"Entspricht nicht unseren Erwartungen, aber...": Nachdem "Supergirl" im Kino abgestürzt ist, meldet sich nun sogar der DC-Boss zu Wort
Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Egal, ob "Joker", "The Batman" oder "The Dark Knight", egal, ob DCEU, Arrowverse oder das mit "Superman" gestartete DCU: Julius behält auch im DC-Multiversum den Überblick.

Mit „Supergirl“ sollte das neue DC-Universum nach „Superman“ so richtig abheben, stattdessen wurde man unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Aufgrund des Kino-Flops sah sich nun sogar DCU-Boss Peter Safran zu einem Statement genötigt.

Es hatte sich bereits vor dem Wochenende abgezeichnet, doch nachdem „Supergirl“ nun in den weltweiten Kinos angelaufen ist, gibt es traurige Gewissheit: Der zweite DCU-Film nach „Superman“ konnte nicht nur Fans und Fachpresse deutlich weniger überzeugen. „Supergirl“ ist bislang auch eine herbe Enttäuschung in den Kinos, denn ein weltweites Einspielergebnis von gerade einmal 68 Millionen Dollar nach dem ersten Wochenende ist angesichts eines Budgets im Bereich von kolportierten 170 bis 186 Millionen Dollar einfach viel zu wenig.

Schließlich erhält Studio Warner nur etwa die Hälfte der Einnahmen aus den Lichtspielhäusern, so dass der Film mindestens 350 Millionen Dollar weltweit einspielen müsste, um im Kino schwarze Zahlen zu schreiben. Das dürfte angesichts dieses schwachen Auftakts und der großen Blockbuster-Konkurrenz im Sommer 2026 sehr, sehr schwierig werden.

In Deutschland nur Platz 4! Schwacher Start für "Supergirl"

Wie schwach „Supergirl“ in den Kinos angelaufen ist, zeigt sich nicht nur an dem bisherigen Gesamteinspielergebnis, sondern auch daran, dass es dem Neustart in vielen großen, wichtigen Märkten nicht gelungen ist, den ersten Platz zu erobern – absolut untypisch für Blockbuster-Verhältnisse. In den USA dominierte so etwa „Toy Story 5“ mit einem Einspielergebnis von 70 Millionen Dollar, während es bei „Supergirl“ gerade einmal 38 Millionen Dollar waren.

Und hier in Deutschland stürmten tatsächlich mehr Leute in die Previews von „Minions & Monster“ – und zwar deutlich: Während der neue „Minions“-Film mit 150.000 verkauften Tickets sogar der größte Film des Wochenendes war, wollten gerade einmal 50.000 Menschen das Weltraum-Abenteuer von „Supergirl“ sehen (Platz 4!). Laut dem Branchendienst The Spot ist es überhaupt das erste Mal, dass es ein noch gar nicht gestarteter Film auf Platz 1 gebracht hat („Minions & Monster“ startet offiziell am 1. Juli).

"Nur ein Element unser langfristigen Strategie bei DC"

Ebenfalls absolut untypisch: Aufgrund des sich abzeichnenden Kino-Flops von „Supergirl“ sah sich sogar Peter Safran, der gemeinsam mit „Superman“-Regisseur James Gunn das neue DC-Universum (DCU) betreut, zu einem Statement genötigt. Gegenüber der New York Times erklärte er: „‚Supergirl‘ mag nicht unseren Box-Office-Erwartungen entsprochen haben, doch der Film ist nur ein Element in unserer großen, langfristigen Strategie bei den DC Studios, in die wir weiterhin Vertrauen haben.“

Und dieses Vertrauen ist wohl auch gerechtfertigt: Der nächste DCU-Film „Clayface“ war gerade einmal 40 bis 45 Millionen Dollar teuer und scheint als an ein erwachsenes Publikum gerichteter Film über einen Batman-Bösewicht in eine ähnliche Richtung wie „Joker“ zu gehen. Und am 8. Juli 2027 folgt dann „Superman 2“ alias „Man Of Tomorrow“ von James Gunn, der dann hoffentlich nicht nur in puncto Qualität, sondern auch in puncto Kinoerfolg wieder mehr an „Superman“ anknüpfen kann. Den Trailer zu „Clayface“ findet ihr übrigens hier:

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