TV-Tipp: Einer der wichtigsten Filme aller Zeiten
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ ist einer der wichtigsten Filme überhaupt. Heute könnt ihr das meisterliche Holocaust-Drama im Free-TV sehen. Die Chance solltet ihr definitiv nutzen, findet FILMSTARTS-Autorin Monta Alaine.

Wohl kaum ein anderer Regisseur steht heute so für großes Kino wie Steven Spielberg. Mit Hits wie „Der weiße Hai” oder der „Indiana Jones“-Reihe prägte er das Blockbuster-Kino und legte den Grundstein für heutigen Popcorn-Bombast. Auch sein 1993 erschienener „Schindlers Liste“ stellt einen absoluten Meilenstein der Filmgeschichte dar: Zu seiner Veröffentlichung wurde der Film von einem großen Medienrummel begleitet und mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter sieben Oscars und drei Golden Globes.

In „Schindlers Liste“ inszeniert Steven Spielberg die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines außergewöhnlichen Mannes - Oskar Schindler (Liam Neeson), der während des Holocaust mehr als 1.100 Juden das Leben rettete. Dies gelang ihm mit einer auch 30 Jahre später noch nachwirkenden Eindringlichkeit, die einen auch nach dem Abspann noch schwer schlucken lässt.

„Schindlers Liste“ läuft am heutigen 26. April 2026 um 20.15 Uhr auf arte. Eine Wiederholung folgt am 8. Mai um 14.00 Uhr. Alternativ ist der FSK-12-Titel als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zu finden. Dazu steht er für alle Abonennt*innen im aktuellen Flatrate-Programm des Streaming-Services MagentaTV bereit und ist natürlich auch als (4K-)Blu-ray, auf DVD oder als Video-on-Demand zu erwerben:

"Schindlers Liste": Eindringliche Bilder des Grauens

Krakau 1939: Oskar Schindler (Liam Neeson), NSDAP-Mitglied und Freund von SS-Offizieren, möchte eine heruntergekommene Emailwarenfabrik wiedereröffnen. Auf Investoren und billige Arbeitskräfte angewiesen, heuert er Izthak Stern (Ben Kingsley) als Geschäftsführer an, der ihm mit jüdischen Arbeitskräften zum Erfolg verhilft. Mit Voranschreiten des Holocaust wird er immer wieder Zeuge der Gräueltaten des SS-Offiziers Amon Göth (Ralph Fiennes) und seiner Gefolgschaft. Bald setzt er sein Leben wie auch seinen Reichtum aufs Spiel, um möglichst viele seiner Arbeiter und Arbeiterinnen vor der Deportation nach Auschwitz zu retten...

Schindlers Liste
Schindlers Liste
Starttermin 3. März 1994 | 3 Std. 15 Min.
Von Steven Spielberg
Mit Liam Neeson, Ben Kingsley, Ralph Fiennes
User-Wertung
4,7
Filmstarts
5,0

Bei seiner Veröffentlichung sorgte „Schindlers Liste“ für eine Debatte darüber, wie man den Holocaust darstellen darf. Doch am Ende ist für uns klar: „Schindlers Liste“ ist ein Werk von absoluter Relevanz, das gegen das Vergessen und für die Erinnerung steht. Ein Werk, das weitere ebenso wichtige Filme wie „Der Pianist” oder „Der Untergang” erst ermöglichte. Es ist ein Film, der, wie Hellmuth Karasek in einem Spiegel-Interview damals verlautete “den Stempel der Wahrheit in jedem Moment auf der Stirn trägt”.

Es sind Szenen des Grauens in ihrer Beiläufigkeit, die sich Einem beim Zusehen einbrennen: Ascheregen an einem Sommertag, fröhlich winkende Kinder, die davon gefahren werden. Und es sind Szenen der Gleichzeitigkeit: eine Frau, auf die eingeprügelt wird, während eine jüdische Hochzeit gefeiert wird, während Schindler mit SS-Offizieren auf seinen Geburtstag anstößt.

Nicht nur einmal ist man froh darum, dem Film in dokumentarisch anmutendem Schwarzweiß beizuwohnen, zu echt waren die getürmten Leichenberge, das fließende Blut. Inmitten alledem das kleine, zur Ikone gewordene Mädchen in ihrem blutroten Mantel, ein Symbolbild des Unzeigbaren.

Das Böse ist nur allzu menschlich

Und auch mittendrin, als zentral agierender Scherge des Bösen und des Terrors, steht der Offizier Amon Göth, grandios gespielt von Ralph Fiennes. Doch ist es hier das Menschliche, das dem Zuschauer das Grauen lehrt: Es sind die Momente, in denen man meint, beinahe Weichheit in seinen Augen lesen zu können, ehe er sich wieder abwendet und eiskalt mit der Pistole draufhält.

„Schindlers Liste“ ist ein Film, der es schafft, den Zuschauer mit vielen kleinen Details auf eine dreistündige, emotionale Reise zurück in eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte mitzunehmen. Dabei ist es ein Film, der sich für die Würde und die Unantastbarkeit derselbigen ausspricht – ein Film, der erinnert und mahnt mit jeder Minute. Bis nach dem Abspann.

Einen ebenfalls tiefbewegenden und aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive erzählten Film über die NS-Zeit, legen wir euch derweil noch im folgenden Streaming-Tipp von FILMSTARTS-Autor Oliver Kube ans Herz:

Streaming-Tipp: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" mit Oliver Masucci

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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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