"Ich habe dickere Ketten an einem Geldbeutel": So hat Jason Momoa das Lobo-Kostüm in "Supergirl" maßgeblich verändert
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Er wollte schon lange Lobo spielen und in „Supergirl“ hat Jason Momoa nun die Möglichkeit dazu bekommen. Wer die Vorlage kennt, wird einige Unterschiede zwischen Film und Comic entdecken. Hierzu hat sich Kostümdesigner Michael Mooney nun geäußert.

Im DC Extended Universe (DCEU) hatte Jason Momoa mehrfach die Gelegenheit, den Meereshelden Aquaman zu verkörpern. Auch wenn dieses Universum inzwischen Geschichte ist, sollte Momoas Engagement in der Welt von DC damit nicht enden. Stattdessen erhielt der 46-Jährige die Chance, eine seiner Lieblingsfiguren aus den Comics zu spielen: den intergalaktischen Kopfgeldjäger Lobo.

Dieser übernimmt in „Supergirl“ zwar lediglich eine größere Nebenrolle, bleibt mit seinem markanten Erscheinungsbild jedoch definitiv im Gedächtnis. Für den Blockbuster hat man sich allerdings einige Änderungen und Anpassungen erlaubt, die so in der Comicvorlage nicht zu finden sind. Was genau dahintersteckt, erklärte Kostümdesigner Michael Mooney nun in einem Interview mit der Seite Geeks Of Color.

Der Mantel muss flattern!

Keine Frage: Im Großen und Ganzen hat man sich bei Lobos Look eng an den Comics orientiert. Auch hier wirkt die Figur zunächst wie ein Biker aus den 1990er-Jahren – inklusive einer Gesichtsbemalung, die stark an die Glam-Rock-Band Kiss erinnert. Tatsächlich sichtete das Kostümteam unzählige Biker-Outfits, bevor die Wahl schließlich auf die Uniform eines Meldefahrers aus der Zeit um 1918 fiel, was als Ausgangspunkt für das Design diente.

Hieraus ergab sich auch direkt eine der größten Änderungen. Während Lobo in den Vorlagen meist eine ärmellose, bestickte und mit Stacheln besetzte Kutte trägt, ist er in „Supergirl“ die meiste Zeit in einem langen Ledermantel zu sehen. Mooney und sein Team waren vor allem von der Wirkung des Mantels begeistert, wenn dieser im Fahrtwind flattert.

Supergirl
Supergirl
Starttermin 22. März 1985 | 1 Std. 54 Min.
Von Jeannot Szwarc
Mit Faye Dunaway, Helen Slater, Hart Bochner
Pressekritiken
3,0
User-Wertung
2,4
Filmstarts
1,0

Der Vorlage wollte man zwar immer noch treu bleiben, bei den Stacheln musste jedoch etwas Zurückhaltung walten: „Bei den Schulterstacheln haben wir uns für eine dezentere Variante entschieden, da es schwierig ist, einen Schauspieler zu filmen, wenn er zu viele große Stacheln trägt“, so Mooney.

Eine weitere Änderung betrifft Lobos Handschuhe. Während diese in den Comics fingerlos sind, trägt er in „Supergirl“ nun Krallen. Wie es dazu kam, schilderte Mooney folgendermaßen: „Das war Jasons Idee. In letzter Minute meinte er: ‚Ich glaube, ich sollte Krallen haben.‘ Also fertigten wir diese kurzfristig an.“

Eine wuchtige Halskette war für Jason Momoa Pflicht

Auch die massive Kette, die Lobo um den Hals trägt, geht auf Jason Momoas Einfluss zurück. Die ersten Entwürfe erschienen ihm schlicht nicht imposant genug. „Ich habe dickere Ketten an meinem Geldbeutel“, soll Momoa entgegnet haben.

So kam es schließlich auch dazu, dass eine Granate daran befestigt wurde. Die Befürchtung, Jason Momoas Lobo könnte durch ein solches Accessoire an Glaubwürdigkeit verlieren, war schnell vom Tisch. Denn wenn es einen Schauspieler gibt, der die nötige Aura besitzt, um eine Granaten-Kette überzeugend zu tragen, dann ist es wohl Jason Momoa.

Da wirkt es fast schon etwas schade, dass die aufwendigste Kostümarbeit im fertigen Film kaum zu sehen ist. Wie bereits erwähnt, trägt Lobo unter seinem Ledermantel eine Weste, auf deren Rücken ein äußerst detailreiches Stickmuster prangt. Dieses hat es zwar in den Film geschafft, ist jedoch nur in wenigen kurzen Einstellungen zu erkennen. Mooney erklärte dazu: „Die Stickerei war sehr aufwendig und dauerte für jede Jacke etwa drei Wochen, da man nur zwei Leute dafür einsetzen konnte. Letztendlich arbeitete hauptsächlich eine Person daran.“

Und wenn ihr wissen wollt, ob sich „Supergirl“ im Kino lohnt, schaut euch einfach das Video von FILMSTARTS-Redakteur und DC-Experte Julius Vietzen an:

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