult-Klassiker, was auch die seltene Höchstwertung von fünf Sternen in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik untermauert. Für Reeves stellt sie sogar so etwas die den Höhepunkt des Leinwand-Humors dar. Gegenüber Letterboxd gab er zu Protokoll:

„Ich war noch ein Teenager und ging oft ins Kino, als ich ‚Harold und Maude‘ gesehen habe. Da gibt es diese Szene mit seinem Arm. Er ist bei diesem Treffen, holt ein Beil heraus und beginnt, sich damit auf den Arm zu schlagen. Ich habe im Kino noch nie so viel gelacht – wirklich nie. Es war großartig.“

Die von Reeves angesprochene Szene ist exemplarisch für die Humorfarbe des Films: Der emotional entfremdete Harold verschreckt sein Date mit einer grotesken Schockeinlage, indem er sich scheinbar den Arm zerhackt. Gerade durch seine Plötzlichkeit in Verbindung mit dem heftigen Erwartungsbruch ist dieser Moment in die Kinogeschichte eingegangen.

Um einen Keanu-Reeves-Film, der weder mit Action noch mit Comedy sonderlich viel zu tun hat, dreht sich übrigens der nachfolgende Artikel:

Dieser viel zu unbekannte Endzeit-Horrorfilm zeigt Jim Carrey, Keanu Reeves und Jason Momoa in ihren ungewöhnlichsten Rollen

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Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

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