Unfassbare 400 (!!) Drehtage für ein absolutes Meisterwerk: Weltrekord-Film mit Tom Cruise erscheint zum ersten Mal in 4K!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.

Er war der letzte Film von Regie-Legende Stanley Kubrick, zählt bis heute zu den besten Filmen mit Tom Cruise und stellte einen völlig irren Weltrekord auf – der bis heute hält. Jetzt erscheint der Kult-Klassiker zum ersten Mal in 4K.

Diese Rede ist natürlich von „Eyes Wide Shut, dem erfolgreichsten und zugleich auch letzten Film von „Uhrwerk Orange“- und „2001: Odyssee im Weltraum“-Macher Stanley Kubrick. Die Regie-Legende starb kurz vor Abschluss der Postproduktion an den Folgen eines Herzinfarkts. Und gab bis zuletzt wirklich alles:

Mit unglaublichen 400 Tagen gilt der Erotik-Thriller mit Tom Cruise und Nicole Kidman bis heute als umfangreichster Filmdreh der Hollywood-Geschichte. Doch es herrscht weitestgehend Einigkeit darüber, dass sich all dieser Aufwand am Ende auch gelohnt hat. Nicht nur spülte der Film herausragende 162 Millionen Dollar in die Kinokassen, er wurde außerdem vielfach ausgezeichnet und vielerorts als Meisterwerk gefeiert. Demnächst könnt ihr den nicht nur auf visueller Ebene famosen (Kameramann Larry Smith wurde für zahlreiche Preise nominiert) Kult-Klassiker in so bildgewaltiger Form wie vielleicht noch nie erleben:

Verleiher Plaion Pictures veröffentlicht den einst von Warner Bros. produzierten Streifen am 30. Juli 2026 erstmals auf 4K-Blu-ray – als limitierte Steelbook-Edition, die ihr euch ab sofort sichern könnt. Wahlweise bei Amazon sowie im hauseigenen Shop von Plaion.

Und es ist tatsächlich davon auszugehen, dass uns die beste Version von „Eyes Wide Shut“ bevorsteht, die es jemals gab. Ersten Informationen zufolge soll die Adaption von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“* nämlich nicht nur erstmals in Ultra-HD, sondern sogleich auch inklusive HDR und Dolby Vision erscheinen. Während grundsätzlich zu hoffen ist, dass die Verantwortlichen das Optimum aus dem zugrundeliegenden 35mm-Filmmaterial herausholen (das in den meisten Fällen naturgemäß noch mehr Potenzial birgt als digital gedrehte Filme), dürfen wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach also sowohl über eine höhere Auflösung als auch über ein besonders knackiges, kontrastreiches und natürliches Bild freuen.

"Eyes Wide Shut": Bis zu 95 (!) Takes für eine Szene

Kubrick galt als absoluter Perfektionist, weswegen er aus Sicht seiner Schauspieler*innen früher oder später nicht selten zum regelrechten Tyrannen mutierte. Mit einer „Shining“-Szene, die erst nach 148 Aufnahmen im Kasten war, ging er seinerzeit sogar ins Guinness-Buch-der-Rekorde ein. Ganz so schlimm war es im Falle von „Eyes Wide Shut“ zwar nicht, doch auch Tom Cruise soll für Kubrick ganze 95 Mal durch eine Tür gegangen sein, bis der Regisseur zufrieden damit war. Kubrick überließ nichts dem Zufall – und verlangte dabei seinem Team einiges ab. Den vorgegebenen Drehkalender sprengte der gebürtige New Yorker so oft im großen Stil.

„Eyes Wide Shut“ sollte ursprünglich in „nur“ (auch schon exorbitanten) sechs Monaten gedreht werden, am Ende jedoch wurden stolze 400 Tage verbucht – in denen es ziemlich drunter und drüber ging. Harvey Keitel („Reservoir Dogs“) schmiss so etwa das Handtuch, um „Finding Graceland“ zu drehen. Seine Drehpartnerin Jennifer Jason Leigh („The Hateful 8“) folgte ihm, bevor beide schließlich durch Sydney Pollack und Marie Richardson ersetzt wurden. Dem finalen Film ist dieses Chaos letztlich nur bedingt anzumerken. In der FILMSTARTS-Kritik gab es für „Eyes Wide Shut“ 4,5 von 5 möglichen Sternen und auch für unsere Community zählt der Film nach wie vor zu den besten seiner Zunft:

4,19 von 5 Sternen! Das ist der beste Erotik-Thriller aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

Kubrick holt die Geschichte mit seiner Verfilmung aus dem 20er-Jahre-Wien ins New York der 90er, wo Dr. William Harford (Tom Cruise) und seine Frau Alice (Nicole Kidman) der High Society Manhattans angehören – und in eine geheimnisvolle Parallelgesellschaft geraten, deren Mitglieder ihrer Fleischeslust in Form bizarrer Rituale und zeremonieller Orgien frönen. Und das ist für FILMSTARTS-Redakteur Michael Bendix nicht nur der beste Film, den er 2025 (dank einer Wiederaufführung) auf der Kinoleinwand gesehen hat, sondern sogar Stanley Kubricks großes Meisterstück. Warum, verrät er euch an anderer Stelle:

Ich habe 2025 insgesamt 193 Filme im Kino gesehen – und das ist der beste!

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