Gefühlt die ganze (Film-) Welt spricht aktuell von „Die Odyssee“. Kein Wunder: Der 250-Millionen-Dollar-Blockbuster von Regie-Visionär Christopher Nolans („Inception“) ist der meist erwartete Film des Jahres und die Marketing-Maschinerie läuft seit Monaten auf Hochtouren. In zwei Tagen, am 16. Juli 2026, startet der Fanatsy-Blockbuster nun endlich in den deutschen Kinos – und damit sogar einen Tag früher als in den USA.
Selbst für Nolan-Verhältnisse war die Produktion in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig. Gedreht wurde mit hochmodernen 70mm-IMAX-Kameras, zudem reiste das Filmteam für den Dreh um die halbe Welt (Schottland, Marokko, Griechenland u.a.). Und mit dem oben erwähnten Budget stieß Nolan endgültig in Marvel- und DC-Blockbuster-Dimensionen vor. Wie der Filmemacher jetzt bekannt gab, hat er die Realisierung seines langjährigen Herzensprojekts aber vor allem seinem Vorgängerfilm zu verdanken.
Ohne "Oppenheimer" kein "The Odyssee"
Nolan erzählte bereits häufiger in Interviews, dass ihn die antike Sage von Homer schon als Kind fasziniert und er die Idee einer Umsetzung lange verfolgt habe. Ohne den Erfolg seines siebenfach Oscar prämierten Meisterwerks „Oppenheimer“ (2023) wäre die filmische Neuinterpretation des antiken Epos jedoch nie möglich gewesen. Das sagte Nolan in der Satire-Sendung The Daily Show von Schauspieler und Comedian Jon Stewart.
„‚Oppenheimer war viel erfolgreicher als erwartet. Das gab uns die Möglichkeit, einen Film zu drehen, den man sonst vielleicht nicht hätte umsetzen können,“ erklärte der 55-Jährige. Zur Erinnerung: Das Biopic spielte über 970 Millionen Dollar ein und wurde damit zum weltweit dritterfolgreichsten Film 2023.
Stewart zeigte sich überrascht, dass selbst ein Star-Regisseur wie Nolan, dessen „The Dark Knight“-Trilogie Milliarden eingespielt hat, sich noch beweisen und um Projekte kämpfen musste. „Du bist nach ‚Interstellar‘, ‚Inception‘ […] und ‚Batman‘ immer noch auf Widerstand gestoßen?“, wollte Stewart wissen. Nolan stimmte zu und betonte, dass neben dem Box-Office-Triumph am Ende vor allem der Oscar-Gewinn von „Oppenheimer“ bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle gespielte habe. Immerhin ging es darum, ein Megabudget sowie einen namhaften (und teuren) Cast bewilligt zu bekommen.
„Als ich dem Studio das Projekt vorgestellt habe, hat auch der Oscar geholfen. Ich sage gerne, dass es ein sehr schwieriger Film war – aber aus den richtigen Gründen. Es ist die Odyssee. Es sollte schwierig sein. Und das sieht man dem Film an.“
In keinem anderen Nolan-Werk spielten bisher mehr Hollywood-Stars mit. So ist z.B. Spider-Man Tom Holland als Odysseus‘ Sohn Telemachos zu sehen. Dieser hatte gleich am ersten Drehtag Angst, dass Nolan nicht mit seiner Leistung zufrieden sein könnte:
Tom Holland hatte Angst, dass Christopher Nolan seine Leistung in "Die Odyssee" nicht mochte: "Warum macht er das andauernd?"