"Wild, stark und tolles komödiantisches Timing": Nach dem Flop an den Kinokassen bekommt Supergirl Unterstützung von ihrer Vorgängerin
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Erst beeindruckte sie als Targaryen-Prinzessin jetzt will sie als Supergirl Comicfans glücklich machen. Milly Alcock ist einer der Shooting-Stars in Hollywood. Jedoch begeistert ihr aktueller Auftritt nicht alle. Eine ehemalige Superheldin tröstet.

Wer eine der bekanntesten Superheldinnen der Comicgeschichte spielt, steht automatisch unter besonderer Beobachtung. Das gilt auch für Milly Alcock, die aktuell in „Supergirl“ über die Leinwand fliegt. Allerdings sorgen die bisherigen Einspielergebnisse und Kritiken nicht unbedingt für heldenhafte Luftsprünge. Umso schöner dürfte es für Milly Alcock sein, dass sie Rückendeckung von jemandem erhält, der genau weiß, wie sich dieser Druck und kommerzieller Misserfolg anfühlt: Helen Slater, die bereits 1984 als erstes „Supergirl“ auf der Kinoleinwand zu sehen war.

Seit Jahren Teil der Superman-Familie

Im Gespräch mit dem Branchenmagazin Hollywood Reporter fand Slater ausschließlich lobende Worte für ihre Nachfolgerin: „Ich fand Milly Alcock unglaublich – wild, stark und mit einem großartigen Gespür für komödiantisches Timing!“

Supergirl
Supergirl
Starttermin 25. Juni 2026 | 1 Std. 50 Min.
Von Craig Gillespie
Mit Milly Alcock, Matthias Schoenaerts, Eve Ridley
User-Wertung
3,4
Filmstarts
2,5
Vorführungen (471)

Tröstende Worte also für Milly Alcock und das Team hinter der Neuauflage von Supergirl“. Slater hat in den 80er-Jahren ähnlich durchwachsene Erfahrungen gemacht. Als sie ursprünglich die Rolle bekam, hatte Slater einen Vertrag über drei Filme unterschrieben. Doch es sollte ihr einziger Auftritt als „Supergirl“ bleiben, da der Spielfilm, in dem auch Faye Dunaway, Mia Farrow und Peter O’Toole mitspielten, nach seinem Kinostart im November 1984 nur 14 Millionen Dollar einspielte.

„Ich weiß, dass er nicht gut lief, weil wir den zweiten und dritten Film nicht gemacht haben“, sagte Slater, die betonte, dass sie mit anderen Projekten gut beschäftigt blieb. Außerdem fügte sie hinzu, dass Ruhm für sie nicht unbedingt etwas war, das sie begrüßte: „Ich war schüchtern. Es war nicht so: ‚Hurra, Leute erkennen mich. Ist das nicht wunderbar?‘ Es fühlt sich einfach so seltsam und ungewöhnlich an.“

Obwohl ihr eigener „Supergirl“-Film an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb, war Slater dem DC-Universum über Jahrzehnte treu. Sie sprach unter anderem Talia al Ghul in der Animationsserie „Batman“, spielte Supermans Mutter Lara-El in „Smallville“ und verkörperte später Eliza Danvers, die Adoptivmutter von Kara, in der Serie „Supergirl“. Sogar in „The Flash“ kehrte sie 2023 noch einmal als ihre ursprüngliche Version der Heldin zurück.

Alcocks Version von Supergirl unterscheidet sich deutlich von früheren Interpretationen. Im neuen DC-Universum (DCU) ist Kara Zor-El keine strahlende Heldin wie ihr Cousin Superman, sondern eine Figur, die vom Untergang Kryptons gezeichnet ist und deutlich provokativer auftritt. Der Film orientiert sich an der gefeierten Comicvorlage „Supergirl: Woman Of Tomorrow“ und erzählt eine düstere Science-Fiction-Geschichte.

Allerdings ist auch diese moderne Interpretation von „Supergirl“ bislang eine herbe Enttäuschung an den Kinokassen. Ein weltweites Einspielergebnis von gerade einmal 62,6 Millionen Dollar nach dem ersten Wochenende ist angesichts eines Budgets im Bereich von kolportierten 170 bis 186 Millionen Dollar einfach viel zu wenig.

Mit dem Zuspruch von Helen Slater im Rücken dürfte Milly Alcock der aktuellen Kritik vielleicht ein Stück gelassener entgegensehen. Schließlich gibt es wohl kaum jemanden, der besser nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt, das Gesicht von „Supergirl“ zu sein.

Trotz dem sich ankündigenden Misserfolg von „Supergirl“ geht es im DC-Universum auf der großen Leinwand weiter. Wie die Pläne aktuell aussehen, erfahrt ihr hier:

Bis zu 125 Millionen Dollar Verlust für "Supergirl": So geht es jetzt im neuen DC-Universum weiter

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Tobias Kirchner
Tobias Kirchner
-Freier Autor
Tobias liebt das Kino, weil es ihn für ein paar Stunden in andere Welten entführt.
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