Bis vor einigen Jahren war Johnny Depp einer der größten Stars des Planeten. Doch bekam seine Karriere einen gewaltigen Dämpfer, als gegen ihn Vorwürfe häuslicher Gewalt laut wurden, die schließlich in einen aufsehenerregenden Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau Amber Heard mündeten. Aus diesem ging Depp 2022 in den meisten Punkten dann zwar siegreich hervor, wirklich erholt hat sich seine Karriere bislang aber noch nicht.
Seine erste große Kinorolle seitdem, im gemischt aufgenommenen französischen Historien-Drama „Jeanne Du Barry - Die Favoritin des Königs“, schlug noch keine so großen Wellen und sorgte zudem dank Spannungen hinter den Kulissen zwischen Depp und Co-Star und Regisseurin Maïwenn für Schlagzeilen. Doch mittlerweile hat das einstige „Fluch der Karibik“-Aushängeschild auch wieder größere Hollywood-Projekte in der Pipeline:
Johnny Depp erntet Applaus auf der CinemaCon
Neben dem Action-Thriller „Day Drinker“ von „The Amazing Spider-Man“-Regisseur Marc Webb erwartet uns hier vor allem die Klassiker-Adaption „Ebenezer - Eine Weihnachtsgeschichte“, in der Depp in die Titelrolle des weihnachtshassenden Griesgrams schlüpft. Und diese könnte womöglich tatsächlich das Zeug haben, ein großes Comeback für Johnny Depp einzuläuten. Zumindest sorgte der 62-Jährige bei seinem Auftritt auf der Kinobetreiber-Messe CinemaCon, wo er das erste Material aus dem Film präsentierte, vor Ort für großen Applaus.
Seine Verpflichtung für das Projekt bezeichnete Depp auf der Bühne als großes Privileg, nicht zuletzt weil die berühmte Erzählung von Charles Dickens eine Geschichte sei, von der er seit Kindertagen besessen sei. Der daraufhin exklusiv auf der Veranstaltung gezeigte Trailer lieferte dann einen eingängigen Eindruck von Depps Verwandlung für die ikonische Rolle, auf die vor einigen Wochen schon erste Setbilder einen Vorgeschmack boten:
In der Vorschau ist der Schauspieler als alter, miesgelaunter Scrooge mit entsprechender Maske kaum wiederzuerkennen, während er Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzt, schlechte Laune verbreitet und sein charakteristisches „Humbug!“ von sich gibt. Doch ändert sich alles, als er Besuch von den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht bekommt, die ihn sein Leben überdenken lassen.
Illustrer Cast und ein Horror-Experte auf dem Regiestuhl
Gespielt werden diese übernatürlichen Besucher von Andrea Riseborough („Possessor“), Tramell Tillman („Severance“) und Robert Strange („Return To Silent Hill“). Und auch der restliche Cast kann sich dank Stars wie „Star Wars“-Heldin Daisy Ridley, „Harry Potter“-Sidekick Rupert Grint und „Der Herr der Ringe“-Zauberer Ian McKellen echt sehen lassen.
Besonders neugierig macht aber vor allem auch der Mann auf dem Regiestuhl, wurde „Ebenezer - Eine Weihnachtsgeschichte“ doch von Horror-Experte Ti West inszeniert, der zuletzt mit seiner gefeierten Slasher-Trilogie aus „X“, „Pearl“ und „MaXXXine“ für viel Aufsehen sorgte. Auch seine Version der „Weihnachtsgeschichte“ soll nun auf so manche Horror-Elemente setzen, die die Vorlage ohnehin schon immer durchzogen haben, wie West in einer Videobotschaft im Rahmen der CinemaCon erklärte.
Wie sich seine Verfilmung des bereits vielfach verfilmten Buches ansonsten von den bisherigen Adaptionen abhebt, erfahren wir dann am 12. November 2026, wenn „Ebenezer - Eine Weihnachtsgeschichte“ in den deutschen Kinos startet. Dann zeigt sich auch, ob der Film wirklich die große Rückkehr von Johnny Depp nach Hollywood markieren wird und so vielleicht auch seine Beteiligung am immer wieder diskutierten „Fluch der Karibik 6“ ermöglicht. Mehr zu den aktuellen Plänen rund um die Piraten-Fortsetzung erfahrt ihr im folgenden Artikel:
"Fluch der Karibik 6" soll jetzt wirklich kommen – mit Jack Sparrows Sohn, aber auch mit Johnny Depp?FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.