Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst
Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.

Um das Streaming-Abo von Amazon Prime bestmöglich auszukosten, ist es enorm von Vorteil, wenn man sich die richtigen Filme zum Anschauen herauspickt. Damit das gelingt, stellen wir euch wie gewohnt drei absolut sehenswerte Tipps vor.

Woche für Woche geben wir euch einen neuen Filmtipp-Dreierpack für Amazon Prime Video an die Hand. Und auch dieses Mal lassen wir euch nicht im Stich und haben echte Leckerbissen ausgesucht, die uns ganz besonders am Herzen liegen. Western-, Drama- und Horror-Fans werden hier garantiert fündig, sollten jedoch über ein dickes Nervenkostüm verfügen!

Die gute Nachricht: Alle drei Filme könnt ihr mit einem Prime-Abo aktuell ohne Aufpreis streamen.

"Brimstone" (2016)

Die Genres Western und Thriller wurden schon häufiger miteinander vermischt, selten ging es dabei aber so kompromisslos, hart und gewaltvoll zu wie in „Brimstone“. Die düstere Parabel über religiösen Fanatismus ist wahrlich nichts für Zartbesaitete, verpackt das grausame Geschehen allerdings in derart faszinierende Bilder und stilisierte Ästhetik, dass man den Blick einfach nicht abwenden will (oder kann).

Wie die Schicksale einer stummen Hebamme (Dakota Fanning) und eines so mysteriösen wie bedrohlichen Pfarrers (beängstigend böse: Guy Pearce) miteinander verbunden sind, wird in episodischer und anachronistischer Weise erzählt, an der Quentin Tarantino seine wahre Freude hätte. Von dessen ironischen Brüchen und lockeren Dialogen fehlt in „Brimstone“ jedoch jede Spur.

Das Neo-Western-Epos versteht sich vielmehr als intensiv-pessimistischer Abwärtsstrudel der Gewalt, in dem Humor und Katharsis keinen Platz haben. Trotz der stattlichen Laufzeit von 2,5 Stunden lässt der niederländische Regisseur Martin Koolhoven die Spannung konstant auf hohem Niveau brodeln – bis zum niederschmetternden Finale!

"Dreizehn Leben" (2022)

Nicht weniger mitreißend, dafür aber mit einer deutlich hoffnungsvolleren Botschaft ausgestattet, ist Ron Howards Survival-Drama „Dreizehn Leben“. Der oscarprämierte Regisseur („A Beautiful Mind“) legte hier einen der besten Filme seiner Karriere vor, was vor allem der für Hollywood-Verhältnisse angenehm pathosfreien Inszenierung der wahren Geschichte zu verdanken ist.

Es handelt sich um die Verfilmung der Ereignisse im Sommer 2018, als eine thailändische Jungen-Fußballmannschaft in der Tham-Luang-Höhle eingeschlossen und in einer spektakulären, mehrtägigen Rettungsaktion befreit wurde. „Dreizehn Leben“ rekonstruiert diesen Vorfall detailliert und gewissenhaft, lässt jedoch zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen.

Die drei Hollywood-Stars Viggo Mortensen („Der Herr der Ringe“), Colin Farrell („The Batman“) und Joel Edgerton („Train Dreams“) passen sich mit ihrem zurückgenommenen Spiel hervorragend der bodenständigen Regie an, was enorm zu der fesselnden Wahrhaftigkeit des Dramas beiträgt.

"The Poughkeepsie Tapes" (2007)

Hand aufs Herz: So viele vielversprechende Found-Footage-Filme es seit „Blair Witch Project“ auch gab, nur die wenigsten davon konnten ihr vorhandenes Potenzial als echten Horror-Schocker wirklich ausschöpfen. The Poughkeepsie Tapes“ gehört definitiv nicht zu diesen Rohrkrepierern, denn die Serienkiller-Mockumentary ist ein überaus verstörendes „Vergnügen“.

Der nun erstmals seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2007 ungekürzt verfügbare Streifen bietet Szenen, die sich tief in die Synapsen brennen und wohl nicht mehr so schnell vergessen werden. Das Bemerkenswerte an John Erick Dowdles („Devil“) Horror-Juwel ist, dass er kein Übermaß an Gore-Momenten einsetzt, um seinen Schrecken zu verbreiten. Das bedeutet natürlich nicht, dass das hier Gezeigte leicht verdaulich wäre oder nicht an die Nieren gehen würde.

Die verzerrte VHS-Ästhetik gepaart mit dem nicht immer sattelfesten Schauspiel mancher Darsteller*innen kreiert eine ganz eigene Form von Authentizität, was die extrem beklemmende Atmosphäre des Fake-Doku-Reißers begünstigt. Dowdle nutzt die Stärken des Genres höchst effektiv, ohne sie überzustrapazieren, und hat damit nicht weniger als einen der besten Found-Footage-Vertreter im Horrorfach geschaffen.

Was euch außerdem im Mai an Neuheiten im Prime-Video-Abo erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Übersicht:

Neu auf Amazon Prime Video im Mai 2026: Gleich 3 (!) der besten Action-Blockbuster der letzten Jahre, jede Menge Science-Fiction und vieles mehr

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