Dieser großartige Sci-Fi-Blockbuster brachte eine ganze Generation zum Weinen – heute ohne Werbung im TV
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist mit "Star Trek" aufgewachsen und liebt insbesondere die Crew um Captain Jean-Luc Picard. Kubricks Meisterwerk "2001: Odyssee im Weltraum" gehört zu seinen Lieblingsfilmen. Doch auch heute ist das Sci-Fi-Kino lebendig, was Filme wie "Under the Skin" oder "Ad Astra" beweisen

„Star Trek 6: Das unentdeckte Land“ ist wohl der emotionalste Film der „Star Trek“-Geschichte – auch, weil wir der Ur-Besatzung der Enterprise endgültig Lebewohl sagen. Heute könnt ihr ihn bei ZDFNeo schauen.

In der Community gibt es geteilte Meinungen darüber, welcher nun der beste „Star Trek“-Kinofilm ist. Neben „Star Trek 2: Der Zorn des Khan“, „Star Trek 4: Zurück in die Gegenwart“ und „Star Trek 8: Der erste Kontakt“ gibt es mit „Star Trek 6: Das unentdeckte Land“ noch einen weiteren Kandidaten auf diesen Titel. Und das vollkommen verdient: Schließlich präsentiert sich dieses Leinwand-Abenteuer nicht nur hochgradig politisch, sondern kann auch mit guten Spezialeffekten und einem extrem emotionalen Ende punkten, das bei vielen Trekkies der ersten Stunde für feuchte Augen gesorgt haben dürfte.

Wer ein Herz für die Crew um Captain Kirk (William Shatner), Spock (Leonard Nimoy), Pille (DeForest Kelley) und Co. besitzt, sollte am heutigen 13. Juni 2026 unbedingt ZDFNeo einschalten. „Star Trek 6: Das unentdeckte Land“ startet dort um 23.45 Uhr, eine Wiederholung erfolgt in derselben Nacht um 4.55 Uhr. Wenn euch das zu spät beziehungsweise zu früh ist, könnt ihr den Film alternativ auch im Streaming-Abo von Paramount+ ansehen:

Übrigens: Am 13. Juni 2026 bekommen Trekkies bei ZDFneo noch viel mehr geboten. Um 20.15 Uhr geht es los mit „Star Trek 4: Zurück in die Gegenwart“. Im Anschluss folgt um 22.05 Uhr der etwas unterschätzte „Star Trek 5: Am Rande des Universums“, bevor der Abend – wie eingangs erwähnt – mit „Star Trek 6: Das unentdeckte Land“ seinen Abschluss findet.

Und darum geht es in "Star Trek 6: Das unentdeckte Land"

Nach all den Jahrzehnten der Anspannung steht ein Ende des Kalten Krieges zwischen der Föderation und dem Klingonischen Imperium endlich bevor. Nach der verheerenden Explosion des Mondes Praxis, der wichtigsten Energiequelle der Klingonen, sieht sich das Imperium gezwungen, Friedensverhandlungen mit seinem langjährigen Erzfeind aufzunehmen. Doch nicht alle begrüßen die Aussicht auf eine Annäherung.

Der klingonische Kanzler Gorkon (David Warner) reist zur Erde, um offizielle Gespräche einzuleiten. Zu seinem Schutz stellt die Sternenflotte ihr Flaggschiff ab: die Enterprise unter dem Kommando von Captain James T. Kirk (William Shatner). Die Begegnung verläuft angespannt. Insbesondere General Chang (Christopher Plummer), Gorkons einflussreicher Stellvertreter, macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung gegenüber einer Verständigung mit der Föderation. Als die Verhandlungen beginnen, kommt es jedoch zur Katastrophe: Torpedos, die offenbar von der Enterprise abgefeuert wurden, treffen den klingonischen Kreuzer. Zudem beamen sich Attentäter an Bord und ermorden Gorkon kaltblütig. Der galaktische Frieden droht zu scheitern ...

Kalter Krieg im "Star Trek"-Universum

Selten wurde die realpolitische Wirklichkeit im „Star Trek“-Universum so greifbar und zugleich so clever aufgearbeitet wie in „Das unentdeckte Land“. Alte Feinde werden durch neue Umstände dazu gezwungen, den lange ersehnten Frieden konkret werden zu lassen. Im Jahr 1991 - und damit kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion - natürlich eine sehr bewusst gesetzte Anspielung. Glücklicherweise verzichtet Regisseur Nicholas Meyer jedoch auf allzu konkrete Parallelen oder eine zu einseitige Schwarz-Weiß-Zeichnung und macht stattdessen deutlich, dass es auf beiden Seiten Widerstände gegen den geplanten Frieden gibt.

Dass ausgerechnet Kirk und Pille hier als Bauernopfer herhalten müssen, beschert uns einen wirklich stimmigen Buddy-Ausflug, bei dem die beiden nochmal zeigen können, dass sie auch ohne den Schutz der Raumschiff-Brücke für ordentlich Action sorgen können. Für das Ü60-Duo geht es auf den Strafasteroiden Rura Penthe, der mit seinen vereisten Landschaften Erinnerungen an den Planeten Hoth weckt – und mit seiner Vielzahl an verrückten Alien-Geschöpfen auch sonst reichlich „Star Wars“-Stimmung verbreitet.

Die finalen Minuten gehen unter die Haut

Das emotionale Highlight des Films sind jedoch die finalen Minuten – und die letzten Leinwandmomente mit der „Raumschiff Enterprise“-Crew. Auch wenn es in „Star Trek 7: Treffen der Generationen“ zumindest noch einmal ein kurzes (und leider äußerst unbefriedigendes) Wiedersehen mit Kirk, Scotty und Chekov geben sollte, feiert die legendäre Besatzung in „Star Trek 6: Das unentdeckte Land“ ihren wohlverdienten Abschied.

Spätestens wenn der Abspann beginnt und die Stars ihre Unterschriften in die unendlichen Weiten des Alls setzen, dürften viele Fans einen richtig dicken Kloß im Hals haben. Auch wenn „Star Trek“ im Kino mit der „Next Generation“-Crew fortgeführt wurde, ging hier eine legendäre Sci-Fi-Ära zu Ende. Ihr wollt noch mehr gelungene Sci-Fi-Unterhaltung? Dann schaut doch einmal in diesen Straeming-Tipp:

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