Die 3 besten Filme, die ihr dieses Wochenende auf Netflix schauen müsst
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Euch erschlägt die Auswahl bei den Streaming-Diensten? Dann helfen euch unsere sorgsam ausgewählten Tipps. Auch diesmal möchten wir euch wieder drei empfehlenswerte Netflix-Filme für das kommende Wochenende an die Hand geben.

Da die Streaming-Anbieter stetig neue Filme, Serien und Dokus in ihre Kataloge aufnehmen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Abhilfe schaffen unsere Film-, Doku- und Serien-Tipps auf Netflix. Darunter finden sich persönliche Lieblingsfilme, vergessene Klassiker und jüngere Blockbuster, die ihr mit gültigem Abo ohne Zusatzkosten schauen könnt.

"Hancock" (2008)

Ein auf Blick auf die deutschen Kinocharts beweist: Komödien und leichtere Kost kommen gut an! Unterhaltungsfilme wie „Der Teufel trägt Prada 2“, „Ein Münchner im Himmel“ und „Glennkill“ stehen aktuell in der Zuschauergunst weit oben. Ein Film, der ebenso wunderbar unterhält und für ordentlich Kurzweil sorgt, ist die unkonventionelle Superhelden-Komödie „Hancock“ (2008) mit Will Smith. In dem Jahr, in dem mit „Iron Man“ der erste Film des Marvel Cinematic Universe an den Start ging, begegnete uns mit John Hancock (Smith) ein ganz und gar untypischer Held.

Hancock ist, im Vergleich zu Superman oder Spider-Man, kein makelloses Vorbild oder Idol. Stattdessen hasst er die Menschen – und die Menschen ihn. Mithilfe eines PR-Beraters („Kill The Boss“-Star Jason Bateman) will Hancock sein schlechtes Image aufbessern. „Men In Black“-Star Will Smith liefert eine großartige Leistung als von Selbstzweifeln zerfressener, mürrischer Anti-Held. Ihm zur Seite stehen weitere spielfreudige Darsteller (Bateman, Charlize Theron, Eddie Marsan). Der humorvolle, völlig überdrehte und dennoch von leiser Melancholie geprägte Action-Spaß eignet sich ideal als Sommer-Blockbuster für zu Hause. Das Kinopublikum jedenfalls liebte „Hancock“: Die 150-Millionen-Dollar-Produktion war mit einem Einspielergebnis von über 600 Millionen Dollar einer der großen Kassenhits 2008.

Hancock
Hancock
Starttermin 3. Juli 2008 | 1 Std. 32 Min.
Von Peter Berg
Mit Thomas Lennon, Will Smith, Charlize Theron
Pressekritiken
3,1
User-Wertung
2,6
Filmstarts
1,5
Im Stream

"Nirgendwo" (2023)

Charlize Theron ist auch in Baltasar Kormákurs Survival-Thriller „Apex“ zu sehen, der für Netflix gerade zu einem der bisher größten Streaminghits des Jahres avancierte. Während Therons Figur darin in der Wildnis Australiens an ihre Grenzen stößt, kämpft die Hauptfigur im spanischen Thriller-Drama „Nirgendwo“ (OT: „Nowhere“) auf dem Wasser ums nackte Überleben. Der Film begleitet die junge Mutter Mia (stark: Anna Castillo) bei ihrer Flucht in einem Frachtcontainer aus einem von Krisen und Güterknappheit zerrütteten Spanien. Nach einem Sturm geht der Container über Bord und plötzlich treiben Mia und ihr Baby mitten auf dem Meer. Mit aller Kraft versucht sie, ihr Neugeborenes und sich zu retten. Einstimmen auf das Überlebensdrama könnt ihr euch mit dem Trailer:

Sowohl in „Apex“ als auch in „Nowhere“ geht es um starke, auf sich allein gestellte Frauen und den Kampf gegen die (unerbittliche) Natur. Auch wenn man bei „Nowhere“ keine Tiefgründigkeit oder komplexe Charaktere erwarten darf: Setting und Szenario sind richtig gemein und die Stimmung ist fast durchweg kompromisslos düster. Düster trifft es übrigens gut, denn weite Teile des Films spielen sich im Halbdunkel innerhalb des Containers ab. „Nowhere“ ist klaustrophobisches Survival-Kino für alle Fans von Abenteuer-Dramen und mitreißenden Thrillern im Stil von „Buried“, „Open Water“ und „Die Schneegesellschaft“.

Nirgendwo
Nirgendwo
Starttermin 29. September 2023 | 1 Std. 49 Min.
Von Albert Pintó
Mit Anna Castillo, Tamar Novas, Tony Corvillo
User-Wertung
2,8
Im Stream

"Zwielicht" (1996)

Spätestens seit David Finchers legendärem Kultfilm „Fight Club“ zählt Edward Norton zu den ganz Großen in Hollywood. Seine Karriere begann der mehrfach Oscar-nominierte Schauspieler vor genau 30 Jahren in „Zwielicht“. Norton setzte sich beim Casting gegen 2000 teils hochkarätige Bewerber (darunter auch Matt Damon) durch – und heimste am Ende eine Oscar-Nominierung ein. Er brilliert als unter Mordverdacht stehender Ministrant Aaron Stampler in einem doppelbödigen Spannungsfilm, in dem nichts so ist, wie es scheint.

Zwielicht
Zwielicht
Starttermin 3. April 1996 | 2 Std. 11 Min.
Von Gregory Hoblit
Mit Richard Gere, Laura Linney, Edward Norton
Pressekritiken
3,2
User-Wertung
4,0
Filmstarts
3,5
Auf Paramount+ streamen

Stamplers Verteidigung übernimmt der eitle Star-Anwalt Martin Vail (Richard Gere), der, je länger die Verhandlung dauert, davon überzeugt ist, dass sein 19-jähriger Mandant die grausame Tat nicht verübt hat. Er beauftragt schließlich eine Psychologin (Frances McDormand), um Stamplers Vergangenheit aufzuarbeiten. Und so dauert es nicht lange, bis überraschende Wahrheiten ans Licht kommen. Unvergessen bleibt der Plot-Twist am Ende, der, ohne zu viel zu verraten, alles zuvor Gesehene radikal auf den Kopf stellt – und einen in echte Schockstarre versetzt. „Zwielicht“ hat auch nach drei Jahrzehnten nichts an Reiz verloren. Regisseur Gregory Hoblit gelang ein denkwürdiger Gerichtsthriller, der mit hohem Erzähltempo und perfektem dramaturgischem Timing noch heute begeistert.

Netflix hält im Juni wieder ordentlich Nachschub für Film- und Serien-Fans bereit. Abonnenten dürfen sich u.a. auf Fantasy-Meilensteine, Kult-Serien und eine Sport-Doku über einen der Fußball-WM-Helden von 2014 freuen:

Neu auf Netflix im Mai 2025: Ein Fantasy-Meisterwerk von 2024, "The Rookie"-Nachschub & endlich mehr "Love, Death & Robots"

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