„One Battle After Another“ sorgt seit seinem Erscheinen für Begeisterungsstürme: Ein Score von 94 Prozent an positiven Rezensionen auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes spricht eine klare Sprache. Auch FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher zeigte sich von Paul Thomas Andersons brillant inszenierter Mischung aus Politthriller, Actionfilm, Stoner-Komödie und Familiendrama überwältigt – und vergab die seltene Höchstwertung von fünf Sternen!
In seiner Kritik nennt er den in der Hauptrolle mit Leonardo DiCaprio besetzten Film eine „durchgeknallte, wilde Erfahrung. Paul Thomas Anderson hat das riesige Budget genutzt, um mit ‚One Battle After Another‘ eine berührende Vater-Tochter-Geschichte im Gewand eines linken Actionfilms vorzulegen – das muss man gesehen haben, um zu glauben, dass es ihn gibt.“
Das kam auch bei der Academy gut an: Bei den am vergangenen Sonntag vergebenen Oscars räumte „One Battle After Another“ ordentlich ab und setzte sich so u.a. gegen starke Konkurrenten wie „Blood & Sinners“ oder „Marty Supreme“ durch. Sechs Preise gab es insgesamt, darunter als Bester Film, für die Beste Regie, das Beste adaptierte Drehbuch (der Film basiert lose auf Thomas Pynchons Roman „Vineland“) sowie Nebendarsteller Sean Penn (der nicht zur Verleihung erschienen war, um stattdessen in die Ukraine zu reisen).
„One Battle After Another“ ist damit zweifellos der bisher größte Triumph in der Karriere von Paul Thomas Anderson. Aber ist er damit automatisch auch der beste Film des Regisseurs? Ich – als langjähriger Bewunderer des Filmemachers – finde das durchaus diskussionswürdig, doch die Community des Sozialen Cinephilen-Netzwerks Letterboxd ist da anderer Meinung. Mehr als 20 Millionen Kinofans aus der ganzen Welt bewerten auf der Plattform regelmäßig die von ihnen gesehenen Filme zwischen 0,5 und 5 Sternen – die so errechneten Durchschnittswertungen können also durchaus als repräsentativ für das weltweite Publikum angesehen werden.
Bei 2,64 Millionen Bewertungen kommt „One Battle After Another“ auf beachtliche 4,2 Sterne. Dass er es damit trotzdem nicht zum besten Werk in der Vita von Paul Thomas Anderson geschafft hat, spricht weniger gegen den Film als für den Regisseur. Drei seiner Filme stehen nämlich ebenfalls bei 4,2 Sternen („Boogie Nights“, „Magnolia“ und „Der seidene Faden“), während „Punch-Drunk Love“ und „The Master“ mit jeweils runden 4 Sternen ebenfalls extrem gut ankommen. Doch ein Film überragt sie alle: „There Will Be Blood“, der Daniel Day-Lewis im Jahr 2008 seinen zweiten Oscar als Bester Hauptdarsteller einbrachte (eine weitere Goldstatue gab es für die Kameraarbeit).
Mit einer gigantischen Durchschnittswertung von 4,5 Sternen belegt das bildgewaltige Epos auf der Plattform sogar Platz 29 der besten Filme aller Zeiten. Solltet ihr „There Will Be Blood“ noch nicht gesehen und nach „One Battle After Another“ nun Lust auf weitere Filme von Paul Thomas Anderson bekommen haben, werdet ihr u.a. auf dem Amazon-Prime-Video-Channel FILMLEGENDEN fündig:
„One Battle After Another“ war bekanntlich die erste Zusammenarbeit zwischen Paul Thomas Anderson und Leonardo DiCaprio. Aber wusstet ihr, dass es schon fast 30 Jahre zuvor beinahe zu einem gemeinsamen Projekt gekommen wäre? DiCaprio hätte nur zusagen müssen – entschied sich dann aber nachvollziehbarerweise für „Titanic“. Welchen Film er sich damit durch den Lappen gehen ließ und wer schließlich in seine Rolle schlüpfte, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Mein größtes Bedauern": Leonardo DiCaprio hatte die Qual der Wahl zwischen "Titanic" und einem absoluten Kult-MeisterwerkEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.
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