Heute im TV: Zwei Oscargewinner in einem gefühlvollen Spaß vom "Der Teufel trägt Prada"-Macher
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube mag Liebesfilme. Einzige Bedingung: es dürfen keine generischen Herzschmerz-Schmonzetten sein. Etwas Originalität ist Pflicht – siehe "(500) Days Of Summer", "Once", "Warm Bodies", "Alles eine Frage der Zeit" oder "Vergiss mein nicht".

Wer Lust hat, sich zur Primetime von einer erstaunlichen Reihe bekannter Darsteller*innen und einer zwischen locker-leicht und emotional changierenden Geschichte unterhalten zu lassen, kann „Wie beim ersten Mal“ einschalten – ganz ohne Werbung!

Aktuell räumt Regisseur David Frankel weiterhin mit „Der Teufel trägt Prada 2“ in zahlreichen Kinos in ganz Deutschland ab. 2012 arbeitete der New Yorker ebenfalls mit Oscargewinnerin Meryl Streep zusammen – damals für ein romantisches Comedy-Drama, das ihr euch am Abend im Free-TV anschauen könnt:

Wie beim ersten Mal“ läuft am heutigen 18. Juni 2026 um 20.15 Uhr auf rbb. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni um 0.15 Uhr. Alternativ gibt es den Film aktuell gratis und rund um die Uhr auf Amazon Prime Video zu streamen. Dazu braucht ihr kein Abo – ein einfaches Kundenkonto reicht aus, damit es losgehen kann:

Jones und Streep zur Rettung!

Mittlerweile hat „Der Teufel trägt Prada 2“ an den Kinokassen dieser Welt fast 700 Millionen Dollar eingenommen – ein grandioser Erfolg. Zwischen Teil 1 und 2 drehte Regisseur David Frankel noch einen weiteren Film mit Meryl Streep: „Wie beim ersten Mal“. Die Ü60-Romanze mit Academy-Award-Gewinner Tommy Lee Jones („Auf der Flucht“) als ihrem männlichen Gegenpart war letztlich kein globaler Blockbuster. Dennoch generierte sie allein an den Kinokassen fast das Vierfache ihres im Vergleich zum aktuellen Mode-Spektakel eher bescheidenen 30-Millionen-Dollar-Budgets. So durfte Frankel „Wie beim ersten Mal“ durchaus als Erfolg verbuchen.

Das erfreuliche Einspielergebnis täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass die Story der Melange aus primär Comedy-Elementen, ergänzt durch ein wenig zahme Romantik und etwas Drama, nicht wirklich vom Hocker reißt. Tatsächlich ist der Film dann „am besten, wenn auf den allzu oft aufgesetzt wirkenden Humor verzichtet wird“ – so analysiert es unser Autor Andreas Staaben in der folgerichtig nur durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik.

Wie beim ersten Mal
Wie beim ersten Mal
Starttermin 27. September 2012 | 1 Std. 40 Min.
Von David Frankel
Mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones, Steve Carell
Pressekritiken
3,8
User-Wertung
3,4
Filmstarts
2,5
Im Stream

Das Highlight des Streifens und damit unserer Zeit vor dem Bildschirm sind also weder die eher bieder anmutende Inszenierung noch die streckenweise sogar ziemlich schwache, weil allzu absehbare Handlung. Das Drehbuch stammt übrigens von Vanessa Taylor, die es offenbar deutlich besser kann, wie ihre Kollaboration mit Guillermo Del Toro für den wunderbaren „Shape Of Water“ zeigt.

Eigentlich bräuchtet ihr „Wie beim ersten Mal“ also nicht wirklich einzuschalten, wenn da nicht der wahrlich brillante Hauptcast wäre. Tommy Lee Jones gibt einen auf den ersten Blick grummelig-motzigen Haustyrannen, der allerdings, und das bringt der Mime sehr anschaulich rüber, ein tief verunsicherter Mann ist, der schlicht Angst vor Veränderungen hat. Meryl Streep hingegen kann ohnehin alles überzeugend spielen – so natürlich auch eine rührend unsichere und verzweifelte, dabei aber auch tapfer für sich selbst und ihre Ehe einstehende Hausfrau.

Seid ihr Fans von Meryl Streep und/oder Tommy Lee Jones? Dann lohnt sich das Einschalten definitiv. Falls nicht, dürftet ihr es nach Ansicht des von ihnen geretteten „Wie beim ersten Mal“ wohl werden. Als Unterstützung haben die beiden Stars hier unter anderem noch Steve Carell („Little Miss Sunshine“), Elisabeth Shue („Zurück in die Zukunft 2+3“), Jean Smart („Hacks“), Ben Rappaport („Mr. Robot“) und Mimi Rogers aus „Austin Powers“ an ihrer Seite.

"Wie beim ersten Mal": Das ist die Story

31 Jahre lang sind Arnold (Tommy Lee Jones) und Kay Soames (Meryl Streep) schon miteinander verheiratet. Seit die Kinder vor Jahren das Nest verlassen haben, ist die Beziehung des Buchhalters und der in einer Boutique jobbenden Hausfrau von Routine geprägt: Nach dem Frühstück geht er ins Büro, derweil hält sie das gemeinsame Häuschen in Schuss und bereitet das Abendessen vor. Abends schläft er vor dem Fernseher ein und sie nächtigt im separaten Schlafzimmer. Während es Arnold exakt so gefällt, will Kay sich mit dieser Situation nicht mehr zufriedengeben.

In der lokalen Buchhandlung stößt die frustrierte Frau auf einen Ratgeber des Psychologen Dr. Edward Feld (Steve Carell), der in seiner Praxis auch Therapiesitzungen für Paare anbietet. Als Kay ihrem Mann vorschlägt, daran teilzunehmen, lehnt dieser kategorisch ab. Kay ist allerdings fest entschlossen, opfert ihr Erspartes und bucht zwei Flüge. Als die Zwei dann auf Dr. Felds Couch sitzen und der ihm viel zu intime Fragen stellt, bereut Arnold, dass er sich zu dem Trip hat breitschlagen lassen...

Meryl Streep gilt für viele ihrer Kolleg*innen als die beste Schauspielerin Hollywoods – unter anderem für Leonardo DiCaprio. Im folgenden Artikel erfahrt ihr allerdings von einer Filmproduktion, bei der die Diva selbst mächtig an ihren Fähigkeiten zweifelte:

"Ich hatte solche Angst": Meryl Streep war sich sicher, dass sie dieser Rolle nicht gewachsen ist – später erhielt sie dafür eine Oscar-Nominierung!

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