Beinahe jeden Tag kommen bei den Streaming-Anbietern neue Titel hinzu – Filme, Serien, Mini-Serien und Dokus. Da verliert man schnell mal den Durchblick. Aber zum Glück habt ihr uns! Woche für Woche suchen wir im Angebot von Amazon Prime Video für euch nach empfehlenswerten Klassikern, übersehenen Filmperlen und absoluten Geheimtipps, die mit gültigem Abo kostenlos abrufbar sind.
Diesmal: Ein spannender Thriller mit „kulinarischem“ Nervenkitzel, ein ins späte 21. Jahrhundert entführendes Sci-Fi-Drama und ein gesellschaftskritischer Western-Klassiker, der mit gängigen (Wild-West-) Heldenmythen bricht.
"The Menu" (2022)
Ihr mögt intelligente, schwarzhumorige Filme mit einer ordentlichen Prise Konsumkritik? Dann solltet ihr euch „The Menu“ nicht entgehen lassen! In diesem psychologischen Thriller, der in Deutschland mehr als 500 000 Zuschauer in die Kinos lockte, erlebt ihr „28 Years Later“-Star Ralph Fiennes in einer seiner besten Rollen – als ebenso verbitterter wie meisterhafter Star-Koch eines Edel-Restaurants mit einem Hang zu Exzentrik!
Fiennes spielt Julian Slowik, den Küchenchef des exklusiven Insel-Restaurants Hawthorn. Nur eine Auswahl handverlesener Gäste kommt überhaupt in den Genuss eines Besuchs. Zu den kommenden Auserwählten zählen auch Margot (Anya Taylor-Joy) und Tyler (Nicholas Hoult), ein junges, wohlhabendes Paar. Die Zwei gelten als ausgewiesene Gourmets und besuchen für ihr Leben gern erlesene Restaurants. Bei Slowik und seinem Team müssen Margot und Tyler jedoch feststellen, dass die Speisekarte so manch „kulinarische Überraschung“ bereithält.
Nicht nur in Deutschland entwickelte sich der von Komödien-Experte Mark Mylod („Der perfekte Ex“) gedrehte Arthouse-Psycho-Trip zu einem echten Überraschungserfolg. Die mit allerlei Stars in den Haupt- und Nebenrollen besetze Produktion spielte mehr als das Doppelte ihres Budgets ein – und überzeugte die Fachpresse weltweit. Davon künden sehr gute 88 Prozent positive Besprechungen bei Rotten Tomatoes und starke 4 von 5 Sternen von Janick Nolting in seiner FILMSTARTS-Kritik. Besonders erinnerungswürdig: Die famosen Darsteller, die dauerhaft bedrohliche Stimmung sowie die großartige Kombination aus abgründigem Witz und kühler Präzision. Bon appétit!
"Prometheus – Dunkle Zeichen" (2012)
Die „Alien“-Filmreihe zählt zu den erfolgreichsten und langlebigsten Sci-Fi- und Horror-Franchises der Welt. Und dennoch: Die neueren Teile der insgesamt sieben Filme umfassenden Reihe werden von Fans und Kritik teils heftig diskutiert. Eine Ausnahme ist „Prometheus – Dunkle Zeichen“, der, als „thematisches“ Sequel, die Vorgeschichte zum legendären ersten Teil von 1979 erzählt. Der exzellent durchdachte und noch dazu brillant aussehende Film lohnt unbedingt eine Wiederentdeckung – nicht nur für „Alien“-Fans.
„Prometheus“ entführt den Zuschauer ins Jahr 2093, in dem sich eine Forschergruppe um Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) auf den Weg ins All macht. Ihr Auftrag lautet, vergessene Orte im Universum zu finden, die auf den Ursprung der Menschheit verweisen. Auf ihrer Reise stößt die Crew schließlich auf etwas, das tatsächlich bahnbrechende neue Erkenntnisse über die Wiege der Menschen liefert – und gleichzeitig in ihren Untergang führen könnte. Eine erste Einstimmung liefert der Trailer:
Mit „Prometheus“, der 29 Jahre vor den Ereignissen von Alien (2122) spielt, drehte Regie-Legende Ridley Scott („Gladiator“) seinen ersten Sci-Fi-Film seit „Blade Runner“ (1982). Und ihm gelang ein hochatmosphärischer, fast mythisch angehauchter Neuanfang der Reihe, der mehr auf Stimmung als auf plumpe Jump-Scares und erwartbaren Horror setzt. Neben den gelungenen – und überdies oscarnominierten – Effekten bleibt vor allem der illustre, blendend aufgelegte Star-Cast in Erinnerung, darunter Charlize Theron als unterkühlte Vertreterin des skrupellosen Weyland-Konzerns. Und: Michael Fassebener mit einer denkwürdigen, nuancenreichen Performance als Android, der nicht mehr vom Menschen zu unterscheiden ist.
"Man nannte ihn Hombre" (1967)
Bei unserem dritten Filmtipp geht es ins Arizona der 1880er-Jahre. Der Western-Klassiker „Man nannte ihn Hombre“ handelt von John „Hombre“ Russell (Paul Newman), ein Weißer, der von Apachen aufgezogen wurde. Er reist mit der Postkutsche in seine Heimat, um dort sein Erbe anzutreten. Unter den Fahrgästen befindet sich eine bunte Schar verschiedenster Charaktere. Darunter eine schlagfertige Pensionswirtin (Diane Cilento), ein seltsamer Fremder (Richard Boone) und das Ehepaar Favor (Frederic March, Barbara Rush). Als es zu Streitigkeiten zwischen den Favors und Russell kommt, ändert sich die Stimmung unter den Reisenden. Und als die Kutsche kurz darauf auch noch überfallen wird, droht die Situation vollends zu eskalieren.
Regisseur Martin Ritt und Hauptdarsteller Newman waren bereits ein eingespieltes Team, als sie Anfang 1966 die Dreharbeiten zu „Man nannte ihn Hombre“ begannen. Fünf Filme, darunter das ikonische Western-Drama „Der Wildeste unter Tausend“, hatten der New Yorker Filmemacher und die Hollywood-Ikone („Die Katze auf dem heißen Blechdach“) zu diesem Zeitpunkt bereits gedreht. Und „Man nannte ihn Hombre“ zählt zweifelsfrei zu ihren besten Arbeiten.
Doch Aufgepasst: Fans traditioneller, romantisierender Western „alter Schule“ (z.B. aus der klassischen Ära mit Stars wie John Wayne oder Gary Cooper) finden hier ausschließlich desillusionierte, vom Leben gezeichnete Figuren und eine pessimistische Grundstimmung. Wie andere Spätwestern, darunter „Little Big Man“ oder „Jeremiah Johnson“, entzaubert Ritt mit seinem an Originalschauplätzen gedrehten Film die „gängigen“ Mythen des Wilden Westens. Wer also ein Faible für komplexere, realistische Westernfilme hat, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren. Zumal die 94 Prozent (!) Kritiker-Zustimmungsrate bei Rotten Tomatoes ein weiteres Indiz für die hohe Qualität dieses exzellenten Antiwestern ist.
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