„Grease“, „Saturday Night Fever“, „Pulp Fiction“, „Face/Off“ und wie sie alle heißen: Ja, John Travolta galt in der Traumfabrik lange Zeit als Superstar und Hitgarant. Zuletzt lief es für den im Laufe seiner Karriere für zwei Oscars nominierten Schauspieler allerdings nicht mehr ganz so rund. Im Kino sieht man ihn nur noch selten und da gab es dann sogar Nominierungen für die Goldene Himbeere (u. a. bei „Gotti“ und „Fanatic“). Und doch stellte Travolta kürzlich unter Beweis, dass er immer noch für eine Überraschung gut ist.
Zunächst sorgte er mit seinem stilechten Auftritt auf dem roten Teppich von Cannes für Aufsehen, wo er seinen neuen Film präsentierte. Kurze Zeit später gibt es dieses, ganz besondere Werk nun für alle.
Er mag bereits seit den frühen 70ern vor der Kamera stehen, doch sollte es über ein halbes Jahrhundert dauern, bis Travolta selbst einmal auf dem Regiestuhl Platz nahm. Vor wenigen Tagen war es dann tatsächlich so weit: Mit „Nachtflug nach L.A.“ feierte die erste Regiearbeit von John Travolta seine weltweite Streaming-Premiere bei Apple TV (sowie beim Apple-Channel auf Amazon Prime Video*).
Dass es sich bei der Streaming-Heimat nicht um einen der Big Player wie Netflix oder Prime Video handelt, dürfte einer der Gründe sein, warum der international als „Propeller: One-Way Night Coach“ bekannte Film noch nicht so richtig in die Aufmerksamkeit aller abgehoben ist. Von jenen, die den Apfel-Dienst abonniert haben, ist er aber dennoch zahlreich gesehen worden. „Propeller“ konnte sich übers Wochenende an die Spitze der Filmcharts auf Apple TV setzen und belegte zwischenzeitlich sogar in 59 Ländern Platz 1. Mittlerweile sind es nur noch 48 Länder, doch auch das kann sich sehen lassen …
… auch wenn dies natürlich richtig einzuordnen ist. Ein schneller Vergleich zeigt, dass bei Apple schließlich weitaus weniger neue Filme und Serien starten wie bei der Konkurrenz – ungleich einfacher ist es dementsprechend auch, hier andere Titel auszustechen. Falls ihr erst durch diesen Artikel auf den kurzweiligen und gerade einmal einstündigen Nostalgie-Trip aufmerksam werdet, könnt ihr „Nachtflug nach L.A.“ also direkt nachholen – wahlweise direkt bei Apple oder via Prime Video. Wir finden: Es lohnt sich durchaus.
"Nachtflug nach L.A.": Ein Über-den-Wolken-Märchen mit Herz
Travolta, der obendrein das Drehbuch verantwortete, erzählt die Geschichte des achtjährigen Jeff (Clark Shotwell), dessen Leidenschaft für das Fliegen in den 1960ern entbrennt – und damit in einer Zeit, in der das Reisen per Flugzeug noch teuer und außergewöhnlich ist. Darum ist Jeff auch völlig aus dem Häuschen, als seine Mutter (Kelly Eviston-Quinnett) mit ihm nach Kalifornien ziehen will – denn dorthin soll es mittels Flieger gehen…
FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher konnte „Nachtflug nach L.A.“ beim Filmfestival von Cannes erleben und zeigte sich von dem „einstündigen Über-den-Wolken-Märchen mit Herz“ äußerst angetan. Travolta, der seit jeher eine Faszination für das Fliegen teilt und selbst mehrere Flugzeuge besitzt, hüllt sein Abenteuer in luftiger Höhe in einen Mantel der Nostalgie – und beschert uns damit zwar keinen klassischen Spielfilm, dafür aber immerhin eine „märchenhaft-verklärte Kindheitserinnerung“, die wie im Fluge vergeht. In der FILMSTARTS-Kritik gibt es dafür gute 3,5 Sterne.
Die Fortsetzung zu einem von John Travoltas größten Hits ist aktuell hingegen in der Schwebe, verlor sie doch kürzlich erst ihren Regisseur. Die ganze Geschichte gibt's hier:
Fortsetzung von legendärem Action-Klassikers steht plötzlich ohne Regisseur da: War es das endgültig für "Face/Off 2"?Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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