Da die Streaming-Anbieter stetig neue Filme und Serien in ihre Kataloge aufnehmen, kann man schon mal den Überblick verlieren. Abhilfe schaffen unter anderem unsere Film- und Serien-Tipps auf Netflix. Darunter finden sich persönliche Lieblingsfilme, vergessene Klassiker und jüngere Blockbuster, die ihr mit gültigem Abo ohne Zusatzkosten schauen könnt.
Aktuell bestimmen Familien- und Animationsfilme („Minions & Monsters“), Sci-Fi („Disclosure Day“) und Horror („Backrooms“, „Obession“) die Kinocharts. Das nehmen wir zum Anlass, um euch heute drei Filme aus diesen populären Genres vorzuschlagen.
"Chihiros Reise ins Zauberland" (2001)
„Chihiros Reise ins Zauberland“ vom legendären Animationsstudio Ghibli lädt sowohl Kinder als auch Erwachsene zum Träumen und Nachdenken ein. Es ist bis heute der meistprämierte Zeichentrickfilm aller Zeiten (u.a. Oscar, Goldener Bär), der 25 Jahre nach Erscheinen zum Wiederentdecken einlädt.
Die Geschichte handelt von der zehnjährige Chihiro, die mit ihren Eltern in eine mysteriöse Geisterwelt gerät. Als die Eltern zur Strafe für ihre Gier in Schweine verwandelt werden, muss das schüchterne Mädchen über sich hinauswachsen.
„Chihiro“ ist ein Werk grenzenloser Phantasie und Kreativität, das mit Detailfülle, Verspieltheit und visuellem Ideenreichtum begeistert. Der zwölfte abendfüllende Ghibli-Film erzählt von universellen Themen wie Familie, Verlust und Identität und setzt sich kritisch mit Materialismus und Umweltzerstörung auseinander.
"The Others" (2001)
Im selben Jahr wie „Chihiro“ kam mit „The Others“ einer der besten Mystery-Horrorfilme der frühen 2000er in die Kinos. Ein Film, der sein Publikum (in bester M.-Night-Shyamalan-Manier) mit einem unerwarteten, mutigen Ende in Schockstarre versetzt.
Die Handlung spielt 1945 in einem abgelegenen englischen Herrenhaus. Dort lebt die streng religiöse Grace (Nicole Kidman) mit ihren Kindern, die kein Sonnenlicht vertragen, fast in völliger Dunkelheit. Eines Tages häufen sich unerklärliche Vorkommnisse im herrschaftlichen Anwesen.
Alejandro Amenábar beweist mit „The Others“, dass es keine Blutfontänen oder plakativen Schockmomente braucht, um echte Grusel-Atmosphäre zu schaffen. Die unheilvolle Stimmung ergibt sich allein aus den rätselhaften Vorkommnissen und dem düster-nebelvergangenen Schauplatz, der für einen beständigen Eindruck der Isolation sorgt. Das Fazit unserer 3,5-Sterne-Kritik: „Amenábar konzentriert sich auf das Wesentliche [...] und sorgt für echte, reine Gänsehaut-Spannung.“ Und Kidman bleibt als überfürsorgliche, verzweifelte Mutter, die vom lähmenden Gefühl der Einsamkeit verschlungen wird, unvergesslich.
"I Am Mother" (2019)
Noch besser als „The Others“ kam bei uns „I Am Mother“ an. „Ein Geheimtipp für Fans von cleverer, spannender […] Sci-Fi-Kost“, schrieb Christoph Petersen über das Regiedebüt von Regisseur Grant Sputore. Unser Chefkritiker war mit seiner Begeisterung nicht allein: Der in einem abgeschotteten Hightech-Labor angesiedelte, klaustrophobische Film erwies sich als globaler Kritiker-Liebling (89 Prozent Zustimmung bei Rotten Tomatoes).
Nach dem Ende der Menschheit zieht ein „Mutter“ genannter Roboter an einem Bunker-ähnlichen Ort ein Mädchen groß. Das funktioniert so lange, bis jemand an die Außentür klopft und das harmonische „Mutter-Tochter-Verhältnis“ stört. „I Am Mother“ ist ein elegant inszenierter, minimalistischer und Technik-kritischer Sci-Fi-Thriller, der kluge Wendungen und unvorhersehbare Überraschungen bereithält. Ein Muss für Fans von „Der Schacht“ und „10 Cloverfield Lane“.
Der Juli hält für alle mit Netflix-Abo übrigens auch einige weitere spannende Filme und Serien bereit. Darunter ein brandneues deutsches Flüchtlings-Drama, die Langfassung eines Kriegsfilm-Meisterwerks und ein Hit-Sequel mit einem „Stranger Things“-Fanliebling:
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