Superstar-Alarm heute im TV: Eine 1990er-Liebeskomödie zum Dahinschmelzen
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube mag Liebesfilme. Einzige Bedingung: es dürfen keine generischen Herzschmerz-Schmonzetten sein. Etwas Originalität ist Pflicht – siehe "(500) Days Of Summer", "Once", "Warm Bodies", "Alles eine Frage der Zeit" oder "Vergiss mein nicht".

Wer an die romantischen Komödien der 1990er denkt, hat dabei in erster Linie Meg Ryan, Julia Roberts oder Sandra Bullock im Kopf. Zur Primetime könnt ihr heute sehen, dass auch Michelle Pfeiffer eine tolle Figur in derlei Chosen machte.

Die späten 1980er und beinahe die kompletten 1990er waren im Kino ein Paradies für Fans romantischer Komödien. Beinahe jeden Monat kam ein neuer Toptitel des Genres mit großen Stars und noch größeren Gefühlen auf die Leinwände. Einer davon war der 1996/1997 veröffentlichte „Tage wie dieser“ mit den Superstars George Clooney („Ocean's Eleven“) und Michelle Pfeiffer („Scarface“), den ihr zur Primetime im Free-TV schauen könnt:

Tage wie dieser“ läuft am heutigen 2. Juni 2026 um 20.15 Uhr auf dem Disney Channel. Eine Wiederholung folgt am 6. Juni um 22.30 Uhr. Alternativ könnt ihr euch den FSK-6-Titel für ein paar Euro als Video-on-Demand bei Anbietern wie maxdome, freenet Video und MagentaTV kaufen oder leihen.

Pfeifer & Clooney harmonieren großartig

Klar, die von Michael Hoffman („Ein Sommernachtstraum“) routiniert und mit entspanntem Tempo inszenierte Story ist weder besonders aufregend noch irgendwie originell und wirkt gelegentlich auch ziemlich konstruiert. Wer schon ein paar RomComs gesehen hat – speziell solche, die wie die Screwball-Komödien der 1930er und 1940er funktionieren –, wird schnell wissen, wie das Ganze ausgeht. Und doch: Für Fans des Genres lohnt es sich allemal, knappe zwei Stunden in „Tage wie dieser“ zu investieren.

Dafür gibt es exakt zwei Gründe: George Clooney und Michelle Pfeiffer. Letztere war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Weltstar, während ihr Partner kurz vor dem ganz großen Durchbruch stand. Das Studio wollte ursprünglich Kevin Costner oder Tom Cruise für den männlichen Part des im Zentrum des Films stehenden Paares. Als beide absagten, erhielt der bis dahin primär im TV Erfolge feiernde Clooney die Chance. Dass er Charme und Witz hatte, war bekannt, doch würde er diese Qualitäten auch im Duo mit Pfeiffer auf der großen Leinwand ausspielen können?

Er konnte. Die zwei Stars harmonieren großartig miteinander. Von Anfang an fliegen die romantischen Funken, selbst als ihre Charaktere noch voneinander genervt sind oder bei den zahlreichen, separat aufgenommenen und oft im Splitscreen-Format präsentierten Szenen, die aus Telefonaten zwischen ihren Figuren bestehen. Die Chemie zwischen Clooney und Pfeiffer stimmt und wir als Zusehende können gar nicht anders als zu hoffen, dass sie zusammenkommen mögen.

Tage wie dieser
Tage wie dieser
Starttermin 1. Mai 1997 | 1 Std. 48 Min.
Von Michael Hoffman
Mit Michelle Pfeiffer, George Clooney, Charles Durning
User-Wertung
3,6

Es wäre sicher interessant, die beiden Stars heute – drei Dekaden später – noch einmal gemeinsam in einem Film zu sehen und zu überprüfen, ob ihr Zusammenspiel weiterhin so viel natürliches Knistern erzeugen kann. Vielleicht klappt das ja irgendwann…

"Tage wie dieser": Das ist die Story

Melanie Parker (Michelle Pfeiffer) ist Architektin und in Scheidung lebende Mutter des kleinen Sammy (Alex D. Linz). Jack Taylor (George Clooney) ist der Vater von Maggie (Mae Whitman), ebenfalls geschieden und Zeitungskolumnist. Die zwei lernen sich eines Morgens kennen, als Jack überraschend mit der Aufsicht über seine Tochter alleingelassen wird und Melanie zeitgleich vergessen hatte, dass sie heute an der Reihe war, ihren Sohn zur Schule zu bringen.

Infolgedessen verpassen beide Kinder den Bootsausflug ihrer Klasse und sitzen nun mit ihrem jeweiligen Elternteil fest. Melanie und Jack laufen sich dabei über den Weg und beginnen bald, die Stereotype der Ex-Ehepartnerin beziehungsweise des Ex-Ehepartners aufeinander zu projizieren. So sieht sie in ihm einen unverbesserlichen Schürzenjäger, während er sie als egoistische Karrierefrau wahrnimmt. Dabei könnten sie ihre Situation nutzen und einander helfen, um einerseits besser für ihre Kinder da zu sein und andererseits stressfreier ihre Jobs erledigen zu können…

Die Serie, mit der George Clooney einst seinen Durchbruch zum Superstar feiern konnte, kommt in Kürze komplett (15 Staffeln, 331 Episoden!) ins Flatrate-Programm von Netflix. Alles, was ihr dazu wissen müsst, lest ihr im folgenden Artikel:

Neu auf Netflix: Eine der besten und einflussreichsten Serien der 90er-Jahre [UPDATE]

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