Das nächste "Der Herr der Ringe"-Abenteuer kommt endlich – doch eine Entscheidung löst Diskussionen aus
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Die Produktion von „Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ hat begonnen. Für einige bekannte Figuren setzt das Team auf digitale Verjüngung mit KI-Unterstützung, wie Andy Serkis enthüllte. Unter Fans hat diese Aussage für reichlich Wirbel gesorgt.

Warner Bros.

Mehr als ein Jahrzehnt nach „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ entsteht wieder ein neuer Realfilm aus Peter Jacksons Mittelerde-Kosmos. In „Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ schlüpft Andy Serkis nicht nur erneut in seine berühmteste Rolle, sondern übernimmt erstmals auch die Regie bei einem Kinofilm der Reihe.

Nun hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wie Serkis in einem ausführlichen Gespräch mit Variety bestätigte, hat die Produktion von „The Hunt For Gollum“ in Neuseeland begonnen. Damit nimmt die nächste große Reise nach Mittelerde endgültig Gestalt an.

KI-Diskussion um "Herr der Ringe": Viel Aufregung um wenig

Dabei bestätigte Serkis auch, dass einige Figuren für den Film digital verjüngt werden sollen. Maschinelles Lernen sei ein Bestandteil dieses Prozesses. Angesichts der aktuellen Debatten über künstliche Intelligenz in Hollywood sorgten diese Worte direkt für Aufruhr und im Internet brandete ein Entrüstungssturm auf. KI bei „Der Herr der Ringe“ - das wollen viele Fans nicht sehen. Doch schaut man sich die Worte des Filmemachers genau an, steckt wenig dahinter.

Der Interviewer von Variety fragte ihn direkt, ob er den Plan habe, Künstliche Intelligenz einzusetzen, und die Antwort von Serkis fällt sehr zurückhaltend aus: „Im Moment nicht, abgesehen von etwas Verjüngung. Einige der Figuren werden ein wenig verjüngt, und maschinelles Lernen ist ein Teil dieses Prozesses.“

Damit kündigt Serkis ausdrücklich keinen umfassenden KI-Einsatz bei der Herstellung des Films an. Es geht nach seiner Darstellung lediglich um einen begrenzten Bestandteil der digitalen Nachbearbeitung, mit dem einige Darsteller jünger aussehen sollen. Serkis beschreibt hier einen punktuellen technischen Vorgang, der in der modernen VFX-Industrie längst zum Standard gehört. Maschinelles Lernen wird in der visuellen Effektarbeit schon länger genutzt, um Gesichtszüge präzise zu erfassen oder De-Aging-Prozesse zu unterstützen. Das bedeutet aber gerade nicht, dass Figuren plötzlich vollständig künstlich erzeugt oder Schauspieler ersetzt werden.

"The Hunt For Gollum": Das ist bislang bekannt

Konkrete Einblicke vom Set oder erste Bilder gibt es bislang noch nicht, aber die Dreharbeiten laufen mit sehr vielen alten Bekannten. Andy Serkis kehrt wie gesagt als Sméagol beziehungsweise Gollum zurück. Auch Ian McKellen als Gandalf, Elijah Wood als Frodo und Lee Pace als Thranduil sind wieder mit von der Partie. Da rund 25 Jahre seit den Dreharbeiten für die Original-Trilogie vergangen sind, werden bei ihnen digitale Verjüngungen notwendig sein. Denn die Geschichte spielt nicht etwa später, sondern größtenteils zwischen den Ereignissen in der „Die Hobbit“-Trilogie und „Die Gefährten“. In J.R.R. Tolkiens Vorlage beauftragt Gandalf Aragorn damit, die Kreatur Gollum aufzuspüren, bevor sie Saurons Dienern in die Hände fällt.

Dabei sind dann auch einige neue Gesichter. Unter anderem wurde Anya Taylor-Joy („Das Damengambit“) für die Rolle einer Elbin namens Seren verpflichtet. Auch Kate Winslet („Titanic“) übernimmt eine wichtige Rolle. Laut Gerüchten spielt sie Sméagols Mutter. „Shades Of Grey“-Star Jamie Dornan wird derweil zum Nachfolger von Viggo Mortensen als Aragorn, während Leo Woodall („The White Lotus“) eine Figur namens Halvard verkörpert.

Hinter der Kamera ist Peter Jackson tätig, der den Film gemeinsam mit seinen langjährigen „Herr der Ringe“-Mitstreiterinnen Fran Walsh und Philippa Boyens produziert. Das Trio war bereits maßgeblich für die ursprüngliche Trilogie und die drei „Hobbit“-Filme verantwortlich.

Andy Serkis will an die alten Filme anknüpfen

Trotz des Einsatzes moderner Technik soll „The Hunt For Gollum“ optisch eng an Peter Jacksons ursprüngliche Filme anknüpfen. Serkis hatte bereits zuvor betont, verstärkt mit echten Drehorten, Kulissen, Prothesen und Miniaturen arbeiten zu wollen. So findet natürlich auch der Dreh wieder in Neuseeland statt, wo man nicht nur bekannte Locations erneut nutzen wird, sondern über das vergangene Jahr auch viele neue Schauplätze gesichtet hat.

Der Herr der Ringe: The Hunt For Gollum“ soll am 16. Dezember 2027 in den deutschen Kinos starten. Mehr opulente Fantasy bekommt ihr bis dahin im folgenden Artikel:

Dieses bildgewaltige Fantasy-Abenteuer ist zu Unrecht nahezu unbekannt: Dabei werden zehn Millionen Menschen im Jahr daran erinnert

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
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