Wenn es um Filme mit einem außergewöhnlich hochkarätigen Ensemble geht, dürfte an „In The Hand Of Dante“ kaum ein Weg vorbeiführen. Regisseur Julian Schnabel („Schmetterling und Taucherglocke“) hat für sein ambitioniertes Projekt eine beeindruckende Riege an Stars versammelt: Oscar Isaac („The Card Counter“), Gerard Butler („London Has Fallen“), Jason Momoa („Aquaman“), Gal Gadot („Tod auf dem Nil“), Al Pacino („Carlito's Way“) sowie Regielegende Martin Scorsese („Casino“), der ebenfalls vor der Kamera zu sehen ist.
Allein diese Ansammlung großer Namen dürfte für viele Filmfans Grund genug sein, einen Blick auf „In The Hand Of Dante“ zu werfen. Umso erfreulicher, dass die Wartezeit inzwischen überschaubar ist: Die ungewöhnliche Mischung aus einem in Schwarz-Weiß inszenierten Gangsterfilm und einem opulent ausgestatteten, farbenprächtigen Historienepos startet am 24. Juni direkt bei Netflix.
Darum geht’s in "In The Hand Of Dante"
Im Jahr 2001, kurz vor den Anschlägen auf das World Trade Center, folgt der Film dem Schriftsteller Nick Tosches (Oscar Isaac). Gemeinsam mit einem Auftragsmörder (Gerard Butler) macht er sich auf die Suche nach einem Manuskript, bei dem es sich möglicherweise um die ursprüngliche Fassung von Dantes „Die Göttliche Komödie“ handelt. Als sich die Hinweise verdichten, gerät Nick ins Visier der Schergen des mächtigen Gangsterbosses Joe Black (John Malkovich) und wird bis nach Sizilien verfolgt.
Parallel dazu führt die Handlung ins frühe 14. Jahrhundert und begleitet den Dichter Dante Alighieri (ebenfalls Oscar Isaac), der sich in einer tiefen kreativen Krise befindet. In Gesprächen mit seinem Mentor Isaiah (Martin Scorsese) sucht er nach Orientierung, während der politische Druck durch Papst Bonifatius (auch Butler) immer weiter zunimmt. Schließlich wird der Kirchenführer zu einer zentralen Figur in den Ereignissen, die zu Dantes Verbannung aus seiner Heimat führen.
Was ist das denn?!
Nicht nur die Besetzung liest sich beeindruckend, auch die Handlung klingt auf dem Papier nach einem ebenso ungewöhnlichen wie vielversprechenden Filmprojekt. Umso größer dürfte für viele die Überraschung ausfallen: Tatsächlich entpuppte sich „In The Hand Of Dante“ als gewaltige Enttäuschung. FILMSTARTS-Autor Michael Bendix vergab in seiner offiziellen Kritik lediglich einen von fünf möglichen Sternen. Sein Fazit fällt entsprechend vernichtend aus:
„Julian Schnabel verknüpft mit In ‚The Hand Of Dante‘ didaktisch-sakrales Historienkino und Möchtegern-Tarantino – und beweist, dass es nicht unbedingt eine Qualität sein muss, nach dem Ende des Films noch nicht so recht einordnen zu können, was man da eigentlich gesehen hat.“
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