"Es wird passieren": Diese Hollywood-Legende warnte schon vor 30 Jahren vor den Gefahren von KI
Melina Albandopulos
Melina Albandopulos
-Freie Autorin
Mit Disney begann ihre Liebe zu Filmen. Auf der nicht kürzer werdenden To-Watch-List befindet sich aber alles – von Musical bis Western.

Schauspieler*innen, die plötzlich von künstlicher Intelligenz ersetzt werden? Könnte das eine neue Ära von Filmen sein? Vor diesem Szenario – es hört sich im ersten Moment wie Science-Fiction an – warnte Marlon Brando schon vor geraumer Zeit.

Warner Bros.

„Schauspieler werden nicht mehr real sein; sie werden in einem Computer stecken.“ Klingt im ersten Moment wie die Handlung eines vielversprechenden Science-Fiction-Films: Böse KI-Roboter übernehmen Hollywood! Doch es handelt sich keineswegs um das Zitat aus einem neuen Kinofilm. Nein, dass die künstliche Intelligenz das Filmbusiness erobern wird, prophezeite Hollywood-Ikone Marlon Brando schon vor 30 Jahren: „Wartet nur ab, es wird passieren“ (via Far Out Magazine).

Marlon Brando war eine absolute Hollywood-Ikone. Er gewann zwei Oscars (für „Die Faust im Nacken“ und „Der Pate“), wirkte an zeitlosen Klassikern wie „Superman“ oder „Apocalypse Now“ mit und galt als berüchtigter Method-Actor, der Stars unterschiedlichster Generationen beeinflusste – von Jack Nicholson über Ryan Gosling bis hin zu Jacob Elordi. Brando verstarb zwar bereits im Jahr 2004, doch seine Prognosen klingen erstaunlich hellsichtig.

Streit um deutsche Synchronisationen bei Netflix: Der Konflikt geht jetzt in die nächste Runde

Denn Künstliche Intelligenz ist bekanntlich schon lange auf dem Vormarsch: Erst Anfang des Jahres sorgte die KI-Klausel von Netflix, die besagt, dass Synchron-Aufnahmen für KI-Trainingszwecke genutzt werden dürfen, für Aufsehen. Die Angst, dass KI-Arbeitsplätze gefährdet, wird hitzig diskutiert. Und seien wir einmal ehrlich, wer benutzt nicht das ein oder andere Mal ChatGPT?

Könnte Marlon Brando am Ende also recht behalten? Sind wir schon bald so weit, dass der Beruf der Schauspieler*innen von künstlicher Intelligenz ersetzt wird? „Vielleicht ist das unser aller letzter Auftritt“, wie Brando androhte.

Künstliche Intelligenz erobert Hollywood?

So abwegig das auch klingen mag, künstliche Intelligenz schleicht sich tatsächlich still und heimlich in die Filmwelt ein: In Blockbustern werden bereits digitale Modelle von Schauspieler*innen verwendet, etwa wenn Szenen und Stunts zu gefährlich sind und daher nicht einmal von Stuntleuten ausgeführt werden können (eine Ausnahme ist vielleicht Tom Cruise, der bekanntlich darauf besteht, alle seine Stunts selbst zu performen).

Der 2025 verstorbene Val Kilmer („Batman Forever“) soll sogar mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wieder von den Toten auferstehen. So wurde bestätigt, dass eine KI-Version des amerikanischen Schauspielers im anstehendem Film „As Deep In The Grave“ zu sehen ist:

Das ist nicht der echte Val Kilmer! Seht hier den Trailer für den Film, in dem der verstorbene Star mit KI "wiederbelebt" wird

Ein weiteres Beispiel ist der Avatar Tilly Norwood, eine Schauspielerin, die mithilfe von künstlicher Intelligenz geschaffen wurde und unter Hollywood-Schauspieler*innen (unter ihnen A-Liga-Stars wie Emily Blunt, Whoopi Goldberg und Morgan Freeman) zu heftigen Vorwürfen führte. „Die Verurteilten“-Darsteller Freeman scheute nicht davor, seine unverblümte Meinung über Norwood zu äußern: „Niemand mag sie, weil sie nicht real ist“ (via Far Out Magazine).

Wie auch immer sich die Künstliche Intelligenz in der Filmwelt entwickeln wird, eines ist klar: Keine KI der Welt kann eine Legende wie wie Brando jemals ersetzen. Allerdings kam der „The Score“-Darsteller längst nicht mit allen seinen Kolleg*innen gut aus. Wen er sogar regelrecht hasste, erfahrt ihr hier:

Marlon Brando hasste diesen berühmten Hollywood-Kollegen: "Er ist der Inbegriff von allem, was an Schauspielern widerlich ist"

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